»Im guten Sinne hier gewirkt«

Bad Berleburger Haus am Sähling verabschiedete gestern Heimleiter Hans-Werner Christ

howe Bad Berleburg. Jeden Sonntag setzte er sich an das Harmonium und spielte zum Schluss der Mahlzeit »Danket dem Herrn«. Gestern dankten rund 80 Gäste in einer Feierstunde im Festsaal des Bad Berleburger Altenzentrums Haus am Sähling ihm selbst, dem Leiter Hans-Werner Christ, für dessen Schaffen und Wirken. Nach nunmehr 20 Jahren Leitungstätigkeit begann gestern für Hans-Werner Christ die Freistellungsphase seiner Altersteilzeit.

Ulf Helmrich, Sprecher der Regionalgeschäftsführung, sprach von einem weiteren »großen Schritt der Veränderungen« im Haus am Sähling, nachdem vor vier Monaten der Startschuss für die Region Wittgenstein gegeben worden war. Pastor Günter Niemeyer, ehemaliger Leiter des Pastoralen Dienstes, lobte Hans-Werner Christ mit den Worten der Bad Berleburgerin Susanne Lehmann: »Die Summe der Erfahrungen ist das Kapital der Zukunft.« Hans-Werner Christ habe es in seiner langjährigen Tätigkeit nie an der Bereitschaft fehlen lassen, Neues zu beginnen. Bei ihm habe man den Geist und die Liebe Jesu Christi atmen können, Kirche und Diakonie seien von ihm stets vereint worden. Was unter dem Schutz Gottes gewachsen sei, sei hier im Haus am Sähling sichtbar. Pastor Dr. Udo Krolzig, Vorsitzender des Vorstands des Evangelischen Johanneswerkes, dankte Hans-Werner Christ für »20 Jahre segensreiche Arbeit«. Dr. Udo Krolzig buchstabierte den Namen »Christ« und präsentierte eine gelungene Charakterisierung des Heimleiters: »C« stehe für christlich. Im Mittelpunkt der Arbeit stand für Hans-Werner Christ der Hilfe bedürftige Mensch. »H« wie humorvoll: Humor sei in unterschiedlichen Situationen hilfreich. So habe Hans-Werner Christ so manches Fest mit seinen kabarettistischen Aufführungen bereichert. Andere hätten festgestellt, er sei ein guter Opernsänger. »R« wie rührig: Was Veränderungen und Neuerungen anbetrifft, sei der Heimleiter ein rühriger Mann gewesen. »Sie haben ohne viel Worte viel geschultert«, lobte Dr. Udo Krolzig. Das »I« stehe für Integration. 14 Jahre sei Hans-Werner Christ im Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Bad Berleburg aktiv gewesen. Er lebe sein Christsein. Ihm liege der Rückfluss zur Gemeinde am Herzen – was gestern auch am Besuch der vielen Pfarrer deutlich wurde.

Das »S« stehe für spontan. »Bei Ihnen bedarf es keiner langen Vorlaufzeiten.« Bei schönem Wetter wurde kurzerhand der Grill angezündet. »Das Leben in der Einrichtung«, so Dr. Udo Krolzig, »wurde bei Ihnen lebensnah. Sie als Diakon haben im guten Sinne hier gewirkt.« Blieb Buchstabe »T«: Tatkräftig und talentiert. Bad Berleburgs Bürgermeister Hans-Werner Braun würdigte das »unermüdliche Wirken« Christs mit dessen großer Verantwortung, die er getragen habe. Schließlich handele es sich bei der Heimleitung nicht um »irgend einen Job, den man mit links erledigen kann«. Dafür habe man zu viel mit Menschen zu tun. Thomas Sopp vom Geschäftsbereich Personal und Thomas Dörr, Regionalgeschäftsführung Wittgenstein, sprachen einige Worte des Neubeginns und wünschten der Nachfolgerin Edith Aderhold alles Gute. »Sie werden die Tradition von Herrn Christ bodenständig weiter führen«, war sich Thomas Sopp sicher.

Mit dem Oktober beginne der 201. Monat für die 44-Jährige im Haus am Sähling. 1975 sei sie vom Gymnasium in Bad Laasphe auf die Fachoberschule für Sozialarbeit gewechselt. Es folgten ein Jahr Berufspraktikum und das Studium in 1977. Seit 1987 sei die dreifache Mutter im Bad Berleburger Altenzentrum tätig, seit Oktober 1994 als stellvertretende Heimleiterin.

Thomas Dörr befand, Edith Aderhold sei die Beste für das Haus am Sähling. Sie bringe die Voraussetzungen mit, habe Erfahrung, kenne die Arbeit im Altenzentrum, habe Leitungsqualität bewiesen und verfüge über die nötigen Außenkontakte. »Bei Mitarbeitern und Bewohnern sind Sie anerkannt. Sie sind durchsetzungsfähig, konsequent, eindeutig und klar«, konstatierte Thomas Dörr. Es war eine gelungene Feierstunde, in der die Redner dem Ruheständler Hans-Werner Christ großes Lob zollten, ihren Dank aussprachen und der neuen Leiterin Edith Aderhold alles Gute wünschten. In dieses angenehme Verabschiedungs- und Einführungsprogramm passte der musikalische Rahmen. Ulriche Schauerte (Klavier) und Matthias Spielvogel (Gesang) sorgten dafür.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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