Friedrich Kiel trifft Johannes Althusius

In Diedenshausen wurde eine Ausstellung über zwei berühmte Wittgensteiner eröffnet

MW Diedenshausen. »Kiel trifft Althusius«, so lautet der Titel der Ausstellung, die am Samstag im Heimathaus Diedenshausen eröffnet wurde und dort in den nächsten Wochen zu besichtigen ist. In Diedenshausen gibt es – einmal abgesehen von der dauerhaften Ausstellung über Johannes Althusius nun auch viel Wissenswertes über den Wittgensteiner Komponisten Friedrich Kiel zu erfahren.

Kiel wurde im Jahr 1821 in Puderbach geboren und ist, wie Johannes Althusius, eine der berühmtesten Persönlichkeiten aus dem Wittgensteiner Raum. Nach seinem Tod im Jahr 1885 wurde er auf dem alten Zwölf-Apostel-Friedhof in Berlin-Schöneberg beerdigt. Zu seinem 100. Todestag jedoch wurde sein Grab nach Puderbach umgebettet. Auf dem Friedhof in Berlin soll ihm zu Ehren in den kommenden Jahren ein Bronze-Relief angebracht werden.

»Wir haben hier zwei weltberühmte Persönlichkeiten, die aus Wittgenstein kommen – Kiel mit seiner Musik und Althusius mit seiner Philosopie«, mit diesen Worten hatte Peter Pfeil dem Kollegen Klaus Homrighausen von seiner Idee einer Ausstellung berichtet. Aber nicht nur der Denkansatz kam von Peter Pfeil, dem Geschäftsführer der Friedrich Kiel Gesellschaft, sondern auch die Ausstellungsstücke. Die Exponate stammen aus seinem Privatbesitz, berichtete Klaus Homrighausen am Samstag im Heimathaus. Ausgestellt sind unter anderem Collagen, auf denen Bilder von Kiel selbst und seinen Schülern angebracht sind, sowie Pressefotos, Zeitungsausschnitte und Plakate, aber auch CD's und dokumentierte Werke von Friedrich Kiel können besichtigt werden. Auch Aussagen von einigen Schülern des berühmten Komponisten kann man dort nachlesen.

So sagte zum Beispiel der irische Schüler Kiels, Charles V. Stanford: »Ich lernte mehr von ihm in drei Monaten, als von anderen in drei Jahren.« Nicht nur über Friedrich Kiel können sich die Besucher des Heimathauses informieren, auch die Friedrich Kiel Gesellschaft wird ausführlich thematisiert. Der Verein wurde von zehn Mitgliedern im Jahr 1979 in Bad Laasphe gegründet. Mittlerweile zählt die Gemeinschaft immerhin 160 Mitglieder. Die Friedrich Kiel Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an den Komponisten im In- und Ausland zu pflegen, seine Werke zu archivieren und neu zu veröffentlichen sowie die Publikation über Leben und Werke von Kiel zu fördern. Im Jahr 2004 wurden zum 25-jährigen Bestehen der Gesellschaft fünf Konzerte in den wichtigsten Kiel-Orten Puderbach, Bad Laasphe, Bad Berleburg, Elsoff und Schwarzenau organisiert.

Außerdem berichtete Klaus Homrighausen, dass der Heimatverein Diedenshausen und die Friedrich Kiel Gesellschaft in engem Kontakt stünden und sich ständig austauschten. So sei die Wahl des Ausstellungsortes dann letztlich auf Diedenshausen gefallen. »Beide, Johannes Althusius und Friedrich Kiel, sind Wittgensteiner und wir sollten stolz darauf sein«, sagte Peter Pfeil abschließend, bevor er und Klaus Homrighausen eine kleine Rundführung begannen und zu den verschieden Bildern und Texten spannende Erläuterungen lieferten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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