Herz-Kreislauf-Klinik unter neuer Führung

Bernd Noll löste Carola Halhuber als Ärztlicher Direktor ab – Guter Ruf eilt dem Haus weit voraus

Bad Berleburg. Seit April hat die Bad Berleburger Herz-Kreislauf-Klinik mit Professor Dr. med. Bernd Noll einen neuen Ärztlichen Direktor. Er ist Nachfolger von Dr. med. Carola Halhuber, die dieses Amt seit 1981 bekleidete und einen wesentlichen Anteil an der heutigen Größe und dem Renommee der Klinik hat. Doch kehrt Dr. Carola Halhuber der Klinik nicht ganz den Rücken: Sie betreut weiterhin einige stationäre Patienten sowie ihre private kardiologische Ambulanz und ist als Senior-Service-Mitarbeiterin in der Wittgensteiner-Kliniken-Aktiengesellschaft (WKA) tätig.

Sehr hohe Standards im Reha-Bereich

Bernd Noll selbst war nach Abschluss seines Studiums in Marburg 1983 zunächst als Assistenzarzt, zuletzt über sechseinhalb Jahre als Oberarzt in der Kardiologie der Uni-Klinik der Lahnstadt tätig. Dort habilitierte er sich 1993 mit Forschungsarbeiten zu den Themen „Endokrine Herzen und Prävention” und „Therapie der koronaren Herzerkrankungen”. 1999 ernannte ihn die Universität zum Professor. Seine Motivation, nach Berleburg zu gehen, begründete er mit dem „hervorragenden Ruf des Hauses, für den alle Mitarbeiter, insbesondere meine Amtsvorgängerin, verantwortlich sind. Dieser gute Ruf ist für mich Herausforderung und Verpflichtung zugleich.” Außerdem sei es eine sehr reizvolle Position, da die Klinik im Rehabilitations-Bereich weit fortgeschritten sei.

Diagnostik und Therapie immer effektiver

Darum war er auch sehr bemüht, die Stelle zu bekommen, als er von der Möglichkeit hörte. Der gesamte Bereich der Reha-Behandlung hat sich in den vergangenen 30 bis 35 Jahren sehr stark verändert: Die Sterblichkeitsrate bei Herzinfarkten ist um 80 Prozent gesunken. Die Patienten werden immer älter und das Spektrum der Krankheiten, mit denen die Patienten kommen, hat sich erweitert. Stärker erkrankte Patienten und auch solche mit noch weiteren Krankheiten haben heutzutage viel höhere Chancen, dass sich ihre Krankheit nicht verschlimmert oder sich der Zustand der Arterien sogar wieder verbessert. Die diagnostischen wie therapeutischen Maßnahmen bei Herzschwäche, koronaren Herz- oder ähnlichen Erkrankungen sind in den vergangenen Jahren wesentlich effektiver geworden.

220 Mitarbeiter betreuen die Patienten

Die wirkungsvollste Maßnahme gegen Herz- und arterielle Erkrankungen ist die Prävention beziehungsweise eine nachhaltige Veränderung der Lebensgewohnheiten. Durch verschiedene Studien wurde herausgefunden, dass ein langes und gesundes Leben durch Zufriedenheit erreichbar ist. Darum bietet die Klinik auch psychologische Lebensberatung an, die helfen soll, dem Alltagsstress gelassener entgegen zu sehen. Außerdem gibt es in der 280 Betten starken Klinik noch Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und eine Lehrküche. Insgesamt sind für die Patienten in der Klinik 220 Mitarbeiter, darunter 22 Ärzte, tätig.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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