„Ich bin für alle ansprechbar”

Wingeshäuser Pfarrer in den Ruhestand verabschiedet

Wingeshausen. Viele Gemeindemitglieder aus Müsse, Aue und Wingeshausen waren gekommen, um die letzte Predigt von Pfarrer Heinz-Rüdiger Goedecke in Amt und Würden zu hören. Der Beruf des Pastors wurde für den 1940 in Schwerte geborenen Mann zur Passion. „Christlich handelnde Menschen wie Albert Schweitzer, Mutter Teresa und Martin Luther King haben mich in meiner Arbeit immer wieder überzeugt und bestärkt”, erklärte Heinz-Rüdiger Goedecke.

„Ich bin Wittgenstein treu geblieben”

Sein Abitur legte der Geistliche 1960 in Berleburg ab. Die damalige Jugendarbeit in der evangelischen Gemeinde der Stadt gab den Impuls für das Theologiestudium, das er in Marburg, Bethel, Zürich und Münster absolvierte. Der Studentenzeit schlossen sich Angebote zahlreicher Presbyterien an. „Zwölf Gemeinden haben bei mir angefragt, ob ich in eine andere Kirchengemeinde wechseln würde. Aber ich bin Wittgenstein treu geblieben”, so Heinz-Rüdiger Goedecke. In den 30 Jahren habe er mit Menschen gefeiert und getrauert – und keine dieser Begegnungen wolle er missen. „Diese Jahre waren reiche Jahre, weil sie voller Eindrücke von Menschen sind”, betonte der Pfarrer in seiner Abschiedspredigt.

Sich auf zahlreichen Gebieten engagiert

Goedecke ist ein engagierter Pfarrer gewesen. Schwerpunkte seiner Arbeit waren unter anderem der Bau der Kirche in Aue und des Gemeindehauses in Wingeshausen, die Gestaltung der Kinder- und Erwachsenengottesdienste, die Gruppenarbeit in der Frauenhilfe und im CVJM sowie die Leitung des Posaunen- und des Flötenchores. Ferner gab der Pfarrer Religionsunterricht an der Berufsschule und am Berleburger Gymnasium. Er betätigte sich als Redakteur für die Wochenzeitung „Unsere Kirche” und war Mitarbeiter verschiedener kreiskirchlicher Ausschüsse sowie des Wittgensteiner Synodalvorstandes. Die Nähe Gottes habe er bei all diesen Tätigkeiten gespürt.

Verschiedene Amtsträger unter Gästen

Verschiedene Amtsträger wollten direkt mit Heinz-Rüdiger Goedecke seinen Abschiedsgottesdienst feiern. Unter den Gästen waren der Wittgensteiner Superintendent Hans-Jürgen Debus, Bad Berleburgs Bürgermeister Hans-Werner Braun, Henning Debus als leitender Pfarrer des Presbyteriums sowie die Ortsvorsteher Karl-Heinrich Sonneborn aus Wingeshausen und Heinz-Jürgen Schneider für Aue.

„Jederzeit für die Gläubigen da gewesen”

Pfarrer Norbert Ziegler hielt den Abschieds-Gottesdienst, wobei er Pfarrer Goedecke als Menschen, der vieles in seiner Gemeinde bewirkt habe und jederzeit für die Gläubigen da gewesen sei, charakterisierte. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Gemischten Chor Aue/Wingeshausen unter Leitung von Gerhard Hennecke, der Organistin Elisabeth Wetter und einer Gruppe von Blasmusikern aus Raumland und Wingeshausen. Der Ruhestand bedeutet jedoch keinesfalls einen abrupten Stillstand seiner Arbeit. „Ich bin weiterhin für alle ansprechbar”, schloss er seine Predigt und blickte dabei wie gewohnt über seinen Brillenrand hinweg.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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