Wetterportal Wittgenstein zog Bilanz
In Wittgenstein war der Sommer 2019 zu trocken

Viel Sonnenschein (hier über Dotzlar) und wenig Niederschläge brachte auch der Sommer 2019 – mehr als der Sommer 2018, aber immer noch zu wenig. Foto: Julian Pape
  • Viel Sonnenschein (hier über Dotzlar) und wenig Niederschläge brachte auch der Sommer 2019 – mehr als der Sommer 2018, aber immer noch zu wenig. Foto: Julian Pape
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sz Wittgenstein. „Wir alle werden uns noch an den Sommer 2018 erinnern – für viele sind die Erinnerungen aufgrund des nicht enden wollenden Sommerwetters positiv“, erklärt Julian Pape vom Wetterportal Wittgenstein. „Für die Natur war es aufgrund der Trockenheit aber das größte Stressjahr seit vielen Jahrzehnten. Auch jetzt sehen wir die Auswirkungen dieses Trockenjahres noch in unserer Landschaft und so war die Hoffnung, dass das Regendefizit des Vorjahres durch wieder normalere Niederschlagsmengen ausgeglichen oder zumindest gelindert werden konnte.“

Normaler seien die Regenmengen in diesem Sommer tatsächlich gewesen, erläutert der Dotzlarer. Etwa kam Erndtebrück vom 1. Juni bis zum 31. August auf 193 Liter pro Quadratmeter. Im Sommer 2018 waren es mit nur 97 Liter gerade mal die Hälfte. Allerdings könne dieser extrem niedrige Wert nicht wirklich zur Einordnung heran gezogen werden: In einem normalen Wittgensteiner Sommer fallen etwa zwischen 220 Liter in Niederlaasphe und 350 Liter in Erndtebrück. So zeigt sich, dass auch der Sommer 2019 deutlich zu trocken war. Hinzu komme, so Julian Pape, dass die gemessenen Niederschläge nicht als Landregen, sondern in Form heftiger Schauer und Gewitter auftraten. Diese kann die Natur nicht oder nur teilweise aufnehmen. Extremes Beispiel war dabei der 12. Juli, der an der Wetterstation in Feudingen 88 Liter/Quadratmeter in wenigen Stunden brachte. Die Menge entsprach hier etwa 40 Prozent des gesamten Sommerniederschlags.

In Sachen Temperaturen und damit in Punkto Wärme stand der Sommer 2019 dem Sommer 2018 nur wenig nach. So war die warme Jahreszeit in diesem Jahr in Erndtebrück mit 17,5 Grad Celsius nur 0,1 Grad kühler als im Jahr 2018. Während in den vergangenen drei Monaten hier 32 Mal die Sommermarke von 25 Grad überschritten wurden, waren es vergangenes Jahr insgesamt 38 Tage.

Die Spitzenwerte übertrafen jedoch das Vorjahr nochmals deutlich. So kletterten die Werte am 25. Juli, dem bisher heißesten Tag der deutschen Wettergeschichte auch in Wittgenstein auf gut 35 Grad und damit war es rund 1 Grad wärmer als am heißesten Tag 2018.

Vom Gefühl her war der letztjährige Sommer aber doch noch etwas intensiver als der Sommer 2019. Der Grund hierfür ist, dass damals bereits ab April Sommerwetter vorherrschte, in diesem Jahr war dagegen der Mai nass und kühl. Die kälteste Nacht dieses Sommers war die zum 10. Juli. Sie brachte sowohl im Eder- als auch im Lahntal verbreitet Bodenfrost. An der Wetterstation Hesselbach wurde mit - 0,7 Grad Celsius sogar leichter Frost in zwei Meter Höhe gemessen.

„Windig war dieser Sommer insgesamt nicht, denn nur selten kamen wir mal in die Nähe von größeren Tiefdruckgebieten, die die Luft etwas kräftiger durchmischen konnten“, weiß Julian Pape. Trotzdem lag die mittlere Windgeschwindigkeit an der Wetterstation in Erndtebrück mit 5,5 km/h um 1 km/h über dem Mittelwind des Sommers 2018. Der Tag mit den kräftigsten Windböen war recht verbreitet der 8. Juni, der in der Edergemeinde eine Böe von 64 km/h brachte.

Die Sonne zeigte sich in Wittgenstein wieder mal ausdauernd. Besonders im Juni war sie 100 Stunden länger als normal zu sehen, doch auch der Juli und der August waren Monate mit überdurchschnittlich viel Sonnenschein.

• Mehr Infos zum aktuellen Wetter gibt es unter www.wetter-wittgenstein.de.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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