Stadt versucht Risiken zu minimieren
Härtere Einschnitte denkbar in der Corona-Krise

Die Stadtverwaltung Bad Berleburg (hier zu sehen ist das Rathaus in der Odebornstadt) hat in den vergangenen Tagen mit Hochdruck daran gearbeitet, ihre Leistungen dauerhaft sicherzustellen. Foto: Archiv
  • Die Stadtverwaltung Bad Berleburg (hier zu sehen ist das Rathaus in der Odebornstadt) hat in den vergangenen Tagen mit Hochdruck daran gearbeitet, ihre Leistungen dauerhaft sicherzustellen. Foto: Archiv
  • hochgeladen von Björn Weyand (Redakteur)

sz Bad Berleburg. Die Stadtverwaltung Bad Berleburg hat in den vergangenen Tagen mit Hochdruck daran gearbeitet, ihre Leistungen dauerhaft sicherzustellen. „Wir müssen davon ausgehen, dass sich das Corona-Virus auch bei uns mehr und mehr ausbreitet“, wird Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann in einer Pressemitteilung zitiert. Und weiter: „Deshalb bereiten wir uns bestmöglich vor und stellen unsere Arbeit so um, dass wir Risiken vermeiden und gleichzeitig als Verwaltung handlungsfähig bleiben – auch auf längere Sicht.“ Ein besonderer Fokus liegt auf der kritischen Infrastruktur, unter anderem der Versorgung mit Trinkwasser sowie der Beseitigung von Abwasser.

„Wir haben unsere Mitarbeiter so aufgeteilt, dass sie sich möglichst nicht begegnen und unabhängig voneinander arbeiten können“, erklärte der Betriebsleiter der Stadtwerke, Achim Vorbau, die Regelung. Das gilt für die Kläranlagen, aber auch für den Bereich der Trinkwasserversorgung: Jeweils zwei Wassermeister arbeiten in Bad Berleburg, zwei in Hatzfeld. „An diesem Beispiel wird die gute interkommunale Zusammenarbeit auch über Landesgrenzen hinaus deutlich“, betonte Bernd Fuhrmann. Im Baubetriebshof arbeiten die Mitarbeiter nun in unterschiedlichen Schichten und im Rathaus wurde in den vergangenen Tagen umgezogen. Teilweise arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zu Hause aus – insbesondere, wenn sie zur Risikogruppe gehören. Die räumliche Situation wurde so entzerrt, dass Büros nur noch mit jeweils einer Person besetzt sind. „Trotzdem sind wir für unsere Bürgerinnen und Bürger natürlich weiterhin erreichbar“, erklärte der Rathauschef. „Wer ein dringendes Anliegen hat, kann telefonisch oder per E-Mail einen Termin abstimmen.“

Auch für allgemeine Fragen zur aktuellen Situation oder Anregungen zur Organisation steht die Telefonzentrale des Rathauses unter Tel. (02751) 9230 während der Öffnungszeiten zur Verfügung. Die Verwaltung bittet darum, über diese Telefonnummer oder alternativ per E-Mail oder die sozialen Medien Kontakt aufzunehmen. Die Rufbereitschaften der verschiedenen Bereiche des Rathauses dienen – ebenso wie die Notrufnummern 110 und 112 – nur für Notfälle. „So sehr wir die Unsicherheiten und Fragen nachvollziehen können: Aber sind unsere Rufbereitschaften dadurch blockiert, kommen tatsächliche Notfälle nicht mehr zu uns durch“, erklärte Bernd Fuhrmann.

Mit Blick auf die ein oder andere Versammlung von Gruppen in den vergangenen Tagen appellierte die Stadt noch einmal eindringlich an alle, sich an die Regeln zu halten: soziale Kontakte so gut es geht vermeiden, Abstand halten und auch andere zum Einhalten dieser Regeln animieren. „Sollte das nicht allein durch den gesunden Menschenverstand funktionieren, scheue ich mich nicht, in Abstimmung mit den Ratsfraktionen und dem Stab für außergewöhnliche Ereignisse umgehend klare und härtere Maßnahmen zu veranlassen“, erklärte der Bürgermeister vielsagend.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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