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„Fridays for Future“ in Bad Berleburg
Für den Klimaschutz: 100 Bürger bei der Kundgebung

Vor dem Bad Berleburger Rathaus folgten am Freitagabend rund 100 Menschen dem Aufruf von Verdi, Grüne, Linke, Linksjugend Solid, der Initiative „Weitergedacht“ sowie der Initiative „Wittgenstein im Wandel“.  Foto: Holger Weber
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  • Vor dem Bad Berleburger Rathaus folgten am Freitagabend rund 100 Menschen dem Aufruf von Verdi, Grüne, Linke, Linksjugend Solid, der Initiative „Weitergedacht“ sowie der Initiative „Wittgenstein im Wandel“. Foto: Holger Weber
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howe Bad Berleburg. „Fridays for Future“ – hat jeder schon im Fernsehen gesehen. Am Freitagabend gab es das zum Weltklimaschutztag live, und zwar überall auf der ganzen Welt. Und in Bad Berleburg. Dort folgten rund 100 Bürger – Kinder, Schüler und Erwachsene – dem Aufruf von Verdi Südwestfalen, Bündnis 90/Die Grünen Bad Berleburg, Linksjugend Solid Bad Berleburg, Die Linke Bad Berleburg, Initiative „Weitergedacht“ Bad Laasphe sowie der Initiative „Wittgenstein im Wandel“. Eine Kundgebung vor dem Rathaus der Stadt: Wäre es nach dem Elsoffer Pfarrer Achim Cierpka gegangen, wäre der Ort der Zusammenkunft ganz woanders gewesen: „Theoretisch müssten wir auf der Straße stehen“, wandte er sich zu den Bürgern. „wir sind noch zu wenige“, fand er.

howe Bad Berleburg. „Fridays for Future“ – hat jeder schon im Fernsehen gesehen. Am Freitagabend gab es das zum Weltklimaschutztag live, und zwar überall auf der ganzen Welt. Und in Bad Berleburg. Dort folgten rund 100 Bürger – Kinder, Schüler und Erwachsene – dem Aufruf von Verdi Südwestfalen, Bündnis 90/Die Grünen Bad Berleburg, Linksjugend Solid Bad Berleburg, Die Linke Bad Berleburg, Initiative „Weitergedacht“ Bad Laasphe sowie der Initiative „Wittgenstein im Wandel“. Eine Kundgebung vor dem Rathaus der Stadt: Wäre es nach dem Elsoffer Pfarrer Achim Cierpka gegangen, wäre der Ort der Zusammenkunft ganz woanders gewesen: „Theoretisch müssten wir auf der Straße stehen“, wandte er sich zu den Bürgern. „wir sind noch zu wenige“, fand er. Zur „Demonstration“ kamen nicht nur Aktivisten, politische Motivierte und Gruppierungen, sondern Familien mit Kindern, teils mit Kinderwagen oder die Lütten auf den Schultern von Papa und Mama sitzend. Selbstbewusst reckten Zehn- und Zwölfjährige Plakate in die Höhe, hielten ganz junge Leute die mitunter selbst gemalten Fahnen. „Stoppt den Klimawandel. Nicht nur freitags“ – stand dort geschrieben. „Solidarität statt schlechtes Klima“ – konnte man lesen, ebenso die Aufforderung an die Politik: „Macht ihr eure Hausaufgaben, dann machen wir unsere.“

Der Bad Berleburger Ethnologe Dr. Felix Riedel sprach von einem zu erwartenden Temperaturanstieg von 2,6 bis 4,8 Grad Celsius bis 2100. Neuere Extremrechnungen von Pariser Klimaforschern kämen auf rund sieben Grad. „Der Klimawandel trifft Wittgenstein heute und er wird Wittgenstein weiter und härter treffen“, formulierte er und machte das unter anderem am Trockenstress der heimischen Baumarten fest. Ein Grad genüge bereits, um „heftige Rückgänge der Artenvielfalt in tropischen Regenwäldern zu erzeugen“ – selbst dort, wo sonst keine menschlichen Einflüsse messbar seien. Ein Grad habe genügt, „um gigantische sauerstoffreiche Zonen im Pazifik und im indischen Ozean zu erzeugen.“ Bis heute, so Dr. Felix Riedel, habe die Politik nicht einmal einen Weg gefunden, die Erwärmung auf zwei Grad zu beschränken. „Wir demonstrieren hier gegen den Klimaextremismus mit seinen 2-Grad-und-mehr-Zielen“, der sich in Deutschland für den vernünftigen Kompromiss mit der Wirtschaft halte. Unter die Redner mischte sich auch Jannik Büdenbender von der Laaspher Initiative „Weitergedacht“. „Der Mensch beschwört das Ende der Menschheit herauf, wenn er nicht umdenkt“, sagte er. Allerdings: Die Klimakatastrophe könne man nur aufhalten, wenn man miteinander denke. „Wir brauchen globale Lösungen.“

Ingeborg Klotz forderte die Menge zum lautstarken Protest auf und stimmte an: „Wir sind hier, wird sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“ Thematisiert wurde auch der Konsum und der Kapitalismus. „Was bringt dir der Porsche“, fragte Jannik Büdenbender, „wenn die Menschheit ausstirbt, weil es zu warm wird? Und noch eine interessante Frage zum Abschluss: „Wann gab es schon mal einen globalen Streik wie diesen?“

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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