Bau- und Sanierungsmaßnahmen in Wittgensteiner Schulen
Hohe Investitionen in die Bildung

Die Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule in Bad Berleburg präsentiert sich dieser Tage vollständig eingerüstet. Die Stadt Bad Berleburg lässt das Erscheinungsbild aufwerten und die Fassade der Hauptschule sanieren.
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tika Wittgenstein. Die Sommerferien nutzen Kommunen meist, um große Baumaßnahmen und umfassende Sanierungen in Schulen über die Bühne zu bringen. Deshalb investieren auch die Städte Bad Berleburg und Bad Laasphe sowie die Gemeinde Erndtebrück als Schulträger dieser Tage hohe finanzielle Mittel in ihre Einrichtungen. Monetär betrachtet ist dabei die Stadt Bad Berleburg Spitzenreiter.

Insgesamt investieren die drei Kommunen aus dem Altkreis Wittgenstein 819 900 Euro – Teile davon fließen allerdings erst in den Herbstferien. Die Siegener Zeitung gibt einen Überblick über die Maßnahmen in den verschiedenen Schulen und blickt teilweise auch auf die Planungen für das Restjahr voraus. Vor allem die Gemeinde Erndtebrück wartet dabei noch mit einem Großprojekt auf.

Bad Berleburg: Insgesamt haben die Maßnahmen, die in den Bad Berleburger Schulen in den Sommerferien über die Bühne gehen oder zumindest starten ein Volumen in Höhe von 358 500 Euro. Für drei Maßnahmen fließen Fördermittel in Höhe von 136 000 Euro. „Die Stadt Bad Berleburg investiert also auch einen erheblichen Anteil selbst und setzt damit das um, was in der Nachhaltigkeitsstrategie festgehalten wurde, denn Bildung ist eines der sechs strategischen Ziele, auf die die Stadt einen besonderen Schwerpunkt legt“, erklärte Manuel Spies. Der Abteilungsleiter Immobilienmanagement der Stadt Bad Berleburg verdeutlichte zugleich, dass im Haushaltsplan 2019 weitere Maßnahmen vorgesehen sind. „Diese verzögern sich aber noch aufgrund ausstehender Dinge wie Baugenehmigungen und Ausschreibungen, Medienentwicklungsplan etc.“, berichtete Manuel Spies.

Den höchsten Einzelposten aller Maßnahmen stellt die Grundschule „Im Odeborntal“ in Wemlighausen: Insgesamt fließen 89  000 Euro aus städtischen Mitteln in die allgemeine Sanierung, also in den energetischen Austausch der Glasfassade in der Pausenhalle, in den Austausch der Brandschutztüren und in Bodenbelagsarbeiten. Die Grundschule „Am Burgfeld“ in Bad Berleburg erhält eine allgemeine Modernisierung. Dazu zählen die Optimierung des Küchenbereichs, des Betreuungsbereichs sowie der Fluchtwege. Hinzu kommt Schallschutz in den Klassenräumen sowie die Renovierung von Fluren und Unterrichtsräumen. Insgesamt lässt sich die Verwaltung dies 61 000 Euro kosten, davon stammen 46 000 Euro aus dem Programm „Gute Schule 2020“.

