SZ

Baustellen behindern in Bad Berleburg
Kampf dem Stau

Die Sanierungsmaßnahmen am und rund um den Nordknoten sollen noch bis Ende Oktober dauern. Die
Einschränkungen wollen die Verantwortlichen so gering wie möglich halten.
  • Die Sanierungsmaßnahmen am und rund um den Nordknoten sollen noch bis Ende Oktober dauern. Die
    Einschränkungen wollen die Verantwortlichen so gering wie möglich halten.
  • Foto: Timo Karl
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

tika Bad Berleburg. Als der Startschuss für die Maßnahme fiel, herrschte Verkehrschaos in der Innenstadt von Bad Berleburg. Lange Staus, lange Wartezeiten – der Frust war bei Verkehrsteilnehmern, Anwohnern und nicht zuletzt Händlern groß. Inzwischen hat ein Runder Tisch stattgefunden, an dem Stadtverwaltung, die zuständigen Behörden sowie eben Unternehmer und Händler teilgenommen haben. Die Ergebnisse präsentierten die Verantwortlichen am Freitag im Bürgerhaus am Markt in Bad Berleburg, um Transparenz zu schaffen und um für Verständnis zu werben.
Alle Maßnahmen hängen zusammen„Hätten wir normale Zeiten, würden wir manches entspannter sehen als jetzt. Was derzeit die Schwierigkeit in Bad Berleburg ausmacht, ist die Vielzahl von Maßnahmen und die Corona-Situation“, erklärte Bernd Fuhrmann.

tika Bad Berleburg. Als der Startschuss für die Maßnahme fiel, herrschte Verkehrschaos in der Innenstadt von Bad Berleburg. Lange Staus, lange Wartezeiten – der Frust war bei Verkehrsteilnehmern, Anwohnern und nicht zuletzt Händlern groß. Inzwischen hat ein Runder Tisch stattgefunden, an dem Stadtverwaltung, die zuständigen Behörden sowie eben Unternehmer und Händler teilgenommen haben. Die Ergebnisse präsentierten die Verantwortlichen am Freitag im Bürgerhaus am Markt in Bad Berleburg, um Transparenz zu schaffen und um für Verständnis zu werben.

Alle Maßnahmen hängen zusammen

„Hätten wir normale Zeiten, würden wir manches entspannter sehen als jetzt. Was derzeit die Schwierigkeit in Bad Berleburg ausmacht, ist die Vielzahl von Maßnahmen und die Corona-Situation“, erklärte Bernd Fuhrmann. Vollsperrung am Goetheplatz, halbseitige Sperrung am Nordknoten – hinzu kommt nun noch ein Pilotprojekt auf der Bundesstraße 480 bis auf Höhe der Ejot-Produktionsstätte und eine Kanalsanierung an der Heiderbrücke bis nach Wemlighausen an der Kreisstraße 51. Letztlich hängen alle Maßnahmen zusammen. Deshalb haben die Verantwortlichen diverse Optimierungen vorgenommen, die sie am Freitag präsentierten.
Eine erste Maßnahme war die Optimierung der Ampelschaltzeiten. Entscheidend war aus Sicht aller Beteiligten, dass der Nordknoten „unter Verkehr“ bleibt – von Beginn an. Lediglich Ende Oktober ist eine Vollsperrung notwendig, die voraussichtlich von Freitagabend bis Sonntagnacht dauert. Ein exaktes Datum steht noch nicht fest. „Es geht um eine Versiegelung, die nahtlos ist“, erklärte Oliver Alt. Der Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen NRW rechtfertigte dies mit der Tatsache der nachhaltigeren Bauweise – die Straße bleibt auf diese Weise länger intakt. Bringen die Verantwortlichen die oberste Asphaltschicht hingegen ebenfalls nur segmentweise auf, entstehen schneller Risse – und Notwendigkeiten der neuerlichen Sanierung. Dass auch die halbseitige Sperrung weder für Anwohner noch für die Händler positiv ist, verhehlten die Verantwortlichen nicht. Aber: Gänzlich ohne Einschränkungen ist die dringend notwendige Sanierung des Nordknotens und damit einhergehend auch der Odebornbrücke nicht möglich. Bis Ende Oktober bestehen diese Einschränkungen weiterhin.

Schäden müssen behoben werden

Dafür sind dann nicht nur Fahrbahn und Brücke instandgesetzt, sondern auch die Gehwege, auf denen die Verantwortlichen Barrierefreiheit herstellen wollen. Losgelöst von der Odebornbrücke ist dabei nur eine Sanierung der obersten Tragschicht bis zu einer Tiefe von acht Zentimetern notwendig. „Durch den Schwerlastverkehr sind teilweise Schäden aufgetreten, die wir beheben müssen“, berichtete Oliver Alt. Ziel ist – bei allen Maßnahmen unter Federführung des Landesbetriebs Straßen NRW – grundsätzlich eine verlässliche und dauerhafte Verfügbarkeit der Straßeninfrastruktur.

