Fröhlich funkelnde Kinderaugen

Arfelder Weihnachtsmarkt verdiente am Wochenende wieder seinen Namen

wette Arfeld. Was sich auch immer der scheinbar ungnädige Wettergott bei seiner Wahl dachte, so ein paar weiße Flöckchen hätten mit Sicherheit alle der zahlreich erschienenen Besucher gerne um ihr Haupt fliegen sehen. Ein Einsehen schien er dann aber doch zu haben, denn zumindest die frostigen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt hatten dann immerhin etwas Winterliches. Dabei wäre diese lausige Kälte doch gar nicht vonnöten gewesen, verstehen es die Arfelder schließlich immer und immer wieder, durch einen herrlichen Weihnachtsmarkt auf das anstehende Fest einzustimmen. Denn es waren nicht nur die unterschiedlichen heissen Getränke, vorrangig natürlich der Glühwein, deren süßlicher Duft um die Nasen der Besucher zog und dadurch die Herzen der Besucher erwärmte.

Der Arfelder Weihnachtsmarkt besitzt im Gegensatz zu vielen anderen heimischen und wohl auch überregionalen Veranstaltungen einfach das Privileg, in einer passenden Umgebung ausgerichtet werden zu können. Auf einer Strecke von rund 800 Metern reihten sich auch am vergangenen Wochenende wieder insgesamt 38 Stände an der Arfetalstraße aneinander, darüber hinaus wurden auch Garagen und Kellergebäude freiwillig zur Verfügung gestellt, in denen dann Weihnachtliches angeboten wurde. Ob Glühwein, Kinderpunsch, hausgemachte Delikatessen wie der gegrillte Schinken, Champions, Bratkartoffeln oder aber die in Eigenproduktion hergestellten Lebkuchenhäuser der Dorfjugend: Der Arfelder Weihnachtsmarkt darf zurecht als ein solcher bezeichnet werden, da auf ihm nur ganz wenige Industriegüter zum Verkauf angeboten werden.

»Darauf lag und liegt auch in Zukunft unser Hauptaugenmerk, denn wir wollen keine Socken, Hemden oder Ähnliches aus großen Kaufhäusern zum Erwerb bieten. Das ist nicht der Sinn eines Weihnachtsmarktes«, sagte Rudolf Leukel, Vorsitzende des örtlichen Männergesangvereins Concordia, der nun zum zweiten Male den seit 19 Jahren stattfindenden Markt organisierte. Den Reiz des Marktes, so Rudolf Leukel weiter, mache seines Erachtens auch die Tatsache aus, dass im Gegensatz zu den vielen Christkindlmärkten in den Großstädten die hervorragend funktionierende Gemeinschaft unter den zehn Arfelder Vereinen jederzeit spürbar sei. »Jeder unserer zehn Vereine richtet reihum zweimal hintereinander den Markt aus«, so Rudolf Leukel. Und das untereinander keine Missgunst aufkomme, dafür trage ein gerechtes System Sorge: »Der Erlös des Marktes wird geteilt.

Zum einen spenden wir für einen gemeinnützigen Zweck, der allerdings innerhalb der Ortschaft seine Verwendung findet, zum anderen wird die andere Hälfte des Geldes unter den einzelnen Zusammenschlüssen gerecht aufgeteilt.« Aber auch die einzelnen Dekorationen suchen im Vergleich zu vielen anderen Märkten ihresgleichen. Ob nun der festliche Schmuck an Verkaufsständen oder die insgesamt 250 aufgestellten und geschmückten Fichten, wovon der Dotzlarer Uwe Kuhr insgesamt 100 kostenlos zur Verfügung stellte – für jeden war es ein wirklich besonderes Erlebnis, diesen Markt beschritten zu haben. Dementsprechend fiel auch die Meinung der Besucher aus. Während sich der eine über den gewissen weihnachtlichen Flair durch die kleinen, gemütlichen Buden erfreut zeigte, war an anderer Stelle vom idealen Standort im Ortskern mit seinen Fachwerkhäusern zu hören. Hauptattraktion war auch in diesem Jahr wieder die lebende Krippe, in der sich zwei Esel, einige Schafe, ein Hirte sowie Maria und Josef mit ihrem Jesuskind den Interessierten präsentierten.

Diese Darbietung fand unter den Kleinen ebenso Anklang wie die Kindereisenbahn, die erstmals während des Weihnachtsmarktes in Arfeld ihre Runden drehte. Und als der Nikolaus höchst persönlich in den frühen Abendstunden die Kinder mit 350 Stutenmännern belohnte, war das Familienglück endgültig perfekt. Als Dank, so Rudolf Leukel abschließend, habe er zu jeder Stunde des Tages in fröhlich funkelnde Kinder- und Erwachsenenaugen blicken dürfen. Zum Gelingen des Marktes trugen auch die private Krippenausstellung oder das Drehorgelspiel von Jürgen Erbau bei.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige
Die Vorländer Mediengruppe hat ihr Stellenanzeigen-Portal 57jobs.de komplett überarbeitet.
3 Bilder

Optimiertes Stellenanzeigen-Portal
Mit 57jobs.de einen neuen Job finden

Neues Design und neue Angebote für Unternehmen, aber bewährte Technik: Die Vorländer Mediengruppe hat ihr Stellenanzeigen-Portal 57jobs.de einem Relaunch unterzogen, der sowohl die Suche nach einem neuen Job als auch die Suche nach neuen Fachkräften noch einfacher gestaltet. Auf dem Portal der Siegener Zeitung und des Wochenanzeigers finden sich unter den ständig 10.000 Jobangeboten aus Siegerland, Wittgenstein sowie den Kreisen Olpe und Altenkirchen auch sämtliche Anzeigen aus den...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen