LAG der Leader-Region Wittgenstein
Für die Förderung kleiner Projekte gibt es 31 Anträge

Die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Wittgenstein tagten zum ersten Mal virtuell und sprachen über den aktuellen Stand der Projekte. Foto: LAG
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sz Wittgenstein. Die Erfahrungen und Notwendigkeiten der vergangenen Monate haben es gezeigt: Eine Mitgliederversammlung ohne eine wirkliche Zusammenkunft ist im Internetzeitalter technisch durchaus möglich. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ging auch der Verein Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Wittgenstein jetzt online, um den Termin wie geplant stattfinden zu lassen. „Eine Mitgliederversammlung im virtuellen Raum ist zwar ungewohnt, aber gut machbar“, lautete das Resümee des Vorsitzenden Holger Saßmannshausen.

Im Mittelpunkt stand der Jahresbericht. Jens Steinhoff vom Regionalmanagement zog Bilanz: In der laufenden Förderperiode 2014 bis 2020 wurden 45 Projekte durch die LAG beschlossen; 23 sind bereits in der Umsetzung bzw. abgeschlossen, 15 weitere sind in Antragsbearbeitung. Mit Blick auf die Zeitschiene bedeutet das: Bis spätestens Ende 2021 müssen die Projekte bewilligt sein und bis Sommer 2023 umgesetzt werden. „Fördermittel, die bis dahin nicht in bewilligten Anträgen gebunden sind, stehen der Region nicht mehr zur Verfügung“, sagte der Regionalmanager.

Umso erfreulicher liest sich der aktuelle Projektstatus, der nur ein Prozent ungebundene Mittel aufweist. „Das wäre also fast eine Punktlandung“, führte Jens Steinhoff aus. Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war eine Satzungsänderung, die künftig auch die Förderung von Kleinprojekten in der LAG-Region Wittgenstein einschließt. Durch dieses Förderinstrument stehen der Region in diesem Jahr Gesamtmittel in Höhe von 180.000 Euro zusätzlich zur Verfügung. Der öffentliche Aufruf für die Bewerbung erfolgte Ende April, Stichtag für die Bewerbung war der 2. Juni. Denn die Auswahl und Konzeption der zu fördernden Kleinprojekte sollte schnellstmöglich erfolgen, da die Maßnahmen bis spätestens Ende November umgesetzt und abgerechnet sein müssen.

Attraktiv ist dieses Programm vor allem durch die Zuschüsse in Höhe von 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Das haben viele Vereine und Institutionen in Wittgenstein erkannt. Dementsprechend lang ist die Liste der Bewerbungen: 31 Projektideen mit einem Gesamtvolumen von 435.000 Euro liegen vor. „Das ist wirklich überwältigend“, meinte Holger Saßmannshausen. Allerdings folgt nun auch erstmal die Qual der Wahl: Im nächsten Schritt muss nämlich anhand von qualitativen Bewertungskriterien, die auch im Leader-Prozess angewandt werden, eine Projektauswahl getroffen werden, bevor Ende Juni der Antrag bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt werden kann.

Außerdem gab es in der virtuellen Versammlung noch Personalien: Neu im Vorstand sind Gabriele Rahrbach-Reinhold als stellvertretendes Mitglied für das Evangelische Johanneswerk/Klinik Wittgenstein sowie Marvin Feldmann und Günter Padt als Vertreter bzw. Stellvertreter für den Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd. Personelle Wechsel betrafen auch das Regionalmanagement: Im Mai nahm Ines Wünnemann eine neue berufliche Herausforderung in der Region an. Carolin Lünser befindet sich aktuell in Elternzeit. Ihre Vertretung übernimmt als Dienstleiter die Agentur embe consult, vertreten durch Stefanie August und Andreas Bernshausen

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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