Blockhaus-Typen aus Wingeshausen
Holzliebhaber bauen ausnahmsweise auf Stahl

Die Blockhaus-Typen errichten im Auer Industriegebiet „Zum Heilbach“ eine neue Lager- und Produktionshalle. Das noch junge Unternehmen freut sich in diesem Jahr über eine sehr gute Auftragslage.
  • Die Blockhaus-Typen errichten im Auer Industriegebiet „Zum Heilbach“ eine neue Lager- und Produktionshalle. Das noch junge Unternehmen freut sich in diesem Jahr über eine sehr gute Auftragslage.
  • Foto: Christian Völkel
  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

Aue/Wingeshausen. Als Sascha Böhl und Mario Sonneborn – die beiden Blockhaus-Typen – im Jahr 2019 mit dem neuen Unternehmen an den Start gingen, stand eine Idee ganz klar im Vordergrund: Es sollte um Wertschöpfung in und für die Region gehen. Sascha Böhl, ausgezeichneter „Forstunternehmer des Jahres 2019“, holte sich mit Mario Sonneborn einen erfahrenen Zimmermann an Bord, um Bauwerke aus Massivholz zu erreichten. Vorzugsweise mit der für die Region so prägenden Fichte. Und: Es darf durchaus das Wittgensteiner Käferholz sein, das bei den beiden Wingeshäusern eine große Wertschätzung genießt – und vielmehr ist als vermeintliche Ramschware im Container nach China. „Wir machen alles – außer Standard. So stemmen wir jedes Projekt. Ein Blockhaus aus handgefertigten Naturstämmen ist immer ein Unikat – der Natur und des Handwerkers“, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens. Der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt. Blockbau schaffe Lebens(t)räume: vom Wohnhaus und Ferienhaus über Gewerbebau, Skihütte, Sauna, Gartenhaus und Jagdhütte bis hin zum Carport und zum exklusiven Baumhaus für die Kinder.

Blockhaus-Typen bauen notgedrungen Halle aus Stahl

Mit einer eigenen Haus-Idee starteten die Blockhaus-Typen im Februar 2020 bei der Immobilien-Messe der Sparkasse voll durch, danach kam Corona. Was die Blockhaus-Typen entwickeln können, zeigten sie vor allem mit dem beeindruckenden „Stamm-Haus“ in Wingeshausen zuletzt mit den wunderschönen Haltestellen aus Massivholz im Bad Berleburger Stadtgebiet. Und was ist draus geworden?
Die Blockhaus-Typen sind aktuell sprichwörtlich dabei, sich selbst ein Dach über dem Kopf zu bauen. Auf dem Firmengelände im Auer Industriegebiet „Zum Heilbach“ entsteht aktuell eine Lager- und Produktionshalle – mit einer Konstruktion aus Stahl. Sascha Böhl muss schmunzeln: „Diese Größenordnung lässt keinen anderen Werkstoff zu, sonst wäre es Holz geworden.“ In der warmen Jahreszeit lasse sich hervorragend unter freiem Himmel produzieren, aber ganzjährig sei das schwierig.
In der Halle könne man sicherlich an Häusern in Ausmaßen von zehn mal zwölf Meter arbeiten. Zeitdruck habe man mit der eigenen Halle nicht, so Sascha Böhl, „aber im Winter wollen wir fertig sein“. Zumal die Blockhaus-Typen mit den frühlingshaften Temperaturen auch Hochkonjunktur haben. „Die niedrigen Zinsen kommen uns schon ziemlich entgegen, die Leute möchten bauen“, verrät der Unternehmer. Zwei Einfamilienhäuser stünden in diesem Jahr noch auf dem Programm, mehrere Carports und andere Aufträge. „Und gegen weitere Haltestellen hätten wir nichts.“

Böhl: Käferholz hier verarbeiten und nicht nach China verschiffen

Sascha Böhl macht kein Geheimnis daraus, dass er das zweiköpfige Team gerne verstärken würde. Nur – im Handwerk sei die Auftragslage generell gut, da sei es nicht einfach, Kräfte zu finden. Und das Bauen mit Rundholz sei schon sehr speziell. Nach wie vor seien die Blockhaus-Typen mit Käferholz aus der Region unterwegs: „Natürlich wissen wir, dass wir nicht die riesigen Mengen verarbeiten können, die noch am Straßenrand liegen. Aber wir halten es für ein ganz wichtiges Signal, dass das Holz mehr wert ist, als es im Container nach China zu verschiffen.“ Wertschöpfung könne nämlich am besten vor Ort stattfinden. Die Stadt Bad Berleburg sei mit einer eigenen Arbeitsgruppe und guten Ideen auf einem guten Weg.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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