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1000-Dächer-Programm
Förderung für fast 60 Photovoltaik-Anlagen in Wittgenstein

Die Installation von Photovoltaik-Anlagen wird auch in Wittgenstein immer beliebter: Nicht die Einspeisevergütung macht das Ganze attraktiv und wirtschaftlich, sondern ein möglichst hoher Eigenverbrauch des Sonnenstroms.
  • Die Installation von Photovoltaik-Anlagen wird auch in Wittgenstein immer beliebter: Nicht die Einspeisevergütung macht das Ganze attraktiv und wirtschaftlich, sondern ein möglichst hoher Eigenverbrauch des Sonnenstroms.
  • Foto: Björn Weyand
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bw Wittgenstein. Der Förderung von Photovoltaik-Anlagen hatte sich der Kreis Siegen-Wittgenstein mit dem 1000-Dächer-Programm vor zwei Jahren angenommen. Das war zunächst auf 100 000 Euro beschränkt, wurde aber aufgrund der hohen Nachfrage relativ zügig auf 250 000 Euro im Jahr aufgestockt. Für die Gewinnung von Strom aus Sonnenlicht gibt es im Kreisgebiet große Potenziale.

Im „Strategiekreis Erneuerbare Energien“ des Kreises hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen im Mai 2019 erläutert, dass zum 31. Dezember 2018 knapp 3300 Photovoltaik-Anlagen mit 44 Megawatt (MW) Leistung im Kreisgebiet installiert waren. Die Potenziale werden nach den aktuellsten Studien – aus 2018 für Dachflächen und aus 2013 für Freiflächen – hingegen auf 1068 bzw.

bw Wittgenstein. Der Förderung von Photovoltaik-Anlagen hatte sich der Kreis Siegen-Wittgenstein mit dem 1000-Dächer-Programm vor zwei Jahren angenommen. Das war zunächst auf 100 000 Euro beschränkt, wurde aber aufgrund der hohen Nachfrage relativ zügig auf 250 000 Euro im Jahr aufgestockt. Für die Gewinnung von Strom aus Sonnenlicht gibt es im Kreisgebiet große Potenziale.

Im „Strategiekreis Erneuerbare Energien“ des Kreises hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen im Mai 2019 erläutert, dass zum 31. Dezember 2018 knapp 3300 Photovoltaik-Anlagen mit 44 Megawatt (MW) Leistung im Kreisgebiet installiert waren. Die Potenziale werden nach den aktuellsten Studien – aus 2018 für Dachflächen und aus 2013 für Freiflächen – hingegen auf 1068 bzw. 584 Megawatt geschätzt. Mit dem 1000-Dächer-Programm wollte der Kreis Impulse für eine stärkere Nutzung von Photovoltaik geben. Und was ist draus geworden?

Gleiche Fördersumme für 2021

Das Förderprogramm hat eine enorme Anziehungskraft entfaltet, daher stand die Fortsetzung außer Frage. Auch für 2021 stehen wieder 250 000 Euro zur Verfügung und auch für die kommenden zwei Jahre ist die gleiche Summe in Aussicht. Die wesentliche Fördervoraussetzung: Die Anlage hat eine Leistung von mindestens 4 kWp und umfasst eine Batteriespeicherung. Gefördert werden nur Vorhaben, mit denen erst nach Erhalt eines vorläufigen Zuwendungsbescheides begonnen wird.

Im vergangenen Jahr hat die Kreisverwaltung exakt 250 Bewilligungsbescheide erteilt. Das Programm wurde vorwiegend von Privathaushalten (242) genutzt, sieben Anträge seien von Unternehmen und ein Antrag von einem Verein gestellt worden. Von den 250 Bewilligungsbescheiden entfielen im vergangenen Jahr 28 auf Bad Berleburg, 17 auf Bad Laasphe und 13 auf Erndtebrück.

Wartezeiten müssen einkalkuliert werden

Damit liegen die drei Gemeinden in einem kreisweiten Vergleich der Städte über dem Durchschnitt. In Hilchenbach wurden nur sieben Anträge bewilligt, in Kreuztal waren es lediglich zwölf. An der Spitze lagen Siegen mit 54 und Netphen mit 45. Die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen ist groß, der Nachschub an Material ist aber in Corona-Zeiten nicht immer gewährleistet, wie die SZ erfuhr. Soll heißen: Wer aktuell nicht frühzeitig plant und den Auftrag erteilt, muss mitunter schon lange Wartezeiten einkalkulieren.

Kreis-Dezernent Arno Wied untermauerte dieser Tage, das gesamte Thema des Klimawandels weiter zu begleiten, die gesellschaftliche Reaktion zu beobachten und die Entwicklung anderer staatlicher Förderprogramme sowie die Attraktivität des eigenen Programms zu betrachten. Insofern sei das Antragsverhalten abzuwarten, um dann weitere Mittel für 2022 wieder zur Verfügung zu stellen. Eine Warteliste belegt aber die starke Nachfrage.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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