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Neue Besitzer des Gasthauses „Zum Bahnhof“
Garage soll zur Ferienwohnung werden

Kneipe und Ferienwohnung: Ingrid und Anton Kesselaar haben konkrete Pläne für das Arfelder Gasthaus.
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ako Arfeld. Mitten in der Corona-Krise auswandern und eine Gaststätte eröffnen? Für Ingrid und Anton Kesselaar aus Holland scheint das kein Problem zu sein. Dafür ziehen die beiden aus der niederländischen Provinz Zeeland in die Wittgensteiner Berge, genauer gesagt nach Arfeld. Dort übernehmen sie als neue Besitzer des Traditionsgasthauses „Zum Bahnhof“ künftig die Bewirtschaftung von Gästen – ein Kindheitstraum, der in Erfüllung geht.„Wir haben in Arfeld schon viele Menschen kennengelernt und fühlen uns hier sehr willkommen“, sagt Ingrid Kesselaar. Die 53-Jährige und ihr 59 Jahre alter Mann Anton kommen ursprünglich aus einem kleinen Dorf mit rund 400 Einwohnern nahe der niederländischen Stadt Goes. Seit dem 4.

ako Arfeld. Mitten in der Corona-Krise auswandern und eine Gaststätte eröffnen? Für Ingrid und Anton Kesselaar aus Holland scheint das kein Problem zu sein. Dafür ziehen die beiden aus der niederländischen Provinz Zeeland in die Wittgensteiner Berge, genauer gesagt nach Arfeld. Dort übernehmen sie als neue Besitzer des Traditionsgasthauses „Zum Bahnhof“ künftig die Bewirtschaftung von Gästen – ein Kindheitstraum, der in Erfüllung geht.„Wir haben in Arfeld schon viele Menschen kennengelernt und fühlen uns hier sehr willkommen“, sagt Ingrid Kesselaar. Die 53-Jährige und ihr 59 Jahre alter Mann Anton kommen ursprünglich aus einem kleinen Dorf mit rund 400 Einwohnern nahe der niederländischen Stadt Goes. Seit dem 4. August, also fast einen Monat lang, leben die beiden schon in der Privatwohnung, die sich oberhalb der Kneipe an der Arfelder Hauptstraße befindet. Der Rest der Familie ist in Holland geblieben, lediglich ihren Hund haben die beiden mitgenommen, erklärte die neue Inhaberin, die schon seit ihrer Kindheit den Wunsch hatte, in Deutschland oder Österreich zu leben: „Ich liebe die Berge.“

Ferienwohnung für vier Personen

Im Jahr 2019 entschieden sich Ingrid und Anton Kesselaar deshalb dazu, ihre Vorstellungen auch in die Tat umzusetzen: „Im letzten Jahr ist mein Vater gestorben. Er sagte immer: ,Vergesst nicht zu leben.’ Ich dachte mir also, wenn man seinen Traum erfüllen will, dann muss es jetzt sein.“ Als das Paar im Internet nach Immobilien suchte, wurden sie auf dem Portal Ebay-Kleinanzeigen fündig. Der Gasthof im Wittgensteiner Land – „in der Natur“ – hatte es ihnen direkt angetan: „Es gab aber nur Bilder von außen, deshalb haben wir die Verkäuferin angeschrieben“, betonte die 53-Jährige. Nach einem „freundlichen Austausch“ wurde ein Besichtigungstermin vereinbart.So machten sich die Holländer im September vergangenen Jahres von ihrer Heimat aus auf den Weg ins etwa 400 Kilometer entfernte Arfeld. Vor Ort waren beide vom Gasthaus „Zum Bahnhof“ sofort überzeugt: „Wir suchten nach einem Objekt mit Gästezimmern und einer Kneipe. Wir kamen hier rein und haben uns gesagt: ,Das passt’.“
Doch weil im Wohnbereich für die fünf Schlafzimmer derzeit nur ein Badezimmer vorhanden ist – was gemeinschaftlich genutzt werden müsste –, änderte das Paar seine Pläne kurzfristig: „Wenn man diese Zimmer vermieten will, mit nur einem Badezimmer, das könnte problematisch werden. Und alleine ist es auch nicht machbar, bis spät in der Nacht in der Kneipe zu arbeiten und dann am Morgen das Frühstück für Gäste zu machen.“ Deswegen soll die zum Gasthaus gehörende zweistöckige Garage – über 70 Quadratmeter – in eine Ferienwohnung für vier Personen umgebaut werden: „Zwei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, Bad und Küche. Wir haben schon Kontakt mit einer Architektin aufgenommen“, erklärte die 53-Jährige das Vorhaben. Während sich die Kesselaars folglich um die Besucher in der Kneipe kümmern, könnten sich die Gäste in der Ferienwohnung rund um die Uhr selbst versorgen.

Am Namen festhalten

Die Kneipe soll derweil so bleiben, wie die Arfelder sie kennen. Am Namen „Zum Bahnhof“ wollen die Holländer ebenfalls festhalten: „Der war schon immer so. Das hat einfach Tradition. Das wollen wir nicht ändern.“ Auch die Inneneinrichtung der Kneipe soll weitestgehend erhalten bleiben. Nur eine neue Theke wird eingerichtet – „dort gibt es gutes Bier“, merkte Anton Kesselaar an. Für die Außenterrasse – wo über 20 Menschen Platz finden – sponsert die Brauerei Bosch neue Möbel.Dass sich das holländische Paar in dem Haus, das zuvor seit vier Generationen von einer Familie geführt wurde, sofort heimisch fühlt, habe mehrere Gründe. „Viele Stammgäste haben uns besucht. Zudem begrüßten uns viele weitere Leute aus Arfeld. Der Ortsvorsteher war schon hier. Unsere Nachbarn haben wir auch kennengelernt“, freute sich Ingrid Kesselaar, die an dieser Stelle auch den „guten“ Kontakt zur vorherigen Besitzerin hervorhob: „Wir sind wie Freunde geworden.“ Aufgrund der Corona-Pandemie wissen die beiden allerdings noch nicht genau, wann sie ihre ersten Gäste empfangen können. Geplant ist im Oktober: „Die Leute geben uns das Gefühl, dass sie auf die Eröffnung warten. Es fehlt etwas und wir wollen ihnen die Kneipe zurückgeben.“

Autor:

Alexander Kollek

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