In Arfeld ließ es Frau Holle schneien

Weihnachtsmarkt wurde um weitere Attraktionen bereichert / Besucher kamen in Scharen

akj Arfeld. Eigentlich fehlte auf dem Arfelder Weihnachtsmarkt am Samstag nur eines, nämlich das zu diesem Anlass passende Wetter. Und wenn es schon keinen Schnee gab, dann machten die Arfelder eben Schnee. So schüttelte Frau Holle stündlich ihr Kissen, so dass aus einem der Fenster im Gasthof Henk Schnee in die Arfetalstraße hinunter rieselte. Mit Hilfe einer Maschine, die üblicherweise in Diskotheken zum Herstellen von Schaum genutzt wird, verwirklichten die Dorfbewohner diese Idee und sorgten für Publikumsandrang sowie erstaunte und erfreute Gesichter bei den Besuchern. Abwechselnd schlüpften Dorfbewohnerinnen in die Rolle von Frau Holle und schüttelten, was das Zeug hielt. Obwohl der Arfelder Weihnachtsmarkt ohnehin mit unzähligen Attraktionen lockt, hier seien die lebende Krippe und das Christkind, das zu jede vollen Stunde aus dem Obergeschoss des alten Spritzenhauses winkt, genannt, ließen sich die Arfelder auch diesmal etwas Neues einfallen, um ihre unzähligen Besucher zu überraschen. So trieb erstmals eine Hexe ihr Unwesen und verteilte Lebkuchen an die kleinsten Marktbesucher. Junge Mädchen aus der Burschenschaft übernahmen abwechselnd diese Rolle und waren ebenso im Abstand von einer Stunde am aufgestellten Knusperhäuschen anzutreffen.

Mit dieser Veranstaltung am ersten Dezember-Wochenende machen die Arfelder weit über Wittgensteins Grenzen hinaus von sich reden. Schnell füllte sich am Samstag die kleine Gasse, zeitweise drängten sich die Besucher regelrecht durch die Arfetalstraße. In diesem Jahr war der Rassegeflügelzuchtverein federführend für die Organisation des Weihnachtsmarktes verantwortlich.

Zahlreiche Stände mit weihnachtlichen Handarbeiten, Kerzen, Gestecken, Holzartikeln oder Weihnachtsplätzchen säumten die Arfetalstraße. Doch zahlreiche andere Publikumsmagneten weckten wieder das Interesse vieler Marktbesucher: Anziehungspunkt Nummer eins ist und bleibt wohl die lebendige Krippe, in der Maria, Josef und ein Hirte, allesamt gespielt von Dorfbewohnern, über das Jesuskind wachten. Ein Esel, ein Rind und Schafe vervollständigten das Bild. Auch vor dem alten Spritzenhaus sammelten sich zur vollen Stunde immer wieder unzählige Besucher und warteten gespannt darauf, dass das Türchen mit der 24 öffnete: Tatsächlich winkte das Christkind aus seinem Wohnzimmer im Himmel zu den Besuchern hinunter.

Besonders für die kleinen Besucher wurde es bei Anbruch der Dunkelheit besonders spannend, als der Nikolaus, natürlich gespielt von Rüdiger »Mecki« Hartmann, den Weihnachtsmarkt besuchte. Begleitet wurde er hoch zu Ross von einem Engelchen, das von Michelle Knebel dargestellt wurde. Auch in der Küche von Frereriches an der Arfetalstraße 3 herrschte wieder enormer Andrang: Die selbst gebauten Krippen, Pyramiden, Holzfiguren und Fensterbilder von Otto Womelsdorf lockten die Marktbesucher in Massen ins Haus. Mit viel Liebe zum Detail baut der 77-jährige Arfelder die kleinen Kunstwerke, die besonders beim Weihnachtsmarkt Bewunderung und lobende Worte ernteten.

Scheinbar inspiriert von so vielen Blickwinkeln auf die Weihnachtsgeschichte stand am Samstag auch ein kleiner Weihnachtsmarktbesucher in der Küche von Otto Womelsdorf und erzählte den gespannt lauschenden Zuhörern seine Version der Weihnachtsgeschichte. Die jungen Frauen aus der Burschenschaft hatten in den vergangenen Tagen wieder gebacken, was das Zeug hält und brachten so Plätzchen, Knusperhäuschen und andere Leckereien unter das Volk. Und auch das Knusperhaus, wo die Frauen der Feuerwehr Schokofrüchte und Backwaren unters Volk brachten, lockte die Besucher. Die Gäste kehrten beim Heimatverein in der alten Schmiede ein oder lauschten der weihnachtlichen Musik in der Kirche, wo an der Orgel und vom Posaunenchor musiziert wurde.

Auch Jürgen Erbau sorgte für musikalische Unterhaltung mit der Drehorgel, auch in diesem Jahr sammelte er damit wieder Geld für neue Kirchenglocken. Viele weitere Attraktionen machten den Arfelder Weihnachtsmarkt auch in der 23. Auflage wieder zu etwas ganz Besonderem. Gerade in der Dunkelheit wurde es dann noch einmal richtig gemütlich, als sich die Besucher im alten Spritzenhaus und an Glühwein- und Punschständen sammelten und gemeinsam mit den Arfeldern die gelungene Veranstaltung feierten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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