Weitere Baustellen und ein Pilotprojekt Im „Windschatten“ der Sanierung des Nordknotens in Bad Berleburg soll am Montag, 14. September, ein Pilotprojekt auf der Bundesstraße 480 beginnen – eine Fahrbahnsanierung, die direkt an die innerstädtische Baustelle anschließt, wie die Mitarbeiterin der Abteilung Realisierung Bau des Landesbetriebs Straßen NRW, Sonja Koch, am Freitag im Bürgerhaus am Markt in Bad Berleburg erklärte. Auf einer Länge von 1030 Metern – vom Ortsausgang bis etwa auf Höhe des Ejot-Geländes – will der Landesbetrieb in Abstimmung mit dem Verkehrsministerium NRW erstmals eine Fahrbahn unter diesen Umständen sanieren. Aufgrund der Fahrbahnbreite herrschen besondere Bedingungen – zur Umsetzung in vier Bauabschnitten ist eine Großfräse notwendig, von denen es nur wenige in Europa gibt. Die Maßnahme erfolgt unter halbseitiger Sperrung – eine Vollsperrung findet nur zeitgleich zu der am Nordknoten statt. Eine Ampelschaltung soll gewährleisten, dass eine Durchfahrt beider Baustellen innerhalb einer Phase möglich ist. LED-Tafeln an neuralgischen Punkten sollen auf Umleitungen hinweisen. Parallel dazu startet voraussichtlich ab kommender Woche eine Kanalsanierung – an der Kreisstraße 51 ab Heiderbrücke in Wemlighausen, auch unter halbseitiger Sperrung. Die Bauzeit soll zehn Wochen betragen, die Sanierung findet auf 245 Metern Strecke statt, sagte der Betriebsleiter der Stadtwerke, Achim Vorbau.

„Prophezeit ist, dass der Schwerlastverkehr in den kommenden Jahren zunimmt. Dieser Tatsache müssen wir Rechnung tragen“, erläuterte Steffen Scholz. Der Abteilungsleiter Straßenbau in der Regionalniederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs Straßen NRW verdeutlichte zugleich, warum eine scheinbar lange Bauzeit notwendig ist – und warum die Baustelle teilweise zu ruhen scheint.
„Wir haben bewusst die Variante gewählt, die Straße nur halbseitig zu sperren. Daher müssen wir kleinteiliger bauen, vermeiden aber größere Umleitungen, die gerade in ländlichen Regionen bei einer Vollsperrung unumgänglich sind“, erklärte Steffen Scholz. Zudem sind die Arbeitskräfte von der Witterung abhängig – zu geringe Temperaturen oder zu hohe Luftfeuchtigkeit sorgen oft dafür, dass die Baustoffe keine Verbindung eingehen und dann nach nur wenigen Jahren erneut eine Sanierung erforderlich wäre. Hinzu kommt, dass die Baustoffe nach ihrer Verarbeitung ruhen müssten. „Außerdem müssen wir Arbeitszeitrichtlinien einhalten, sollen zugleich erschütterungsfrei arbeiten und müssen den Anforderungen der Bauwirtschaft gerecht werden.“ Es gebe „Muss-Kriterien“, die bei der Planung zu erfüllen seien – diese versuche der Landesbetrieb mit möglichst vielen weiteren Kriterien in Einklang zu bringen.

Auch die Odebornbrücke ist "fällig"

Parallel zur Sanierung des Nordknotens findet auch die der angrenzenden Odebornbrücke statt. Dort ist eine Instandsetzung der Oberfläche, des Betons sowie des Mauerwerks notwendig – ebenso wie die des Gewölbes an der Unterseite, wie Önder Sahin erklärte. Der beim Landesbetrieb zuständige Mitarbeiter für den Brückenbau erläuterte, dass die Maßnahme wohl am Freitag, 11. September, abgeschlossen ist. Die obere Schicht allerdings folgt im Zuge der Vollsperrung. Die Stadt will dazu auch den Bauzeitplan auf ihrer Internetseite veröffentlichen.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

Timo Karl (Redakteur) auf Facebook
Timo Karl (Redakteur) auf Instagram
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil
ThemenweltenAnzeige

Spar-Abo der Siegener Zeitung
Schnell abonnieren und bares Geld sparen!

Das Abonnement der Siegener Zeitung ist der bequemste Weg, um jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten aus Siegen, dem Siegerland, Wittgenstein, Altenkirchen und Olpe zu in kompakter Form zu lesen ‒ als gedruckte Zeitung direkt aus dem Briefkasten oder als digitale Version in Form eines E-Papers. Das E-Paper lesen Sie bequem am PC oder ganz mobil mit unserer App für Android und Apple. Schnell Abo buchen und bares Geld sparenSchnell sein lohnt sich jetzt, denn je früher Sie bestellen, desto mehr...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen