Greifvogel bewacht Tipis

Tasso-Wolzenburg-Spende vervollständigt Erlebnisgarten Dotzlar

sz Dotzlar. Wachsame Augen, markanter Schnabel. Der Neuzugang des AWo-Kindergartens Dotzlar sieht aus, als würde er jeden Moment die Schwingen strecken und sich majestätisch in die Lüfte erheben. Leiterin Ines Ratz zieht der Anblick umso mehr in den Bann, als Tasso Wolzenburg aus Glashütte, die fast filigrane Skulptur mit nichts anderem als dem groben Sägeblatt seiner Motorsäge vor den Augen ihrer 47 Kinder und vieler Gäste beim Sommerfest aus massivem Eichenholz herausarbeitete. Sowohl das zweistündige Treffen als auch sein Ergebnis stiftete er dem Kindergarten. »Es ist mir eine Herzensangelegenheit«, betonte der Zwillings-Vater nochmals, als er sein Kunstwerk – dicht umringt von kleinen Fans – vor den großen Tipis im Garten der Einrichtung offiziell überreichte. Über kleine Zelt-Dorf soll der lebensechte Holzvogel als Wahrzeichen wachen, wenn sich Mädchen und Jungen der Tagesstätten- oder Regelgruppe zu Rollenspielen und anderen vergnüglichen Aktionen in und um die Tipis versammeln. Ganz zur Freude der Kinder, die den Greifvogel neugierig betasten.

Für die Erzieherin ist dieses Geschenk das Tüpfelchen auf dem »i« ihres Natur-Erlebnis-Gartens, den sie gemeinsam mit einem engagierten Team und ebenso hilfreichen Eltern in über zehn Jahren Arbeit und mit vielen Spenden Stück für Stück zum Leben erweckt hat. »Eine Oase für Kinder mit verschiedenen Spiel- und Erlebniszonen«, so erklärt sie ihr kleines Paradies auch Tasso Wolzenburg, der als Mitarbeiter des Forstamtes Hilchenbach bestimmt schon einiges gesehen hat – so einen Garten für Kinder aber noch nicht. Ohne große Worte versteht der Naturliebhaber sofort, welche Entdeckungen beispielsweise an dem kleinen Biotop möglich sind, wo Libellen dicht vor den Augen der Kindergartenkinder manch akrobatischen Looping schlagen. Statt der üblichen Sandlandschaft gibt es auf dem idyllischen Gelände gleich mehrere. In einer erhebt sich ein Piratenschiff, das jungen Entdeckern einen weiten Blick über das Tipidorf hinweg bis zur Matschanlage eröffnet und sicherlich nicht nur zum Klettern sondern auch zu abenteuerlichen Kinderträumereien einlädt. Das ganze Gelände ist hügelig angelegt.

Schon nach wenigen Tagen »auf und ab« über den Sinnespfad mit verschiedenen Tastmaterialien und die Wiesenwege strauchelt aber niemand mehr. »Keine Frage, der kindliche Gleichgewichtssinn wird auf diesem Gelände ordentlich gefordert. Aber das ist auch gut so«, betont Ines Ratz voll Stolz.

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