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Klassisches Brotgetreide aus Elsoff
Heimatverein baut Roggen an

Elias und Matthias Prietzel waren – wie alle anderen beteiligten Elsoffer auch – mit großem Engagement bei der Sache.
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  • Elias und Matthias Prietzel waren – wie alle anderen beteiligten Elsoffer auch – mit großem Engagement bei der Sache.
  • Foto: Verein
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

vö Elsoff. In einem „normalen Jahr“ hätte es folgendermaßen ausgesehen: Die Schüler der Grundschule Unterm Heiligenberg in Elsoff hätten das Thema Getreideanbau und -ernte ein ganzes Jahr lang begleitet und mit einem großen Ernte-Tag auf dem Feld den krönenden Abschluss gefeiert. Doch die Corona-Pandemie mit den entsprechenden Abstandsregeln zwang die Elsoffer zum Alternativprogramm. Natürlich waren die Jungen und Mädchen noch aktiv dabei, als es darum ging, auf der 1500 Quadratmeter großen Fläche zu säen. Als jetzt sprichwörtlich die Ernte eingefahren wurde, ging das leider nicht mehr. „Die Ausführung war etwas schwieriger als gedacht“, sagte Helmut Zacharias, Projektleiter und nach eigener Aussage „der Praktiker für den Heimatverein“.

Elsoff. In einem „normalen Jahr“ hätte es folgendermaßen ausgesehen: Die Schüler der Grundschule Unterm Heiligenberg in Elsoff hätten das Thema Getreideanbau und -ernte ein ganzes Jahr lang begleitet und mit einem großen Ernte-Tag auf dem Feld den krönenden Abschluss gefeiert. Doch die Corona-Pandemie mit den entsprechenden Abstandsregeln zwang die Elsoffer zum Alternativprogramm. Natürlich waren die Jungen und Mädchen noch aktiv dabei, als es darum ging, auf der 1500 Quadratmeter großen Fläche zu säen. Als jetzt sprichwörtlich die Ernte eingefahren wurde, ging das leider nicht mehr. „Die Ausführung war etwas schwieriger als gedacht“, sagte Helmut Zacharias, Projektleiter und nach eigener Aussage „der Praktiker für den Heimatverein“.

Elsoffer stellt Fläche für Anbau von Roggen

Natürlich sei das Interesse groß gewesen, doch in Zeiten von Corona müsse man eben mit den Einschränkungen leben. Der Elsoffer stellte seine Fläche für den Roggenanbau zur Verfügung, „das frühere klassische Brotgetreide“. Denn: Mit Ackerflächen sei es in der heutigen Zeit gar nicht so unkompliziert, weil Grünflächen nicht von heute auf morgen umbrochen werden dürften. Deshalb ging es in Elsoff sozusagen auf das „bestellte Feld“.

Kartoffelernte mit der Grundschule

Helmut Zacharias zeigt eine große Begeisterung dafür, gerade jungen Menschen die Produktion von Lebensmitteln nahe zu bringen. Das habe bereits in der Vergangenheit hervorragend funktioniert, als man gemeinsam mit der örtlichen Grundschule zur Kartoffelernte unterwegs gewesen sei. Er halte es für unglaublich wichtig, so der Landwirt, dass man die Älteren frage – weil ansonsten das Wissen unwiderruflich verloren gehe. Beispielsweise das Wissen, wie aus Stroh Seil gebunden werde. Am Ernte-Tag sei das Getreide gedroschen worden, bevor die Lieferung für eine Weiterverarbeitung in die Mühle gegangen sei.

Dreschmaschine aus dem Landwirtschaftsmuseum

Das ganze Projekt sei eine runde Sache gewesen – trotz Corona. Er könne sich sehr gut vorstellen, so Helmut Zacharias, dass beim nächsten Mal auch die Dreschmaschine zum Einsatz komme, die im Bad Berleburger Landwirtschaftsmuseum stehe. Und auch der Elsoffer Landwirt Ewald Marburger „hat eigentlich alles aufgehoben, was früher andernorts voreilig weggeworfen wurde“. Hier seien dem Ideenreichtum keine Grenzen gesetzt. Er gehe davon aus, dass der Heimatverein an dem Projekt festhalte – beim nächsten Mal dann vielleicht mit weniger Corona-Einschränkungen.
Elke Hesselbach, Vorstandsfrau im Elsoffer Heimatverein, nutzte die Gelegenheit, um sich bei allen Mitwirkenden zu bedanken und kündigte an, dass der Verein auch in Zukunft für eine lebendige Dorfgeschichte und Brauchtumspflege in Elsoff stehe.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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