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Konfirmationen in Wittgenstein
Kirchengemeinde bereiten Ersatz vor

Ein Bild aus einer scheinbar anderen Zeit – entstanden im Februar im Rahmen des bis dato letzten Konfi-Camps in „abstandslosen  Zeiten“. Es zeigt Konfirmanden aus der Kirchenkreis-Region III, also aus den Kirchengemeinden Birkelbach, Erndtebrück, Raumland und Wingeshausen. An derartige Veranstaltungen oder gar Konfirmationen ist derzeit (noch) nicht zu denken.
  • Ein Bild aus einer scheinbar anderen Zeit – entstanden im Februar im Rahmen des bis dato letzten Konfi-Camps in „abstandslosen Zeiten“. Es zeigt Konfirmanden aus der Kirchenkreis-Region III, also aus den Kirchengemeinden Birkelbach, Erndtebrück, Raumland und Wingeshausen. An derartige Veranstaltungen oder gar Konfirmationen ist derzeit (noch) nicht zu denken.
  • Foto: Kirchenkreis (Archiv)
  • hochgeladen von Timo Karl (Redakteur)

tika Wittgenstein. Die letzten Feste und Familienfeiern liegen inzwischen einige Monate zurück – zumindest in größerem Rahmen. An Gruppenausflüge ist im Zeichen der Corona-Pandemie ohnehin nicht zu denken. Das öffentliche Leben liegt – trotz einiger Lockerungen – weiterhin weitgehend auf Eis. Nichts ist, wie es einmal war. Dass Konfirmationsfeiern im traditionellen Rahmen im April und Mai nicht stattgefunden haben, verstand sich nicht nur von selbst, sondern war schlichtweg nicht erlaubt. Das bis dato letzte Konficamp im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein hatte noch Mitte Februar in Windeck-Rosbach stattgefunden – die Gemeinschaft im sprichwörtlichen wie buchstäblichen Sinne stand dabei im Vordergrund. Bilder aus einer scheinbar anderen Zeit.

tika Wittgenstein. Die letzten Feste und Familienfeiern liegen inzwischen einige Monate zurück – zumindest in größerem Rahmen. An Gruppenausflüge ist im Zeichen der Corona-Pandemie ohnehin nicht zu denken. Das öffentliche Leben liegt – trotz einiger Lockerungen – weiterhin weitgehend auf Eis. Nichts ist, wie es einmal war. Dass Konfirmationsfeiern im traditionellen Rahmen im April und Mai nicht stattgefunden haben, verstand sich nicht nur von selbst, sondern war schlichtweg nicht erlaubt. Das bis dato letzte Konficamp im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein hatte noch Mitte Februar in Windeck-Rosbach stattgefunden – die Gemeinschaft im sprichwörtlichen wie buchstäblichen Sinne stand dabei im Vordergrund. Bilder aus einer scheinbar anderen Zeit.

Die Kirchengemeinden mussten indes Lösungen im Umgang mit den anstehenden Konfirmationsfeiern finden. Während die Kirchengemeinde Arfeld kurz vor dem „Lockdown“ die Konfirmation noch stattfinden ließen, sagten alle anderen selbige ab. Inzwischen haben die ersten Gemeinden neue Termine definiert – unter Vorbehalt. Angesichts der dynamischen Lage zögern einige Gemeinden allerdings noch. Dazu zählen unter anderem die aus Bad Berleburg und Girkhausen.

„Wir haben bewusst noch keine Daten festgelegt, sondern woll die Juni-Sitzungen der Presbyterien abwarten. Ende Juni sehen wir hoffentlich klarer und können dann verlässliches sagen“, erklärte Christine Liedtke mit Blick auf beide Gemeinden. Die Pfarrerin der Kirchengemeinde Girkhausen hob hervor, dass derzeit viele Sachverhalte im Wandel seien und sich beide Kirchengemeinden gerade deshalb Zeit mit einer Terminierung ließen. „Wir möchten den Konfirmanden am liebsten einen Gottesdienst in der Form bieten, wie er ausgefallen ist. Wir wissen aber derzeit nicht, ob und wann wir diesen Gottesdienst feiern können.“

