Frisiertes Mokick gekauft - von der Polizei erwischt

jg Bad Berleburg. Kurz nach seinem 18. Geburtstag war im vergangenen Sommer ein Berleburger von der Polizei mit einem frisierten Mokick erwischt worden, gestern musste er sich deshalb im örtlichen Amtsgericht wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Er hatte zwar den Führerschein für die M-Klasse, gebraucht hätte er jedoch nach den Umbaumaßnahmen am Zweirad eine Fahrerlaubnis der Klasse A1.

Aufmerksam war die Polizei auf den jungen Mann geworden, weil einer seiner Nachbarn die Polizei über den 18-Jährigen und sein lautes Mokick informiert hatte.

Das sei jedoch nur deshalb laut gewesen, so der Angeklagte gestern, weil er zunächst mal mit dem neugekauften Zweirad vom rechten Weg abgekommen war: „Ich hab mich geschmissen, dabei ist die Auspuffanlage abgefallen.“ Provisorisch habe er die Sache wieder zusammengefriemelt, wahrscheinlich nicht richtig, weil das Fahrzeug wirklich lauter als sonst gewesen sei.

Als die Polizei das gute Stück genauer unter die Lupe nahm, sah sie nicht nur, dass der Luftfilter fehlte, sondern auch dass das Ritzel statt der vorgesehenen und erlaubten 13 sogar 15 Zähne – für eine höhere Endgeschwindigkeit – hatte. Den Luftfilter habe er wohl beim vorhergehenden Unfall verloren, aber das mit der falschen Ritzel-Zahn-Zahl hatte tatsächlich mit Frisieren zu tun. Allerdings hatte der Angeklagte erst acht Tage vorher das Zweirad gekauft und zwar schon im unrechtmäßigen Zustand, ohne dass er das gewusst habe. Deshalb habe er nach dem Vorfall dem Vorbesitzer das Mokick zurück gegeben und sein Geld wieder erhalten.

Auch der Bericht von Jens-Uwe Joppich von der Jugendgerichtshilfe über den Angeklagten war so positiv, dass sich sowohl Oberamtsanwältin Judith Hippenstiel als auch Richter Torsten Hoffmann sofort für eine Verfahrens-Einstellung erwärmen konnten. Aber ein „kleiner Denkzettel“ sei vielleicht nicht schlecht, so Richter Torsten Hoffmann: Wenn der Angeklagte 100 Euro gezahlt hat, wird das Verfahren gegen ihn eingestellt.Er verstehe doch, dass die Sache mit dem frisierten Mokick - auch wenn er das nicht gewusst habe – ein Fehler gewesen sei, fragte Torsten Hoffman nochmal nach: „Das sehe ich auf jeden Fall ein“, so der Angeklagte.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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