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Impfstelle in Rekordzeit betriebsbereit
„Gemeinsam schnell gewuppt“

Schlange vor der Impfstelle Wittgenstein: 200 Impfungen sind hier am ersten Tag laut Angaben des DRK durchgeführt worden.
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  • Schlange vor der Impfstelle Wittgenstein: 200 Impfungen sind hier am ersten Tag laut Angaben des DRK durchgeführt worden.
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  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

vc Bad Berleburg. DRK, Ärzte und pharmazeutisches Personal der neuen Corona-Impfstelle für Wittgenstein sind seit Dienstagmittag aktiv dabei, die Menschen zu impfen. Das neue lokale Angebot setzt die Forderung aus dem Frühjahr um, eine zentrale Stelle für Wittgenstein zu schaffen. Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat die ehemalige Salzmannschule auf dem Stöppel ausgewählt, die nun vom DRK betrieben wird.
„Holen Sie sich
ein großes Stück
Lebensqualität zurück,
das im Moment eben
nur Geimpfte oder Genesene
haben können.“
Andreas Müller
LandratAuch Impfwillige aus Hessen und Sauerland„Die Ersten saßen bereits um 12 Uhr im Gebäude. Ich habe ihnen gesagt, dass wir erst um 14 Uhr beginnen – was aber in Kauf genommen wurde“, berichtet Dr.

vc Bad Berleburg. DRK, Ärzte und pharmazeutisches Personal der neuen Corona-Impfstelle für Wittgenstein sind seit Dienstagmittag aktiv dabei, die Menschen zu impfen. Das neue lokale Angebot setzt die Forderung aus dem Frühjahr um, eine zentrale Stelle für Wittgenstein zu schaffen. Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat die ehemalige Salzmannschule auf dem Stöppel ausgewählt, die nun vom DRK betrieben wird.

„Holen Sie sich
ein großes Stück
Lebensqualität zurück,
das im Moment eben
nur Geimpfte oder Genesene
haben können.“
Andreas Müller
Landrat

Auch Impfwillige aus Hessen und Sauerland

„Die Ersten saßen bereits um 12 Uhr im Gebäude. Ich habe ihnen gesagt, dass wir erst um 14 Uhr beginnen – was aber in Kauf genommen wurde“, berichtet Dr. Martin Horchler, Vorstand des DRK-Kreisverbandes. Immer mehr Impfwillige kamen dann zum Bad Berleburger Stöppel und nahmen das Warten in der Wittgensteiner Kälte in Kauf. Der Blick auf die Nummernschilder verriet: Sowohl aus dem gesamten Kreisgebiet als auch aus dem benachbarten Hessen oder Sauerland waren die Menschen gekommen, um sich mit dem Präparat von Biontech impfen zu lassen.

Landrat: Schließung ein schwerer Fehler

Nachdem die Entscheidung für die Salzmannschule feststand, hatten die Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sie in eine Impfstelle verwandelt. „Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken – als Landrat und als DRK-Präsident“, betonte Andreas Müller, der zusammen mit den Wittgensteiner Bürgermeistern die Impfstelle Wittgenstein an ihrem Öffnungstag besuchte. Mit Blick auf das Kreisgebiet meinte der Landrat: „Ich glaube wir haben unglaublich viel geschafft, zumindest hier in Siegen-Wittgenstein.“ Mit der Schließung des Impfzentrums habe man Bilanz gezogen und festgestellt, dass 85 Prozent der Menschen über zwölf Jahren geimpft sind. Die Schließung seitens des Landes bezeichnete Müller als schweren Fehler, mit dem man sechs Wochen verloren habe.
Nun warb der Landrat eindringlich für weitere Corona-Schutzimpfungen: „Dass sie wirkt, dass sie Leben rettet, ist ganz offensichtlich.“ Er lud dazu ein, sich die Erst- und Zweitimpfung oder die Boosterimpfung abzuholen: „Holen Sie sich ein großes Stück Lebensqualität zurück, das im Moment eben nur Geimpfte oder Genesene haben können.“

Impfung Schlüssel für ein besseres Leben

Bürgermeister Bernd Fuhrmann sah im Impfen einen Schlüssel, um in Zukunft besser leben zu können: „Das Virus ist ja nicht weg – es wird bleiben.“ Der Verwaltungschef von Bad Berleburg dankte explizit dem DRK für dessen Einsatz: „Gemeinsam haben wir es schnell gewuppt. Wir hatten ja den Vorteil, dass das letzte Mal, als wir die Impfstelle geplant hatten, das Ganze schon einmal durchgespielt wurde.“ Fuhrmann dankte auch den Hausärzten und der Vamed-Klinik für die Impfangebote.
„Es muss aber auch einmal gesagt werden, dass der Kreis eine tolle Rolle in dieser Zeit spielt.“ Dieses Lob kam vom Erndtebrücker Bürgermeister Henning Gronau. Sein Bad Laaspher Amtskollege sah in der hohen Nachfrage an den Impfstellen das Ergebnis des nun vorherrschenden öffentlichen Drucks. „Hier spielt auch die 3-G-Regelung am Arbeitsplatz eine Rolle. Ich empfehle zudem, die Maske auch weiterhin zu tragen, damit wir durch diese schwierige Zeit kommen.“

Andrang auf Impfstellen im Kreisgebiet

Landrat Andreas Müller konnte von einem Andrang auf die Impfstellen im Kreisgebiet berichten: „Dort, wo wir das Angebot bisher unterbreitet haben, werden wir eher überrannt als dass wir Langeweile hätten.“ Erste Zahlen hatte Dr. Martin Horchler am Ende des Abends. „Wir rechnen damit, dass wir auf 200 Impfungen hier am Standort kommen werden.“
Christine Domnick richtete sich gerade wegen des Andrangs an die Bürgerinnen und Bürger: „Das Anspruchsdenken ist enorm. Es kann nicht sein, dass sich Menschen in Praxen oder in den Impfstellen beschimpfen lassen müssen.“ Bernd Fuhrmann hofft auf ruhige Abläufe im Kreisgebiet: „Denn das ist es, was unsere Region auszeichnet.“
Die Impfstelle befindet sich in der Salzmannschule auf dem Stöppel, Hermann-Böttger-Weg 2 in Bad Berleburg, wo es hinreichend Parkplätze gibt. Die Impfzeiten sind dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wartezeiten müssen, wie bereits die ersten Stunden gezeigt haben, eingeplant werden.

Schlange vor der Impfstelle Wittgenstein: 200 Impfungen sind hier am ersten Tag laut Angaben des DRK durchgeführt worden.
Stehen hinter der Impfstelle Wittgenstein: Dr. Martin Horchler, Bernd Fuhrmann, Dirk Terlinden, Andreas Müller und Henning Gronau.
Autor:

Christian Völkel

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