Wertvolles Archiv
Kirchenbücher werden digitalisiert

Auch von der katholischen Kirche in Bad Berleburg sind die Daten der Kirchenbücher digitalisiert worden. Das Erzbistum Paderborn hat damit einen großen Schatz an Daten veröffentlicht.
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  • Auch von der katholischen Kirche in Bad Berleburg sind die Daten der Kirchenbücher digitalisiert worden. Das Erzbistum Paderborn hat damit einen großen Schatz an Daten veröffentlicht.
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howe Bad Berleburg. Das Erzbistum Paderborn hat für Ahnen- und Heimatforscher eine wahre Fundgrube an Archivdaten geschaffen. Auch in Bad Berleburg ist die Freude groß. Denn aktuell ermöglicht das Erzbistum allen Interessierten und Familienforschern die Online-Recherche auf sage und schreibe einer Million Seiten. „Mittlerweile sind eine Million Scans gemacht worden. Das bedeutet, dass wir bereits die Hälfte der Kirchenbücher digitalisiert haben. Von mehr als 250 Pfarreien können die Kirchenbücher online recherchiert werden“, betont Julia Hennig.

Weltweit nach Vorfahren recherchieren

Die Geschäftsführerin des Projekts Kirchenbuchdigitalisierung erläutert, dass die Online-Publikation entsprechend der archivarischen Schutzfristen geschieht und keine Daten von noch lebenden Personen veröffentlicht werden. Die Kirchenbücher von sehr jungen Pfarreien seien noch komplett für die Online-Veröffentlichung gesperrt und andere Kirchenbücher würden nur teilweise bis zur Schutzfrist veröffentlicht. Durch das Digitalisierungsprojekt können Familienforscher zu jeder Zeit und weltweit von zu Hause aus nach ihren Vorfahren recherchieren.

Digitalisierung bis Ende 2023 abschließen

„Bis zum Projektende im Jahr 2023 möchten wir alle abgeschlossenen Kirchenbücher des Erzbistums Paderborn digitalisiert und gemäß der Schutzfristen online verfügbar gemacht haben“, sagt Michael Streit. Ein Blick in das riesige Kirchenbücher-Archiv lohnt sich auch für Wittgensteiner. Hier finden Forscher sämtliche katholische Taufen von 1837 bis 1850 sowie von 1851 bis 1873. Dazu hat das Team um Julia Hennig Namensregister erstellt. Hinzu kommen Wittgensteiner Trauungen von 1842 bis 1905 und Sterbefälle von 1851 bis 1918. Auch hier existieren Namensregister.

Fundus an Informationen

Außerdem sind Firmungen ab 1858 und die Erstkommunion ab 1851 aufgeführt. Auch Kirchenaustritte vergangener Zeit sind dokumentiert. Für Forscher in Wittgenstein eröffnet sich mit den digitalisierten Kirchenbüchern ein wunderbarer Fundus an Informationen und Erkenntnissen. Größtenteils werden bei den Taufen auch Daten zu den Vätern und deren Berufe preisgegeben, ebenso zum Wohnort und zur Herkunft. Bei den Trauungen sind gemäß der alten handschriftlichen Buchführungen Namen und Daten der Ehepartner, zum Teil Alter und Wohnort angegeben. Auch die Namen und die Herkunft der Trauzeugen sind aufgeführt. Immer wieder, und das dürfte das Besondere an den Berleburger Kirchenbüchern sein, führen Spuren zu den Sinti und Roma der Stadt, die man damals „Zigeuner“ nannte. Sie wohnten vornehmlich in der Lause und am „Alten Graben“. Auch die „Zigeuner“ aus Saßmannshausen finden sich auf den Seiten wieder. „Durch das Digitalisierungsprojekt können Familienforscher zu jeder Zeit und weltweit von zu Hause aus nach ihren Vorfahren recherchieren, und das kostenlos“, stellt Julia Hennig heraus.

Kirchenbücher wertvolles Archiv

Die Archivmitarbeitenden seien ansprechbar bei Fragen zu noch nicht digitalisierten Kirchenbüchern. Die Digitalisierung sei nicht nur eine Hilfe für die Familienforscher, die sich aus dem Erzbistum Paderborn, aus Deutschland, den Niederlanden und Polen und sogar aus den USA, Südamerika und Australien an das Erzbistumsarchiv wenden, betont die Geschäftsführerin des Digitalisierungsprojekts. „Die Digitalisierung dient auch der Erhaltung der Kirchenbücher, die eine besonders wertvolle Archivgattung für die kommenden Generationen sind.“ Jeden Freitag würden weitere Seiten veröffentlicht, informiert der kommissarische Leiter des Erzbistumsarchivs Michael Streit.

Pfarreien werden nacheinander abgearbeitet

Die neu eingestellten Kirchenbuchseiten von Pfarreien aus dem Erzbistum Paderborn werden auf der Startseite von Matricula in einer Nachricht angekündigt. Im Januar 2021 wurden dort die letzten Scans der Kirchenbücher der Pfarreien aus dem Dekanat Hochsauerland-Mitte mit den Kommunen Meschede, Bestwig, Schmallenberg und Eslohe veröffentlicht. Aktuell werden die Kirchenbücher der Pfarreien im Dekanat Südsauerland mit den Städten Attendorn, Drolshagen, Lennestadt und Olpe sowie den politischen Gemeinden Finnentrop, Kirchhundem und Wenden digitalisiert und schrittweise publiziert.
Seit 2015 läuft im Erzbistum das Digitalisierungsprojekt der Kirchenbücher, die Digitalisate werden seit 2018 kontinuierlich auf der Plattform Matricula unter https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/paderborn/ bereitgestellt.

Auch von der katholischen Kirche in Bad Berleburg sind die Daten der Kirchenbücher digitalisiert worden. Das Erzbistum Paderborn hat damit einen großen Schatz an Daten veröffentlicht.
Das Projektteam hat die Kirchenbücher allesamt abfotografiert. Beim Studieren der Berleburger Bücher fallen die vielen Sinti und Roma auf.
Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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