Zukunft nachhaltig gestalten
Kleinstadtakademie will "eine Menge bewegen"

Der stellvertretende Vorsitzende des Beirats der Kleinstadtakademie sowie Bad Berleburger Bürgermeister in Personalunion, Bernd Fuhrmann (Bildmitte, r.) nahm jetzt an einer Diskussionsrunde im Rahmen des digitalen 14. Bundeskongresses „Nationale Stadtentwicklungspolitik – 50 Jahre Städtebauförderung“ teil.
  • Der stellvertretende Vorsitzende des Beirats der Kleinstadtakademie sowie Bad Berleburger Bürgermeister in Personalunion, Bernd Fuhrmann (Bildmitte, r.) nahm jetzt an einer Diskussionsrunde im Rahmen des digitalen 14. Bundeskongresses „Nationale Stadtentwicklungspolitik – 50 Jahre Städtebauförderung“ teil.
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  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

sz Bad Berleburg. Aus der Not hat Bad Berleburg eine Tugend gemacht. „Wir haben aus der Krise Kraft geschöpft und ein Leitbild entwickelt, mit dem wir uns nachhaltig für die Zukunft aufgestellt haben“, erklärte Bernd Fuhrmann. Der Bad Berleburger Bürgermeister und neu gewählte stellvertretende Vorsitzende des Beirats der Kleinstadtakademie in Personalunion diskutierte jetzt digital mit weiteren Akteuren über die Zukunftsperspektiven von Kleinstädten – im Rahmen des 14. Bundeskongresses „Nationale Stadtentwicklungspolitik – 50 Jahre Städtebauförderung“.

Die Formel für eine Kleinstadt der und vor allem mit Zukunft brachte Fuhrmann dabei auf den Punkt: „Wir müssen Themen allgemein vom Ende her denken, aus Sicht unserer Bürgerinnen und Bürger – und nicht vom Anfang des Problems.“ Es gehe darum, die Themen stets in der ganzen Bandbreite zu denken, gemeinsam mit den Menschen – nur so sei es auch für die Stadt der Dörfer möglich gewesen, einen Weg aus dem Nothaushalt zu finden. Genauso ist das Leitbild „Bad Berleburg 2030“ konzipiert. Zweifellos sei dieser Weg in Bad Berleburg bereits von Erfolg gekrönt – etwa durch die Auszeichnung als nachhaltigste Kleinstadt Deutschlands 2020.

"Nicht die Probleme, sondern die Lösungen sehen"

„Wir als Kleinstädte haben unglaublich viel Kraft und Stärke, wir können eine ganze Menge bewegen und erreichen. Das können wir, weil wir nicht die Probleme, sondern die Lösungen sehen“, sagte Tanja Rönck. Die Bürgermeisterin von Malente in Ostholstein sowie neue Vorsitzende des Beirats der Kleinstadtakademie spielte dabei einerseits auf ihre eigene Kommune, andererseits auf den zentralen Gedanken der Kleinstadtakademie selbst an. Essenziell für ein nachhaltiges Wirken einer Kleinstadt sind die gegenseitige Unterstützung und der Wissenstransfer. Eine Idee, die für die Kleinstadtakademie zentral ist.

Genau deshalb haben mehrere Kommunen aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland das wissenschaftlich begleitete Projekt 2019 aus der Taufe gehoben – derzeit läuft die Pilotphase, ab 2023 wollen sie die Kleinstadtakademie verstetigen.

Ohne Bund und Länder geht es nicht

„Kooperationen und neue Allianzen weisen auch in Kleinstädten häufig den Weg zu neuen Lösungen in schwierigen Situationen. Dazu gehören auch interkommunale Kooperationen“, erklärte Prof. Dr. Peter Dehne von der Hochschule Neubrandenburg. Das Mitglied des Beirats der Kleinstadtakademie hob damit die Bedeutung der „lernenden Kleinstadt“ als grundlegende Voraussetzung für eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung hervor.

Tatsächlich sind die Themenfelder vielfältig. Die Stadt Bad Berleburg etwa hat sich den 17 Zielen der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung und zugleich mehreren Querschnittsaufgaben verschrieben. Gerade diese Verzahnung gestaltet die Suche nach Lösungen anspruchsvoll, stellt selbige zugleich aber auch auf eine breite Basis. „Wir müssen die Dinge bei uns vor Ort und als Kleinstädte denken – das ist eine aufwendige Querschnittaufgabe, die einer guten Kommunikation und vor allem Bürgerbeteiligung bedarf“, so Bernd Fuhrmann.

Mit einem hohen Maß an Kreativität könnten Kleinstädte vermeintliche Nachteile gegenüber Metropolen ausgleichen – wenn die Rahmenbedingungen stimmen: „Die Kleinstadtakademie kann eine Menge leisten, Ideen finden. Aber Bund und Länder müssen letztlich die Rahmenbedingungen und damit auch die Finanzierung dafür sicherstellen“, erklärte Fuhrmann.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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