Mehrere Förderbescheide für Bad Berleburg
Investitionen in die Zukunft der Stadt

Ferdinand Aßhoff (2. v. l.), der zuständige Abteilungsleiter der Bezirksregierung Arnsberg, übergab die Förderbescheide im Rathaus an Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann (2. v. r.) – im Beisein des Beigeordneten Volker Sonneborn (l.) und des Baudezernenten Christoph Koch.
  • Ferdinand Aßhoff (2. v. l.), der zuständige Abteilungsleiter der Bezirksregierung Arnsberg, übergab die Förderbescheide im Rathaus an Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann (2. v. r.) – im Beisein des Beigeordneten Volker Sonneborn (l.) und des Baudezernenten Christoph Koch.
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sz Bad Berleburg. Ferdinand Aßhoff, der zuständige Abteilungsleiter der Bezirksregierung Arnsberg, brachte gleich sieben Förderbescheide mit ins Bad Berleburger Rathaus – in einer Größenordnung von insgesamt rund zwölf Mill. Euro bis zum Jahr 2025. Damit hat die Stadt gute Voraussetzungen, ihre Planungen für die nächsten Jahre umzusetzen. „Dem Land Nordrhein-Westfalen und uns als Bezirksregierung ist es ein wichtiges Anliegen, die ländliche Infrastruktur nachhaltig zu verbessern und zu erhalten“, betonte Ferdinand Aßhoff.

Unter anderem wurden zwei weitere Anträge der Verwaltung für die Sanierung von Wirtschaftswegen positiv beschieden. Regierungspräsident Hans-Josef Vogel hatte bereits zur Übergabe des weiterentwickelten Bürgerhauses einen ersten Förderbescheid über 500 000 Euro übergeben. Insgesamt stehen der Stadt Bad Berleburg für die Wirtschaftswege nun 1,5 Mill. Euro zur Verfügung. „Die Sanierung der Wirtschaftswege ist in vielen Ortschaften ein wichtiges Anliegen“, erklärte Bürgermeister Bernd Fuhrmann, „deshalb freuen wir uns sehr, dass unsere drei Anträge erfolgreich waren.“

Das liege vor allem an der hervorragenden Vorbereitung im Haus, so der Verwaltungschef: „Die Kolleginnen und Kollegen im zuständigen Fachbereich haben sich bei dem Thema frühzeitig gut aufgestellt und unter großem Einsatz entsprechende Konzepte entwickelt. Wir bekommen nun den Lohn für diese strategische Arbeit.“ Warum Wirtschaftswege und nicht Gemeindestraßen?

Diese Frage werde Bürgermeister Bernd Fuhrmann und den Mitarbeitern im Rathaus häufiger gestellt. „Das Thema KAG ist zurzeit noch nicht abschließend geklärt“, so Bernd Fuhrmann, „wir warten das Gesetzgebungsverfahren ab und konzentrieren uns bis dahin auf das, was wir tun können. Und für Wirtschaftswege gibt es zurzeit Fördergelder.“ Die Ortschaften profitieren aber nicht nur in Bezug auf die Wirtschaftswege, sondern auch von Fördergeldern für die Dorferneuerung. Insgesamt rund 400 000 Euro fließen nach Wunderthausen, Girkhausen, Diedenshausen und Arfeld. In Wunderthausen wird in den nächsten Jahren das Dorfgemeinschaftshaus ausgebaut, in Girkhausen wird der Abriss eines Teils der ehemaligen Grundschule gefördert. Diese Maßnahme soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Die Dorfgemeinschaft Diedenshausen möchte in den nächsten Jahren einen Dorfplatz realisieren und in Arfeld entsteht vor dem neuen Zentrum „Via Adrina“ ebenfalls ein multifunktionaler Dorfplatz, außerdem wird der angrenzende Spielplatz aufgewertet. Die zugesagten Gelder entsprechen einer Förderung von 65 Prozent. Auch die Stadt Bad Berleburg sowie die Ortschaften müssen sich also mit eigenen Mitteln und Leistungen einbringen. „Wir ziehen hier letztlich an einem Strang und haben dasselbe Interesse“, formulierte es Ferdinand Aßhoff, „nämlich, die spezifischen Strukturen in den Dörfern zu sichern und weiterzuentwickeln und sie als lebenswerte Räume zu erhalten. Gleiches gilt selbstverständlich für den Bereich Städtebauförderung.“

Bürgermeister Bernd Fuhrmann erklärte: „Mit dieser breiten Förderung sind wir in der Lage, unsere Herausforderungen als Stadt der Dörfer zielgerichtet zu bewegen – sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortschaften.“ Für die Kernstadt stehen der Stadt Bad Berleburg in den nächsten sieben Jahren insgesamt 10,5 Mill. Euro zur Verfügung, die in die Weiterentwicklung der Innenstadt fließen werden. Grundlage hierfür war, dass die Stadtverordnetenversammlung ein umfassendes Maßnahmenpaket für die Städtebauförderung beschlossen hat. Von der Bezirksregierung Arnsberg gab es darauf hin den Gesamtförderbescheid.

Zu den ersten konkreten Projekten in diesem Bereich gehört eine neue Querung über die Odeborn. Diese soll dort entstehen, wo zurzeit die Brücke an der Ludwigsburg gesperrt ist, und die Fußwegeverbindung zwischen der Oberstadt und der südlichen Kernstadt verbessern. Außerdem werden in der historischen Altstadt die Erneuerung und Gestaltung von Fassaden- und Freiflächen gefördert. Hiervon profitieren auch private Hausbesitzer, die für ihre Maßnahmen einen Zuschuss beantragen können. Zudem fördert das Land Nordrhein-Westfalen ein Gutachten für die Rainchen zwischen Ober- und Unterstadt. Der Hang soll untersucht und ein Gesamtkonzept erarbeitet werden. Ziel ist es, die Hänge nachhaltig zu sichern und die Grünflächen in diesem Bereich als Erlebnisraum zu gestalten. Bei diesen Projekten beträgt der Fördersatz 70 Prozent, die Stadt Bad Berleburg übernimmt also einen Eigenanteil von 30 Prozent.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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