Förderverein hat sich aufgelöst

Unterstützung des Kreiskrankenhauses Wittgenstein im Umfeld / 40000 e für Notarztwagen?

howe Bad Berleburg. 19 Ja, vier Nein, vier Enthaltungen: Die Freunde und Förderer des Kreiskrankenhauses Wittgenstein haben sich am Donnerstagabend in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung aufgelöst. Wie die Siegener Zeitung berichtete, hatte das Finanzamt Siegen in enger Auslegung der gesetzlichen Vorschriften darauf beharrt, dass der Verein in Zukunft weitreichende Bedingungen einhält. Neben der Änderung des Vereinsnamens sollten die Förderer die Satzung soweit ändern, dass der Vereinszweck keine unmittelbare materielle Unterstützung des Kreiskrankenhauses in Bad Berleburg mehr beinhaltet.

Der Grund: Die Trägerschaft liegt in den Händen der Wittgensteiner Kliniken Aktiengesellschaft, also einem gewerblichen Betrieb ohne öffentlich rechtlichen Charakter. Das Problem des Fördervereins: Zwar wird ihm seitens der Finazbehörde zugestanden, im Rahmen der Förderung von Maßnahmen der öffentlichen Gesundheitspflege auch Aufgaben zu erfüllen, die der Ausgestaltung des Patientenumfeldes dienen, jedoch müsste der Förderverein alle Ausgaben stets mit dem Finanzamt abstimmen, um sich der Anerkennungsfähigkeit als gemeinnützig zu vergewissern. Vorsitzender Hans-Gerhard Tuschhoff führte den Mitgliedern nochmals die ganze Palette dessen vor Augen, was die Förderer bislang geleistet hatten: Krankenzimmer mit Fernseher ausgestattet, Gartenhäuschen als überdachter Sitzplatz installiert, Kinderspielecken eingerichtet, Überraschungen der Patienten am Nikolaustag ermöglicht, eine Videokamera an der Caféteria installiert und nicht zuletzt zahlreiche Ausstellungen heimischer Künstler eröffnet. Der Vorstand, teilte Tuschhoff noch vor der Diskussion und der anschließenden Abstimmung mit, habe seine Planungen noch nicht vollends verwirklicht. Der Umbau des Erdgeschosses für eine zentrale Kinderspieleinrichtung sei zurück gestellt. 2300 e stünden für eine Realisierung im Treppenhaus bereit.

Und bevor die Mitglieder in die Diskussion einstiegen, erklärte der Vorsitzende, wolle er von einem umfangreichen Projekt berichten. Der Vorstand überlege die Bezuschussung eines Spezialkraftwagens. Sprich: Ein Notarztwagen für die Region Wittgenstein, in Trägerschaft des DRK mit Standort Bad Laasphe, solle für 40000 e angeschafft werden. Dr. Stephan Kolbe führte aus, das Deutsche Rote Kreuz sei vor sechs Monaten an ihn heran getreten. Seines Erachtens würde der Förderverein das Geld einem vernünftigen Zweck zuführen, und mit dem Finanzamt gebe es keine Probleme. Bei der Diskussion um die Auflösung des Vereins suchten die Mitglieder sogleich nach Wegen, einen neuen Verein zu gründen. Dazu Friedhelm Fuhrmann: »Nennen wir ihn einfach Freundeskreis des Kreiskrankenhauses Wittgenstein, statt Förderer.« Jürgen Elschenbroich schlug vor, vom Krankenhaus zum Umfeld des Krankenhauses überzugehen und unterstützend tätig zu sein – Vorschläge, die der möglichen Finanzierung eines Notarztwagens entgegen kamen.

Helga Pöppel berücksichtigte diejenigen, die seinerzeit aus dem »Wir-Gefühl für das Wittgensteiner Krankenhaus« gespendet hätten. Jetzt das Geld etwa einem Altenheim zu geben, würde den Zweck entfremden. Auch sie spreche sich für die Auflösung aus, um im Umfeld des Krankenhauses etwas Neues zu schaffen. Auflösungs- und Neugründungsprozess werden sich jetzt in die Länge ziehen. Wie Hans-Gerhard Tuschhoff erläuterte, müssten laut Satzung zwei Drittel der Mitglieder, rund 180 Leute, Anfang Juli bei der Auflösungs-Versammlung anwensend sein. Sei dies nicht der Fall, werde im Okotber eine weitere Mitgliederversammlung einberufen. Hierzu sei dann keine bestimmte Mitgliederzahl mehr erforderlich.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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