Anders verfährt die Lukas-Kirchengemeinde im Eder- und Elsofftal. Gemeindepfarrer Joachim Cierpka hat gleich drei Daten festgelegt – zwei davon stehen bereits taggenau fest, das dritte ist für das Jahr 2021 avisiert. Der erste Termin soll bereits Anfang Juni über die Bühne gehen. „Das wird in sehr kleinen Gruppen stattfinden“, wusste Joachim Cierpka, der hofft, pro Termin jeweils ein Drittel konfirmieren zu können. Dabei hat er nicht zuletzt die arg gebeutelten Gastronomen im Blick, für die Familienfeiern einen nicht unerheblichen Anteil ihres Umsatzes bilden. „Es gilt gerade in diesen Zeiten Hand in Hand zu arbeiten und den Gastronomen zu helfen – entweder mit Feiern in den Restaurants oder aber auch durch Catering. Familienfeiern sollte man nicht unterschätzen und kontextuell denken“, erklärte Joachim Cierpka, der „einen erhöhten Aufwand“ für die Kirchengemeinden sah – aber auch für die Gastronomen.

Die Kirchengemeinde Bad Laasphe hat ebenfalls Termine für Bad Laasphe, Niederlaasphe und Puderbach festgelegt – nach einer Umfrage unter den Konfirmanden. „Ziel war es, Termine festzulegen und eine Perspektive zu geben“, erklärte Steffen Post. Der Gemeindepfarrer hat das mögliche Prozedere allerdings noch nicht festgelegt, da aus seiner Sicht unklar ist, wie zu den entsprechenden Zeitpunkten zu verfahren ist. „Wir werden überlegen wie es stattfinden kann. Ein entsprechendes Konzept für die Durchführung werden wir voraussichtlich in den Sommerferien ausarbeiten“, erklärte Steffen Post, der zunächst die weitere politische Entwicklung im Umgang mit dem Virus abwarten will.

Ebenso wie seine Hoffnungen ruhen auch die von Simone Conrad darauf, die Konfirmation jeweils in den entsprechenden Gruppen als Ganzes durchführen zu können. „Es soll möglichst einen Gottesdienst geben, um die Gemeinschaft beizubehalten. Wenn wir das ganze auf kleinere Gruppen aufteilen müssen, dann würde dies die Gemeinschaft zerreißen“, haderte die Birkelbacher Gemeindepfarrerin.

Am ursprünglich vorgesehenen Tag der Konfirmation hat sie jedem Jugendlichen eine Tasse mit dem Spruch „Haltet durch“, ihrem eigenen Konterfei und der Birkelbacher Kirche zukommen lassen – eine herzliche Geste in schwierigen Zeiten. Dennoch arbeitet Simone Conrad auch an einem Plan B. „Wenn es nicht klappt, die Konfirmation in der gesamten Gruppe stattfinden zu lassen, teilen wir es auf. Dann sind drei Gottesdienste an einem Tag denkbar. Alles hängt aber auch davon ab, wie viele Menschen in die Kirche kommen wollen“, erklärte die Pfarrerin.

Dass die Konfirmation einen anderen Rahmen erhält als vorgesehen, steht dabei wohl außer Frage. „Gesang und modernes Liedgut haben bei uns immer eine große Rolle gespielt. Derzeit ist es ja gar nicht erlaubt, während der Gottesdienste zu singen“, konstatierte Simone Conrad, die die bei aller Perspektive auf einen neuen Termin im September und die damit verbundene Planungssicherheit das notwendige Maß an Flexibilität wahren will. „In dieser Hinsicht muss ich den Jugendlichen und ihren Eltern ein Kompliment aussprechen. Es wird gut kommuniziert, es gab bislang keine Enttäuschungen oder Diskussionen“, erklärte die Pfarrerin. Die letzten Gemeinschaftsfeiern liegen schon eine gute Weile zurück – doch die Gemeinschaft hat offenkundig nicht unter Corona gelitten. Im Gegenteil: Sie ist intensiviert und arbeitet Hand in Hand – kontaklos.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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