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Einen Mehrwert für Dotzlar schaffen
„Heimatstuwwe“ soll Mehrgenerationentreffpunkt werden

Der Vorstand des Heimatvereins hat sich die Umsetzung des Mehrgenerationentreffpunkts auf die Fahnen geschrieben.
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  • Der Vorstand des Heimatvereins hat sich die Umsetzung des Mehrgenerationentreffpunkts auf die Fahnen geschrieben.
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ll Dotzlar. Mit dem Projekt „Heimatstuwwe“ soll ein Mehrgenerationentreffpunkt im Ort geschaffen werden, der alleine durch seine unmittelbare Nähe zum Backhaus, einem der historischsten Gebäude des Dorfes, die eigene Heimatgeschichte aufgreift und dabei einen neuen und modernen Ort der Gemeinschaft darstellt.
„Mit Kindergarten, Grundschule, Sportplatz, Kulturhalle oder auch dem Dorflädchen sind wir in Dotzlar schon wirklich gut aufgestellt, so eine richtige Begegnungsstätte für Jung und Alt fehlt unserem Ort allerdings noch“, berichtet Michael Kroh, 1. Vorsitzender des Heimatvereins, im Gespräch mit der Siegener Zeitung
Es geht uns darum, dörfliches Brauchtum und Traditionen weiterzuleben, weiterzugeben und das Dorfleben attraktiv zu halten.
Michael Kroh
1.

ll Dotzlar. Mit dem Projekt „Heimatstuwwe“ soll ein Mehrgenerationentreffpunkt im Ort geschaffen werden, der alleine durch seine unmittelbare Nähe zum Backhaus, einem der historischsten Gebäude des Dorfes, die eigene Heimatgeschichte aufgreift und dabei einen neuen und modernen Ort der Gemeinschaft darstellt.
„Mit Kindergarten, Grundschule, Sportplatz, Kulturhalle oder auch dem Dorflädchen sind wir in Dotzlar schon wirklich gut aufgestellt, so eine richtige Begegnungsstätte für Jung und Alt fehlt unserem Ort allerdings noch“, berichtet Michael Kroh, 1. Vorsitzender des Heimatvereins, im Gespräch mit der Siegener Zeitung

Es geht uns darum, dörfliches Brauchtum und Traditionen weiterzuleben, weiterzugeben und das Dorfleben attraktiv zu halten.
Michael Kroh
1. Vorsitzender Heimatverein

Aus diesem Grund hat er sich gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Katja Burghardt (Kassiererin), Meik Böhl (Geschäftsführer), Jens Grebe (2. Vorsitzender) sowie den beiden Beisitzern Matthias Burghardt und Thomas Wolf Gedanken um eine mögliche Umsetzung dieser Idee gemacht.
So soll die bereits bestehende Hütte auf dem eigenen Vereinsgelände zu einer Begegnungsstätte für die gesamte Dorfbevölkerung erweitert werden. „Wir möchten damit ein Stück weit auch dem demographischen Wandel entgegenwirken und einen Mehrwert für den Ort schaffen“, erläutert Michael Kroh.

Das historische Backhaus in unmittelbarer Nähe könnte den Plänen des Heimatvereins zufolge insbesondere bei Veranstaltungen miteinbezogen werden, beispielsweise im Rahmen von Waffelnachmittagen, Kartoffelfesten, Backtagen, Adventsveranstaltungen, Wandertagen oder Winterveranstaltungen für die Dorfbevölkerung. Kinder der örtlichen Grundschule und des Kindergartens, aber auch Jugendliche im Rahmen der städtischen Ferienspiele, erhielten auf diese Weise die Möglichkeit, die traditionelle Backkunst Wittgensteins hautnah mitzuerleben. „Es geht uns auch darum, dörfliches Brauchtum und Traditionen weiterzuleben, weiterzugeben, die Dorfgemeinschaft zu stärken und das Dorfleben auch für jüngere Generationen attraktiv zu halten“, so der 1. Vorsitzende des Heimatvereins.

Die „Heimatstuwwe“ soll aber auch als tägliche Begegnungsstätte Einheimische und Gäste zusammenführen und mit ihren barrierefreien Zugängen und sanitären Anlagen gerade für die älteren Bürger einen Mehrwert darstellen – ein echter Mehrgenerationentreffpunkt eben.
Selbst bei der Bauweise wird der Heimatfaktor groß geschrieben: So soll als Baustoff vor allem Käferholz aus den Wittgensteiner Wäldern verwendet werden. Zudem ist ein Pelletofen als Heizkörper für das Gebäude vorgesehen. Auch ein Anschluss an die öffentlichen Versorgungsleitungen Strom, Wasser, Abwasser ist geplant.

Der Vorentwurf des Heimatvereins Dotzlar sieht einen Anbau an das bestehende Gebäude vor. Alternativ, so ist der aktuellen Vorlage des Ausschusses für Planen, Bauen, Wohnen und Umwelt zu entnehmen, könnte sich aber auch ein Neubau anbieten, sofern dieser im gleichen Kostenrahmen bliebe. Dieser beläuft sich voraussichtlich auf rund 135 000 Euro und wird nach Angaben von Anke Schmidt, Abteilung Wohnen, Stadt und Dorfentwicklung der Stadt Bad Berleburg, zu 65 Prozent über Fördermittel gedeckt. 25 Prozent Anteil trägt demnach die jeweilige Ortschaft oder der Verein und zehn Prozent übernimmt die Stadt selbst. „Der Anteil unseres Vereins kann in Barmitteln oder in Eigenleistung mit entsprechender Vergütung erbracht werden“, ergänzt Michael Kroh.

„Nach Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung wird vonseiten der Verwaltung der Förderantrag fristgerecht bei der Bezirksregierung eingereicht. Nach abschließender Prüfung durch die Bezirksregierung auf Vollständigkeit, Zuwendungsfähigkeit und den Fördertatbestand entscheidet die Bewilligungsbehörde, ob ein Bewilligungsbescheid erlassen wird“, erklärt Anke Schmidt das weitere Prozedere. Die nächste Stadtverordnetenversammlung ist am Montag, 27. September, um 17.30 Uhr im Bürgerhaus. Dann wird sich auch die Eingangsfrage klären, ob Dotzlar es „gebacken“ bekommt oder nicht.

Der Vorstand des Heimatvereins hat sich die Umsetzung des Mehrgenerationentreffpunkts auf die Fahnen geschrieben.
Heimatgeschichte in modernem Gewand: In unmittelbarer Nähe zum Backhaus (r.) möchte der Heimatverein Dotzlar das Projekt „Heimatstuwwe“ realisieren. Der Vorentwurf sieht dafür einen Anbau an das bestehende Vereinsgebäude (o.) vor.
Autor:

Lars Lenneper

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