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Modellprojekt im Sinne der Nachhaltigkeit
Gerätehaus aus Holz für die Feuerwehr Weidenhausen

Bisher hat die Löschgruppe Weidenhausen eine Garage. Die Einheit soll aber noch in diesem Jahr eine neue Fahrzeughalle mit separaten Umkleidekabinen bekommen. Das Besondere: Das Projekt wird in Holzbauweise realisiert.
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  • Bisher hat die Löschgruppe Weidenhausen eine Garage. Die Einheit soll aber noch in diesem Jahr eine neue Fahrzeughalle mit separaten Umkleidekabinen bekommen. Das Besondere: Das Projekt wird in Holzbauweise realisiert.
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bw Weidenhausen. Nachhaltigkeit hat sich die Stadt Bad Berleburg auf die Fahnen geschrieben – und eine verstärkte Nutzung des heimischen Rohstoffs Holz versprochen, zuletzt auch beim Besuch von NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach. Den Worten sollen auch Taten folgen und ein erstes Modellprojekt könnte das Feuerwehrgerätehaus in Weidenhausen werden. Seit geraumer Zeit laufen die Planungen für den Ausbau der Unterkunft der Löschgruppe, die bisher aus nicht mehr als einem Garagenanbau an die alte Schule besteht. Freilich hat die Nutzung von Holz als Baustoff für das Gerätehaus seinen (Auf-)Preis.

Ursprünglich war mal der Anbau einer neuen und größeren Garage vorgesehen – das hätte die Stadt Bad Berleburg lediglich 45.000 Euro gekostet.

bw Weidenhausen. Nachhaltigkeit hat sich die Stadt Bad Berleburg auf die Fahnen geschrieben – und eine verstärkte Nutzung des heimischen Rohstoffs Holz versprochen, zuletzt auch beim Besuch von NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach. Den Worten sollen auch Taten folgen und ein erstes Modellprojekt könnte das Feuerwehrgerätehaus in Weidenhausen werden. Seit geraumer Zeit laufen die Planungen für den Ausbau der Unterkunft der Löschgruppe, die bisher aus nicht mehr als einem Garagenanbau an die alte Schule besteht. Freilich hat die Nutzung von Holz als Baustoff für das Gerätehaus seinen (Auf-)Preis.

Ursprünglich war mal der Anbau einer neuen und größeren Garage vorgesehen – das hätte die Stadt Bad Berleburg lediglich 45.000 Euro gekostet. Rasch zeigte sich allerdings: Das reicht nicht, so hob die Stadt das Gesamtvolumen zunächst auf 100.000 Euro, später auf 173.000 Euro an, weil neben der Garage auch eine bauliche Lösung für einen separaten Umkleideraum erforderlich ist. Dabei ist nach Aussage des Arbeitsmedizinischen Zentrums (AMZ) und der Feuerwehrführung vor allem darauf zu achten, dass eine Trennung vom Betreten der Fahrzeughalle und der Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge realisiert wird. Die Umkleiden müssen von außen erreichbar sein, ohne dass die Feuerwehrleute die Fahrzeughalle selbst betreten müssen.

Eigentlich war der Bau einer neuen Garage in Stahlbauweise und der Umbau der bisherigen Fahrzeughalle in einen Schulungsraum mit Nebenräumen vorgesehen. Im Sinne der Berleburger Nachhaltigkeitsstrategie haben sich die Pläne nun jedoch grundlegend geändert: Die Maßnahme soll in Holzbauweise umgesetzt werden, dieses Vorhaben soll ein modellhaftes Bauprojekt werden. Das lässt sich die Stadt etwas kosten, denn über den bisherigen Haushaltsansatz von 173.000 Euro hinaus ergibt sich ein Mehrbedarf von 40.000 Euro – unterm Strich geht es also um ein Kostenvolumen in Höhe von 213.000 Euro.

Die Stadtverwaltung wirbt vor den Sitzungen von Haupt- und Finanzausschuss (18. Juni) und Stadtrat (22. Juni) für dieses Bauvorhaben. Dadurch solle der regionale Wertschöpfungskreislauf durch Verwendung von heimischem Holz nachhaltig gesteigert werden. Die Baugenehmigung für die Holzbauweise liegt mittlerweile vor, in dem Zuge ergaben sich auch Mehrkosten. So verursacht alleine die Ausführung der Fahrzeughalle in der Holzbauweise bereits Mehrkosten gegenüber einer Stahlhalle in Höhe von 20.000 Euro. Der erforderliche Brandschutz-Anstrich der Holzfassade beläuft sich auf 12.500 Euro. Die Kosten für aufwendigere Statik, für die brandschutztechnische Begleitung und Nebenarbeiten werden auf 7500 Euro geschätzt.

Fördermöglichkeiten für das Bauvorhaben gibt es aktuell freilich nicht. Aufgrund der dringend notwendigen Ersatzbeschaffung des Einsatzfahrzeuges haben die baulichen Maßnahmen am Gerätehaus Weidenhausen aber aus Sicht der Feuerwehrführung eine besondere Dringlichkeit.

Die Feuerwehrführung und die Löschgruppe Weidenhausen wurden über die Vorgehensweise informiert und haben Bereitschaft signalisiert, die Baumaßnahme mit Eigenleistung zu unterstützen. Um das Vorhaben zu finanzieren, werden Finanzmittel verwendet, die für das Gerätehaus in Raumland eingeplant waren. Die Maßnahme wird allerdings in diesem Jahr nicht mehr vollständig zur Umsetzung kommen, erklärt die Stadtverwaltung.

Bisher hat die Löschgruppe Weidenhausen eine Garage. Die Einheit soll aber noch in diesem Jahr eine neue Fahrzeughalle mit separaten Umkleidekabinen bekommen. Das Besondere: Das Projekt wird in Holzbauweise realisiert.
So soll das neue Gerätehaus in Holzbauweise aussehen. Grafik: Stadt
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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