Keine Socken – aber Gebasteltes

Christkind sammelte die Kinderpost am Weihnachtsmarkt in Diedenshausen ein

wette Diedenshausen. Einblick in die Wunschzettel, die einige Kinder vorgestern auf dem Diedenshäuser Weihnachtsmarkt dem Weihnachtsengelchen überreichten, hat selbstverständlich nur das Christkind persönlich. Aber auch wenn der Weihnachtsengel aus verständlichen Gründen keine nähere Auskunft geben sondern die eingesammelte Kinderpost alsbald dem Christkind in Engelskirchen überbringen wollte, lässt sich ein gemeinsamer Wunsch der Kleinen ganz gewiss erahnen: »Liebes Christkind, bitte mach, dass wir Weihnachten hier ganz viel Schnee haben.«

Ein Schneeflöckchen hier und da gehört schließlich zur Weihnachtszeit wie Glühwein zwischen fast gefrorene Hände, wie Weihnachtsgebäck in hungrige Mägen oder der Rewwel nach Diedenshausen. Bei Temperaturen, bei denen man überzogen formuliert eher an den nächsten Grillnachmittag als an einen Weihnachtsbummel denkt, ist es anfangs wohl eher eine undankbare Aufgabe, mit einem Markt für weihnachtliches Ambiente und festliche Stimmung zu sorgen. Den Diedenshäusern ist es freilich wieder gelungen, auch wenn richtige Stimmung erst bei Einbruch der Dunkelheit aufkam und die ersten Stunden eher weniger Gutes vermuten ließen. Vergangenen Donnerstag begannen die Aufbauarbeiten zum mittlerweile 14. Weihnachtsmarkt im Ortskern, der traditionell am Samstag vor dem ersten Advent ausgerichtet wurde.

Gut 30 Stände, die nicht nur von vielen Diedenshäuser und Wunderhäuser Privatpersonen betrieben wurden, sondern bei denen sich auch Kinder des örtlichen Kindergartens, die Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr, Aktive des Ski-Klubs Wunderthausen und des TuS Diedenshausen sowie die Gärtnerei Philipp Dienst engagierten, sorgten tatsächlich für ein erstes Aufkommen weihnachtlichen Flairs und behaglicher Atmosphäre. »Wir legen bewusst viel Wert auf weihnachtliches Flair und haben daher keinen kommerziellen Markt«, erklärte Matthias Womelsdorf als einer von fünf Organisatoren des Diedenshäuser Weihnachtsmarktes dessen erfolgreiches Konzept.

Keine Socken, keine Hosenträger und auch kein Staubsaugerzubehör – dafür viele liebevolle und in Eigenregie hergestellte Produkte wie Weihnachtsaccessoires aus den vielfältigsten Materialien, gebastelte Weihnachtspostkarten, Advents- und Weihnachtsgestecke oder beispielsweise auch Keramikartikel fanden reißenden Absatz. Und auch um die hungrigen und durstigen Marktbesucher kümmerten sich die Veranstalter bestens: vom Honigwein, dem Glühwein oder auch dem Rewwel, dem geschichtsträchtigen Diedenshäuser Heißgetränk, über kalte Getränke hin zu Speisen wie Waffeln, Eierkuchen oder Salzmagen, einer Spezialität aus Wunderthausen, war für jedermann eine Leckerei zu finden.

Das Programm tat sein übriges zum Gelingen des Marktes: das Einsammeln der Wunschzettel des Weihnachtsengels, das Vorbeischauen des Weihnachtsmannes mit seinem Gehilfen Knecht Ruprecht, die sogleich Schmackhaftes an die Kinder verteilten, das Aufspielen des Posaunenchores Wunderthausen, das von einigen Kindern initiierte Kasperletheater, das Kinderreiten oder auch die Andacht in der Kirche sorgten für reichlich Kurzweil zwischen den Ständen, die entweder in kleinen Fachwerkbuden oder festlich geschmückten Garagen beherbergt waren. Einziges Manko war, dass vier weitere Märkte in Wittgenstein (siehe weitere Berichterstattung) wegen des Wegfalls eines Adventssonntages terminlich mit dem Diedenshäuser kollidierten.

Seine »Stammkundschaft« wird dennoch ein jeder dieser Märkte gehabt haben, so sah es schließlich auch Matthias Womelsdorf: »Wir tun uns eigentlich nicht weh, denn wer einmal unterwegs ist, der besucht auch noch einen anderen Markt«, so Matthias Womelsdorf, der sich abschließend bei allen Diedenshäusern für deren mal wieder vorbildliche Unterstützung bedankte.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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