Bürgerversammlung in Beddelhausen
Klares Ja zum Großprojekt Dorfgemeinschaftshaus

Ortsvorsteher Dieter Althaus hatte geladen – die Beddelhäuser Bürger waren zahlreich im Dorfgemeinschaftshaus erschienen. Foto: Sarah Benscheidt
  • Ortsvorsteher Dieter Althaus hatte geladen – die Beddelhäuser Bürger waren zahlreich im Dorfgemeinschaftshaus erschienen. Foto: Sarah Benscheidt
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sabe Beddelhausen. Unmittelbar über politische Sachfragen abstimmen – und zwar per Handzeichen. Wie direkte Demokratie funktioniert – und zwar ohne viel Brimborium –, das zeigte am Montagabend Dieter Althaus, Ortsvorsteher von Beddelhausen, gemeinsam mit dem Kämmerer der Stadt Bad Berleburg, Gerd Schneider, sowie Manuel Spies, der unter anderem für das Gebäudemanagement der Stadt verantwortlich ist.

Im Austausch mit den Beddelhäusern wollte man sich über das Dorferneuerungsprogramm unterhalten – soll heißen: „Wollen wir das Dorfgemeinschaftshaus im Rahmen einer Fördermaßnahme weiterentwickeln oder nicht? Wichtig ist Eure Meinung.“ Dieter Althaus, hatte im erwähnten Dorferneuerungsprogramm Chancen für das – in die Jahre gekommene, aber durchaus modernisierungsbedürftige – Dorfgemeinschaftshaus gesehen und Fördermaßnahmen für das Gebäude angefragt. Profitieren können Dörfer von dem Förderpaket wie folgt: 65 Prozent der Gesamtkosten werden übernommen, 25 Prozent müssen in Eigenleistung in die Hand genommen werden und zehn Prozent übernimmt bei erfolgreicher Antragsstellung die Stadt.

Klingt nach keinem schlechten Deal, in dem man, wie es eine interessierte Bürgerin formulierte, doch eigentlich „direkt zupacken“ müsse. Ein Blick auf die vorläufig ausgerechneten Kosten des Projekts ließ dann aber erst einmal kurz innehalten: „Förderfähige Kosten wären nach momentan geschätztem Stand rund 167 200 Euro“, ließ Manuel Spieß das Plenum wissen.

Dacharbeiten, der Neubau eines Behinderten-WCs, diverse Renovierungsarbeiten, WLAN und Internetverkabelung sowie eine neue Heizungsanlage – das kostet. In Anbetracht der Tatsache, dass der Dorf-Treff 1997 in völlig eigener Arbeitsleistung eine recht umfassende Verschönerung erhalten hatte, eine stolze Summe. So machten Ehrenamtliche des einstigen Bauprojekts ihren Bedenken Luft: „25 Prozent von dieser Summe in Eigenleistung, dass ist viel Arbeit, dem muss man sich bewusst sein.“

Ja, die Maßnahme sei durchaus umfangreich und die Entscheidung will auch sicherlich überlegt sein, fand auch der Ortsvorsteher selbst. Dennoch: „Das Gebäude gewinnt nicht an Wert, wir wissen alle, wie wichtig das Dorfgemeinschaftshaus für uns ist.“ Tatsächlich spielt sich ein Großteil des Vereinsgeschehens in den Räumlichkeiten ab (MGV und Frauenchor, TuS, Burschenschaftsversammlungen, Mitgliederversammlungen und eben alle Events der Einwohner) – es kann also durchaus nur von Vorteil sein wenn man in Richtung Zukunft investiert. „Wir machen es schlussendlich für uns“, so Dieter Althaus. Außerdem, so wisse er es aus der Vergangenheit: „Die Bereitschaft für Eigenleistung war und ist in diesem Dorf immer sehr hoch.“

Schlussendlich ließ man dann nach regem Austausch und Abwägungen in alle Richtungen den Beddelhäusern das letzte Wort für ein Stimmungsbild. Die hielten fast einvernehmlich die Arme in die Höhe – ein klares Ja. Bis September hat der Arbeitskreis, der sich rund um das Projekt gegründet hat, jetzt Zeit, einen Antrag auszuarbeiten und einzureichen – ob der denn nun überhaupt von der Bezirksregierung angenommen werde, dass stehe allerdings, wie bei jedem Förderantrag erstmal in den Sternen, erklärte Gerd Schneider.

Der Konjunktiv war also an diesem Abend ein oft genutztes Stilmittel. Die Devise von Dieter Althaus wusste aber die (momentan noch) imaginierte Situation mit jeder Menge Motivation zu füllen: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

Autor:

Sarah Benscheidt (Volontärin) aus Bad Berleburg

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