Derweil erhält die Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule eine Sanierung der Fassade – Kostenpunkt: 62 000 Euro. Darin enthalten sind ein Anstrich sowie die optische Aufwertung, die Sanierung der Abwasserleitungen für Regenwasser sowie Putz- und Pflasterarbeiten. Während die Stadt Bad Berleburg diese Maßnahmen aus Eigenmitteln zahlt, fließen weitere 60 000 Euro aus dem Programm „Gute Schule 2020“ als Vollfinanzierung in den Neubau von Behindertentoiletten in der Hauptschule. Direkt nebenan lässt die Stadt für 35 000 Euro aus Eigenmitteln den Physikraum – ehemals als Hörsaal genutzt – modernisieren. „Dies betrifft nur den baulichen Anteil. Eingerichtet wird der Raum in der zweiten Jahreshälfte durch die Abteilung ,Schulen’“, erklärte Manuel Spies. Das Schulzentrum „Auf dem Stöppel“ selbst erhält eine Modernisierung der Brandmeldeanlage für weitere 24 000 Euro aus Eigenmitteln. Die Musikschule in Bad Berleburg wiederum erhält 12 500 Euro aus Eigenmitteln der Stadt. Diese fließen in die allgemeine Modernisierung, konkret also in die Sanierung der Fassade, die energetische Aufwertung sowie den Ausbau neuer Probenräume. Bereits abgeschlossen ist die energetische Sanierung der Turnhalle der ehemaligen Salzmannschule auf dem Stöppel in Bad Berleburg mit einem Volumen von 55 000 Euro. Diese Mittel stammten vollständig aus dem Programm „Gute Schule 2020“.

Bad Laasphe: Erst seit der Vorwoche ist der Haushalt der Stadt Bad Laasphe beschlossen, nun liegt er der zuständigen Aufsichtsbehörde zur Genehmigung vor. Will heißen: Bislang waren in Bad Laasphe nur „unabweisbare, notwendige Reparaturarbeiten in den Schulgebäuden“ möglich, wie Ann Kathrin Müsse aus der Pressestelle der Stadtverwaltung auf SZ-Anfrage mitteilte. Zwei größere Maßnahmen gehen dennoch in den Sommerferien über die Bühne. Eine Genehmigung der Aufsichtsbehörde für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn liegt vor.

Dabei investiert die Stadt Bad Laasphe insgesamt 216 000 Euro, die sich durch Mittel aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ in Höhe von 176 000 Euro und in Höhe von 40 000 Euro über das Kommunalinvestitionsfördergesetz generieren. Das Städtische Gymnasium Bad Laasphe erhält eine Schulhofsanierung, dafür sind Mittel in Höhe von 151 000 Euro veranschlagt. Außerdem richten die Verantwortlichen eine Mensa für die OGS der Grundschule Feudingen ein – Kostenpunkt: 65 000 Euro. „Weitere Sanierungsmaßnahmen in den Schulgebäuden werden nach Genehmigung des Haushaltsplanes sicherlich für die Herbstferien vorbereitet und umgesetzt werden“, erklärte Ann Kathrin Müsse.

Erndtebrück: Insgesamt investiert die Gemeinde Erndtebrück 245 400 Euro in ihre Schulen – das Gros davon allerdings erst in den Herbstferien. Denn die größte Maßnahme steht erst zu diesem Zeitpunkt an. Dann ist die Erneuerung des Chemieraums mit einem Kostenvolumen von 139 000 Euro geplant, wie die Pressestelle der Gemeinde Erndtebrück auf Anfrage der Siegener Zeitung mitteilte. Daneben sind 73 100 Euro für die bauliche Unterhaltung der Schule eingeplant. Neben kleineren Reparaturen ist dabei die Erneuerung von Fußböden sowie der Austausch von Glastüren und Trennwänden geplant. Die Erneuerung von zwei Fußböden findet in den Sommerferien statt, die Erneuerung der Türen ist für die Herbstferien geplant.

Der Haushalt sieht für die bauliche Unterhaltung an der Grundschule in Erndtebrück insgesamt 33 300 Euro vor, davon 20 000 Euro für die Sanierung der Außenfassade, die voraussichtlich in den Herbstferien über die Bühne geht. Weitere 13 300 Euro sind für diverse kleinere Reparaturen und Unterhaltungsmaßnahmen eingeplant, unter anderem für die Sanierung von Dachgaubenfenstern. „Im Übrigen wurden und werden die Maßnahmen an den Schulen auch außerhalb der Ferien umgesetzt“, teilte die Pressestelle mit. Alle Maßnahmen werden aus der Schul- und Bildungspauschale finanziert.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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