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Projekttage am Johannes-Althusius-Gymnasium
Forschergeist und Freimut

„Jazz und Modern Dance“ – das kam bei diesen Kursteilnehmerinnen so gut an, dass am Ende des Tages mit viel Spaß und Ehrgeiz eine tolle Choreographie zu Stande kam.
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  • „Jazz und Modern Dance“ – das kam bei diesen Kursteilnehmerinnen so gut an, dass am Ende des Tages mit viel Spaß und Ehrgeiz eine tolle Choreographie zu Stande kam.
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sabe Bad Berleburg. „Das hat richtig Spaß gemacht“, resümierte Sportlehrerin Regine Asbrock, nachdem zwölf Schülerinnen aus der fünften und sechsten Klasse (nach nur einem Tag der Übung) dem internen Publikum eine ausgefeilte Choreographie zu präsentieren wussten.
Krönender AbschlussJa, das hat richtig Spaß gemacht. Und zwar Lehrern und Schülern gleichermaßen – während des gestrigen Projekttages des Bad Berleburger Johannes-Althusius Gymnasiums (JAG), der im Verbund mit einer ganzen Projektwoche stand und quasi als krönender Abschluss daherkam, konnte man sie überall spüren, die besondere Atmosphäre, die ansonsten hinter langen Matheformeln und komplizierten Textanalysen das ein oder andere Mal zu verschwinden droht: Forschergeist, Tatendrang, Freimut.

sabe Bad Berleburg. „Das hat richtig Spaß gemacht“, resümierte Sportlehrerin Regine Asbrock, nachdem zwölf Schülerinnen aus der fünften und sechsten Klasse (nach nur einem Tag der Übung) dem internen Publikum eine ausgefeilte Choreographie zu präsentieren wussten.

Krönender Abschluss

Ja, das hat richtig Spaß gemacht. Und zwar Lehrern und Schülern gleichermaßen – während des gestrigen Projekttages des Bad Berleburger Johannes-Althusius Gymnasiums (JAG), der im Verbund mit einer ganzen Projektwoche stand und quasi als krönender Abschluss daherkam, konnte man sie überall spüren, die besondere Atmosphäre, die ansonsten hinter langen Matheformeln und komplizierten Textanalysen das ein oder andere Mal zu verschwinden droht: Forschergeist, Tatendrang, Freimut. „Wir wollen mit der Projektwoche ganz verschiedene Zugänge bedienen“, so Schulleiter Clemens Binder. Und dabei werden mit den Projekttagen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: „Alles, was im ’normalen’ Schulalltag stört, packen wir hier rein.“ Im Umkehrschluss berühre diese anders gestaltete Zeit dann Dinge, „die am Gymnasium sonst ein bisschen zu kurz kommen“. Körper, Handwerk, Kunst, Wissenschaft – das seien Themenfelder, mit denen man sich während dieser Zeit beschäftigen wolle und das – es war unschwer zu erkennen – wurde von den Schülerinnen und Schülern sichtlich genossen, wahrgenommen und nicht zuletzt gewertschätzt.

Zeit für Außerschulisches

So ist die ganze Jahrgangsstufe der siebener Klassen derzeit mit fünf Sportlehrern auf einer Skifahrt, die achter und neuner Klassen absolvierten Berufserkundungstage, die Q1 darf im Rahmen des Universitätspraktikums die Hochschulen in Siegen und Marburg besuchen, die Schülerinnen und Schüler der Q2, also jene Jahrgänge, denen in nächster Instanz das Abitur bevorsteht, werden aufs „Lernen für’s Abi“ vorbereitet. Der gestrige Freitag bot dann den ganzen Tag Zeit für ein vielfältiges Kursprogramm mit mannigfaltiger Bandbreite. Kursleiter wurden dabei von Lehrern, aber auch von außerschulischen Betreuern gestellt. „Das ist auch eine Möglichkeit, die Lehrer noch einmal anders kennen zu lernen, gleichzeitig öffnen wir uns aber auch bewusst nach außen“, so Schulleiter Clemens Binder. So gehe beispielsweise die Kooperation mit der Bad Berleburg-Erndtebrücker Tafel im vergangenen Jahr, mit dem Workshop „Arbeit der Bad Berleburg-Erndtebrücker Tafel“ mit Hannelore Homrighausen perfekt zusammen.

Ideenreichtum en masse

Ein Blick in die Klassen zeigte: Die Idee kam an. „Man kann viele neue Sachen ausprobieren, das macht eine Menge Spaß“, fand Charlotta Weller. Gemeinsam mit Freundin Pauline Weller hatten sie sich für den Kurs „Die ganze Welt in einem Satz – kreatives Schreiben“ angemeldet und von Märchen- bis Krimigeschichte alles einmal durchprobiert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und zeugte von viel kreativ bedingter Produktivität: „Die Rettung des Prinzen“, eine Sage, die die beiden Fünftklässlerinnen gemeinsam geschrieben hatten, ergoss sich voll Ideenreichtum auf drei Seiten quietschgelben Papiers und konnte mit Schneewittchen und Aschenputtel allemal mithalten.

Viel Raum für Eigenes

Noch mehr Kunst mit ganz viel Raum für Eigenes gab es bei Kunstlehrer Michael Bartsch im Projektkurs „Collage. Kunst schneiden.“ Selbst leidenschaftlicher Verfechter dieser Technik der bildenden Kunst, hatte Michael Bartsch es den Schülern ganz offen gelassen, wie sie was gestalten wollten. „Reinzeichnen, ausschneiden, bekleben, alles ist möglich.“ Die Ergebnisse schrien dabei nach Individualität und Spaß – Haute Couture Kleidung, Werbeslogans und der Kopf der Bundeskanzlerin auf einer engen Blue-Jeans: „Das ist das reinste Entdeckertum. Manchmal fällt etwas hin – und sieht gut aus. Da entsteht etwas, einfach so.“

Die volle Bandbreite

Auch im Kursraum von Juliane Berger entstand etwas, nämlich eine ganz besondere Stimmung: Ruhe, Entspannung, Besinnung und Zusammenhalt konnten die Schüler bei der „Kindermassage“ mit nach Hause nehmen und bei Physiklehrer Thorsten Mankel im nächsten Raum eine ordentliche Portion Wissen. Beschäftigt hatte sich die Jungs- und Mädelstruppe mit künstlicher Intelligenz. Im Rahmen eines Brettspiels wurden Vor- und Nachteile des digitalen Zeitalters selbständig erarbeitet, ein Rüstzeug, von dem die Achtklässler womöglich auch nach der Schule noch viel profitieren können. „Wer bewertet mich wie?“ – sei beispielsweise eine Fragestellung gewesen, die im Zuge immer weiter fortschreitender digitalisierter Bewerbungsverfahren gestellt worden sei. Ethik, Technik und Physik in Anwendung und greifbar – ein praxisorientiertes Konzept, das sich durch das gesamte Kursangebot zog und das auch in diesem Jahr – um es mit den Worten von Clemens Binder zu sagen – „ganz viel Freude bereitet hat“.

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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