Sebastian-Kneipp-Aktionswochen in Bad Berleburg
Finger weg von Margarine

Friedhelm Höse appellierte in seinem Vortrag daran, beim Thema Ernährung genau hinzuschauen und sich Zeit zu lassen.
  • Friedhelm Höse appellierte in seinem Vortrag daran, beim Thema Ernährung genau hinzuschauen und sich Zeit zu lassen.
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wisi Bad Berleburg. 50 Jahre Kneipp-Kurort Bad Berleburg und 200. Geburtstag von Sebastian Kneipp – die Stadt Bad Berleburg ist anlässlich der beiden runden Daten mit einem Aktionsprogramm mit von der Partie: Friedhelm Höse, Ernährungsberater, Lehrkoch und diätisch geschulter Koch, hielt aktuell per Videokonferenz einen Vortrag zum Thema „Gesunde Ernährung in der heutigen Zeit – mit regionalen und nachhaltigen Produkten gesund kochen“.

Ausgleich durch innere Balance

Sozusagen der Vorreiter der Reha-Kliniken in Bad Berleburg, Sebastian Kneipp, stellte zu Lebzeiten die fünf Elemente der Gesundheit auf: Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen und Balance. „Gesunde Ernährung, Bewegung in der Natur und Ausgleich durch innere Balance sowie Entspannungsübungen für Körper und Geist sind wichtiger denn je. Durch die Corona-Pandemie sind viele Menschen an ihre Belastungsgrenzen gestoßen. So ist es wichtig, die Ressourcen wieder zu stärken und Körper, Geist und Seele dadurch wieder in Einklang zu bringen“, erklärte die Gesundheitsmanagerin der Stadt Bad Berleburg, Marion Nölling, zur Einführung in die Veranstaltung.

Die Region bietet letztlich alles

Friedhelm Höse sprach in seinem Vortrag über die Ernährung und ging dabei überwiegend auf die drei wichtigen Hauptmahlzeiten ein. „Wir haben hier das Glück, dass wir sagen können: Die Region bietet letztlich alles“, so der Lehrkoch. Die Ernährung fängt laut Friedhelm Höse im Kopf an, dann folge der Einkauf, die Zubereitung und der Verzehr. „Es wird Stunden lang gekocht, aber innerhalb von zwei Minuten gegessen.“ Für den Ernährungsberater ist die Schnelligkeit und Hektik, die damit einhergehe, einfach nur „traurig“. Um die Nahrung, die man zu sich nehme, sollte man sich „auch wirklich Gedanken machen“. Schnelligkeit und Hektik fingen schon beim Frühstück an. „Fragen sie den Bäcker“, betonte Friedhelm Höse, der davon erzählte, dass ganz viele Diabetiker auf „gesunde Klischees“ wie z. B. Schwarzbrot zurückgreifen würden.

Doch das sei „falsch“, da dann der Blutzuckerspiegel in kurzer Zeit rasant ansteige. Der Ernährungsberater plädierte dafür, dass die Aufklärung bereits in der Schule beginnen müsse. Um ein gesundes Frühstück herzustellen, brauche es nicht viel Arbeit, aber es müsse „einfach gemacht“ werden. Er stellte auch die Frage: „Was ist besser – Butter oder Margarine?“ Die Butter ist laut Höse genau das, was absolut dem Reinheitsgebot entspreche – sie sollte jedoch nicht „dick“ aufgetragen werden, sondern „ganz dünn“. Von Margarine sollte man hingegen die Finger lassen. Sich die Zeit nehmen, einkaufen zu gehen und zu studieren, was in den einzelnen Nahrungsmitteln enthalten sei – „das wäre wichtig, aber viele sind dafür oft zu gestresst oder in Eile“, wusste der Experte.

Ein Löffel Honig am Tag

Auch um Honig ging es beim Vortrag: „Honig ist Zucker, aber er enthält auch sehr viele Enzyme“, erklärte Friedhelm Höse, der empfahl, jeden Tag einen Löffel Honig – für Diabetiker ein Löffel pro Woche – zu sich zu nehmen. Der Honig sollte aber, sofern möglich, von einem Imker aus der Umgebung stammen. Ein Ei pro Tag sei ebenfalls gesund. „Das Eigelb hat Lecithin. Das ist das, was wir brauchen.“ „Ebenso ist es mit der Milch. Holen sie sich die Milch direkt von den Bauern oder aus den Märkten, aber lassen Sie die Hände von H-Milch. Die ist ultrahocherhitzt und homogenisiert.“

In seinem Vortrag lobte der Schwarzenauer die Wasserversorgung in der heimischen Region. „Ein gesunder Mensch sollte pro Tag mindestens zwei bis zweieinhalb Liter Wasser trinken. Wir haben hier so ein gutes Wasser, das von der Obernau-Talsperre kommt. Es ist qualitativ einfach klasse.“ Für das Mittagessen seien Kartoffeln die richtige Wahl. „Man kann so viele Dinge mit dieser Kartoffel machen, das ist unvorstellbar“, betonte der Ernährungsberater. Gleiches gelte aber auch für Reis und Nudeln. Zum Schluss erklärte Höse noch, worauf es beim Abendessen ankomme. Warm oder kalt sei dabei „vollkommen egal“.

Die Mahlzeit am Abend müsse auch „nicht mehr oder weniger“ Kalorien haben als die anderen Mahlzeiten. Egal ob Geschnetzeltes mit Salat und Kartoffeln oder nur eine Scheibe Brot mit Aufschnitt, das sei „individuell“ wählbar: „Man sollte einfach auf seinen Körper hören. Der eine kann mehr essen und der andere weniger. Der eine muss mehr Sport machen und der andere fast gar nicht. Ein jeder Körper ist individuell“, verdeutlichte Höse.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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