Resonanz auf Workshop gering
Kaum geeignete Abstellmöglichkeiten für E-Bikes

E-Bikes werden in Wittgenstein immer beliebter. Oft fehlen aber noch die passenden Abstellflächen.
  • E-Bikes werden in Wittgenstein immer beliebter. Oft fehlen aber noch die passenden Abstellflächen.
  • Foto: Pixabay (Symbolfoto)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

ako Bad Berleburg. Unternehmen sind Schlüsselakteure für mehr Radverkehr in der Region. Denn Arbeitgeber haben einen großen Einfluss darauf, ob die Menschen in ihren Betrieben dienstlich und auch privat mit dem Fahrrad fahren. Aus diesem Grund hatte der Zweckverband Region Wittgenstein gemeinsam mit der Stadt Bad Berleburg und dem Dortmunder Verkehrsplanungsbüro Planersocietät am Dienstagabend zahlreiche Wirtschaftsvertreter zum Radverkehrsworkshop „Fahrrad und Wirtschaft“ eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, Vorschläge zu sammeln und Maßnahmen zu erarbeiten, die zur Verbesserung des Radfahrens in der Kommune an der Odeborn beitragen können.

Schwache Resonanz

Und obwohl das Thema Radverkehr laut Verbandsvorsteher Christoph Koch „in aller Munde“ sei, war die Resonanz an der Präsenzveranstaltung im Bürgerhaus am Markt erschreckend schwach: „Wir haben über 200 Mails rausgeschickt – an sämtliche Dienstleistungsbetriebe, touristische Betriebe, Einzelhandel. Die Anmeldungen, die jetzt hier sitzen, das sind die Anmeldungen, die wir erhalten haben.“ Doch auf die Konstruktivität des Workshops hatte die geringe Teilnehmerzahl – weniger als zehn – keine Auswirkungen – im Gegenteil. Bereits bei der kurzen Vorstellungsrunde wurde schnell ersichtlich, dass die Thematik rund um das Fahrrad bei den anwesenden Unternehmensvertretern hoch im Kurs steht. „Ein ganz spannendes Thema“, betonte Florian König, Geschäftsführer der Vamed-Rehaklinik.

Parken der Fahrräder schwierig

Doch wo gibt es konkreten Verbesserungsbedarf? Ein wesentlicher Punkt, der von den anwesenden Akteuren angesprochen wurde, war das „Fahrradparken“. Wer in Bad Berleburg unterwegs ist, wird schnell feststellen, dass vor allem für E-Bikes kaum geeignete Abstellmöglichkeiten vorhanden sind: „Wenn Sie Ihr Fahrrad dann mal vor einem Geschäft parken wollen, das wird schwierig“, erklärte Verkehrs- und Raumplaner Johannes Pickert. Pedelecs kosten meist zwischen 2000 und 5000 Euro. Für die Besitzer sei es daher „unangenehm“, die Fahrräder einfach stehen zu lassen: „Da ist aus unserer Sicht sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum Nachholfbedarf“, betonte Johannes Pickert.
Bei der Sparkasse Wittgenstein gebe es folglich gegenwärtig Überlegungen, neuen „abschließbaren Raum“ zu schaffen, wo die eigenen Mitarbeiter dann ihre Fahrräder einstellen können – auch um diese dann dort zu laden und vor den Witterungsverhältnissen zu schützen, sagte Sebastian Marburger. Was neue öffentliche Abstellmöglichkeiten angeht, hatte Christoph Koch gute Nachrichten zu verkünden.
Wie der Verbandsvorsteher und Dezernent der Stadt Bad Berleburg berichtete, sollen im kommenden Jahr im Bahnhofsbereich neue Abstellmöglichkeiten – „Boxen“ – eingerichtet werden, wo Radfahrer ihre Bikes „ein- und abschließen“ können: „Die Förderanträge sind gestellt und auch bewilligt. Da geht es jetzt um die Details der Umsetzung. Das wird also kommen“, so Christoph Koch.

Sicheres und vor Regen geschütztes Parken

„Parken ist tatsächlich ein wirklich wichtiges Thema. Wenn ich mein teures Fahrrad nicht abstellen kann, ist das ein Hinderungsgrund. Und wenn ich Pedelecs nicht wassergeschützt parken kann, ist das für viele ein Grund, diese nicht zu nutzen“, merkte Johannes Pickert an. Dem Verkehrsplaner zufolge sei eine weitere zentrale Frage, ob die Unternehmen ihrem Personal weitere Services anbieten. Mitarbeiter, die längere Strecken zur Arbeit mit dem Rad zurücklegen, müssten die Möglichkeit bekommen, sich auch umziehen bzw. duschen zu können.
Während des 90-minütigen Workshops sprachen die Teilnehmer über viele weitere Themenfelder und tauschten dabei intensiv ihre Erfahrungen aus. Die Ergebnisse der Veranstaltung will das Gutachterbüro Planersocietät nun bündeln und den Teilnehmern im Nachhinein zukommen lassen. Auch für die beiden anderen Wittgensteiner Kommunen wird ein Workshop angeboten. Dieser wird als digitale Veranstaltung am Mittwoch, 22. September, für Erndtebrück und am Montag, 4. Oktober, für Bad Laasphe durchgeführt.

Autor:

Alexander Kollek

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