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Was macht eigentlich...?
Hans-Werner Braun im SZ-Interview

Vor 20 Jahren übergab Bürgermeister Hans-Werner Braun (2. v. r.) das damals neue GTLF an die Führungsspitze der Bad Berleburger Feuerwehr. Im Bild: Rainer Schilling, Gerhard Reber und Pfarrerin Claudia Latzel-Binder (v. l.).
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  • Vor 20 Jahren übergab Bürgermeister Hans-Werner Braun (2. v. r.) das damals neue GTLF an die Führungsspitze der Bad Berleburger Feuerwehr. Im Bild: Rainer Schilling, Gerhard Reber und Pfarrerin Claudia Latzel-Binder (v. l.).
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Holger Weber (Redakteur)

howe Bad Berleburg/Koblenz. Die Erinnerungen sind noch da: 52,7 Prozent der Stimmen holte Bad Berleburgs damaliger Bürgermeister Hans-Werner Braun bei der Stichwahl 1999 gegen seinen Kontrahenten Rolf Born. Im September 2004 stellte sich Hans-Werner Braun dann nicht mehr zur Wahl, sein Nachfolger im Rathaus wurde Bernd Fuhrmann, der in jenem Jahr 51,4 Prozent für sich verbuchte.

Bernd Fuhrmann läutete sozusagen eine neue, eine jüngere Ära ein, nachdem Hans-Werner Braun jahrelang die Geschicke seiner Stadt gelenkt hatte. Dabei lag die große Stärke des Beddelhäusers im menschlichen Miteinander. Auf Hans-Werner Braun konnte man sich verlassen, er stand für ehrliche Arbeit zum Wohle seiner Stadt.

howe Bad Berleburg/Koblenz. Die Erinnerungen sind noch da: 52,7 Prozent der Stimmen holte Bad Berleburgs damaliger Bürgermeister Hans-Werner Braun bei der Stichwahl 1999 gegen seinen Kontrahenten Rolf Born. Im September 2004 stellte sich Hans-Werner Braun dann nicht mehr zur Wahl, sein Nachfolger im Rathaus wurde Bernd Fuhrmann, der in jenem Jahr 51,4 Prozent für sich verbuchte.

Bernd Fuhrmann läutete sozusagen eine neue, eine jüngere Ära ein, nachdem Hans-Werner Braun jahrelang die Geschicke seiner Stadt gelenkt hatte. Dabei lag die große Stärke des Beddelhäusers im menschlichen Miteinander. Auf Hans-Werner Braun konnte man sich verlassen, er stand für ehrliche Arbeit zum Wohle seiner Stadt. Dieser Tage machte sich die Siegener Zeitung für ihre kleine Sommerserie auf die Suche und fragte nach dem 73-Jährigen.

Was macht eigentlich…Hans-Werner Braun?

• Klare Antwort, ich kandidiere nicht in Bad Berleburg und mache nur angenehme Dinge. Seit zehn Jahren lebe ich gemeinsam mit meiner Frau Sigrid bei den Kindern und Enkelkindern in Koblenz. Mit den drei Enkeln hier in Koblenz bin ich eingebunden in die Betreuung. Während Corona sogar intensiv.

Sie leben also sozusagen in einer Wohngemeinschaft?

• Ja. Wo Jung und Alt hervorragend zurechtkommen. Die Jungen sind teilweise nur zwei Tage in der Kita gewesen, die größere Enkelin hat zunächst keine Schule gehabt. Und die Eltern sind im ,Homeoffice’ beschäftigt gewesen: die Tochter beim Finanzamt, der Schwiegersohn bei einer Steuerberatungsgesellschaft.

Opa und Oma haben die Lütten dann versorgt...

• Und während wir die Kinder in Obhut nahmen, versorgten uns die jüngeren Leute mit Lebensmitteln.

Welche Hobbies haben Sie? Was macht Hans-Werner Braun in seiner Freizeit?

• Das hätte ich zuhause in Beddelhausen beim Rasenmähen unseres rund 1200 Quadratmeter großen Grundstücks sicher nicht gedacht: Ich habe mich ans Gärtnerische gegeben. Hecke schneiden, die Rosen und die Blumen versorgen – ja, und den Rasen mähen. Das sind die Dinge, die ich im Ruhestand genieße. Und ich habe mich zum Hausmeister hochgearbeitet. Die handwerklichen Sachen, die zu erledigen sind, habe ich mir mit der Zeit angeeignet.

Sie leben zufrieden mit der Natur...

• Ja klar. In meiner Freizeit wandere ich gerne. Zuletzt bin ich mit Sigrid den Rheinsteig von Bonn aus gelaufen. Außerdem bin ich im Männerkreis der evangelischen Kirchengemeinde aktiv. Hier treffen sich rüstige Rentner zweimal im Monat zu Vorträgen und Diskussionen, die ich im Vorfeld organisiere. Dadurch habe ich schon sehr viele Kontakte geknüpft.

Wie steht es mit der Heimat? Bestehen die Kontakte noch?

• Aber selbstverständlich. Meine Heimat trage ich immer noch im Herzen. Schon allein, weil in Beddelhausen die älteste Tochter mit Familie – mit zwei weiteren Enkelkindern – lebt. Nicht zu vergessen meine inzwischen 96-jährige Mutter und die Geschwister, die in Beddelhausen und Elsoff wohnen. Mein Schwager kümmert sich zum Beispiel intensiv um unser Wäldchen, das wir haben.

Gibt es etwas, das Sie vermissen?

• Ganz tief. Meinen MGV Beddelhausen. Der Gesangverein ist mir immer eine Herzensangelegenheit gewesen. Ich habe hier immer noch sehr gute Verbindungen. Der Kontakt nach Wittgenstein reißt nicht ab. Vor Corona waren wir mindestens einmal im Monat in der Heimat.

Ich habe gehört, dass kürzlich Gravemeiers und Lintens in Koblenz zu Besuch waren. Stimmt das?

• Die Freundschaft zu den ehemaligen Bürgermeisterkollegen Robert Gravemeier und Heinz Josef Linten hält an. Ja, vorige Woche erst waren beide Paare von Mittwoch bis Freitag bei uns in Koblenz. Das pflegen wir reihum.

Und das Leben in Koblenz? Würden Sie alles wieder so machen?

• Keinen Tag habe ich bereut, den ich mit Sigrid in Koblenz lebe. Hier ist das Angebot vielfältig, ob Konzerte, Theater oder Veranstaltungen – wenn Corona mal wieder vorbei ist. Koblenz hat sich gewaltig verändert. Aber eines will ich betonen: Meine Heimat habe ich niemals aus Gram verlassen, sondern wir haben an später gedacht. In Koblenz bei der Tochter sind wir bestens versorgt.

Vor 20 Jahren übergab Bürgermeister Hans-Werner Braun (2. v. r.) das damals neue GTLF an die Führungsspitze der Bad Berleburger Feuerwehr. Im Bild: Rainer Schilling, Gerhard Reber und Pfarrerin Claudia Latzel-Binder (v. l.).
Bad Berleburgs ehemaliger Bürgermeister Hans-Werner Braun hat in Koblenz das „Gärtnerische“ für sich entdeckt.
Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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