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Wittgensteiner an der Spitze
Konstantin Achinger neuer Vorsitzender der NRW-Jusos

Konstantin Achinger steht ab sofort an der Spitze der NRW-Jusos. Die Delegierten wählten den aus Bad Berleburg stammenden Studenten mit großer Mehrheit zu ihrem neuen Vorsitzenden.
  • Konstantin Achinger steht ab sofort an der Spitze der NRW-Jusos. Die Delegierten wählten den aus Bad Berleburg stammenden Studenten mit großer Mehrheit zu ihrem neuen Vorsitzenden.
  • Foto: Jusos
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

tika/sz Bad Berleburg/Bielefeld. Ein Bad Berleburger steht ab sofort an der Spitze der Jusos in Nordrhein-Westfalen: Konstantin Achinger ist neuer Vorsitzender der SPD-Jugendorganisation. Die 128 Delegierten der 19. Landeskonferenz der NRW-Jusos wählten den aus Bad Berleburg stammenden und in Münster studierenden 25-Jährigen mit 82 Prozent der Stimmen an die Spitze. Damit setzte sich der Odebornstädter deutlich gegen seinen Mitbewerber Marvin Buchecker aus Reken durch.
Mit den Jusos als Mannschaft auf dem Platz„Wir wollen, dass jeder Mensch das Leben leben kann, was sie oder er sich wünscht – nicht Geburtsort, Geschlecht oder Hautfarbe dürfen darüber entscheiden.

tika/sz Bad Berleburg/Bielefeld. Ein Bad Berleburger steht ab sofort an der Spitze der Jusos in Nordrhein-Westfalen: Konstantin Achinger ist neuer Vorsitzender der SPD-Jugendorganisation. Die 128 Delegierten der 19. Landeskonferenz der NRW-Jusos wählten den aus Bad Berleburg stammenden und in Münster studierenden 25-Jährigen mit 82 Prozent der Stimmen an die Spitze. Damit setzte sich der Odebornstädter deutlich gegen seinen Mitbewerber Marvin Buchecker aus Reken durch.

Mit den Jusos als Mannschaft auf dem Platz

„Wir wollen, dass jeder Mensch das Leben leben kann, was sie oder er sich wünscht – nicht Geburtsort, Geschlecht oder Hautfarbe dürfen darüber entscheiden. Diesem Ziel kommt man nicht näher, wenn man in der Politik nur auf sich selbst schaut, wenn man ohne Vertrauen nebeneinander kämpft. Ich habe das Privileg, in einem Verband Politik zu machen, der als Mannschaft auf dem Platz steht, der ohne Zweifel gemeinsam streitet“, erklärte Konstantin Achinger nach seiner Wahl im Rahmen der Versammlung in Bielefeld.

Die CDU auf die Oppositionsbank schicken

Konstantin Achinger löst die 27-jährige Jessica Rosenthal ab. Sie war nicht mehr zur Wahl angetreten, weil sie für den Bundesvorsitz der Jusos kandidiert und damit Nachfolgerin von Kevin Kühnert werden will, der wiederum stellv. SPD-Bundesvorsitzender ist. Derweil geht Konstantin Achinger nicht unvorbereitet in das Amt, in das ihn die Delegierten für zwei Jahre gewählt haben. Er war zuvor Stellvertreter von Jessica Rosenthal, die die Landeskonferenz wiederum einstimmig zur Juso-Bundesvorsitzende nominiert hat. Er sei der Überzeugung, so Konstantin Achinger, dass die besten Zeiten des Verbandes noch bevorstünden. „Ich habe Bock auf dieses Ehrenamt“, erklärte der Wittgensteiner im Gespräch mit der Siegener Zeitung daher. Für die NRW-Jusos stünden zwei herausfordernde Jahre an, die durch die Wahlkämpfe zur Bundestags- und zur Landtagswahl geprägt sein würden. „Ich trete an, um mit euch die CDU auf die Oppositionsbank zu schicken und dafür zu sorgen, dass die SPD wieder linke Koalitionen anführt – im Bund und erst recht in Nordrhein-Westfalen“, erklärte Konstantin Achinger in Bielefeld. Er wolle nicht verhehlen, dass die SPD – gerade auch in NRW – nicht da stehe, wo sie stehen wolle, nicht zuletzt nach der Kommunalwahl. Nun sei es an der Zeit, eine Trendwende einzuleiten.

Mobilität für alle

Wichtig sei es gerade für Wittgenstein, letztlich aber für ganz Südwestfalen, öffentliche Investitionen zu tätigen. „Das ist die Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg“, erklärte er im SZ-Gespräch. Zudem gelte es, das Thema Mobilität zu forcieren. „Es gibt kaum eine Region, in der man derart auf das Auto angewiesen ist, wie in Wittgenstein. Nicht jeder Mensch kann sich das aber leisten. Deshalb gehören öffentliche Aufgaben auch in öffentliche Hand“, erklärte Konstantin Achinger mit Blick auf das ÖPNV-Angebot. Es gelte, Landflucht zu verhindern – Mobilität sei da entscheidend. „Wichtig ist, dass Kommunen handlungsfähig bleiben. Dafür müssen wir die Finanzgrundlage schaffen, die zuletzt immer weiter weggebrochen ist“, haderte der 25-Jährige.

Wittgensteiner studiert in Münster

Der neue Landesvorsitzende der Jusos verbrachte nach seiner Geburt in Marburg im Jahr 1995 die ersten 18 Lebensjahre in Bad Berleburg. Zu den Jusos Siegen-Wittgenstein kam er schon 2009 und arbeitete von 2010 bis 2013 als Beisitzer im Vorstand mit. Im Jahr 2012 trat er auch in die SPD ein und war seitdem Mitglied im Ortsverein Bad Berleburg. Ein Jahr später absolvierte er mit dem ersten G-8-Jahrgang am Johannes-Althusius-Gymnasium in Bad Berleburg sein Abitur und zog daraufhin nach Münster, wo er seitdem an seinem Bachelor in Germanistik und Philosophie auf Lehramt an der Westfälischen Wilhelms-Universität arbeitet.

"Witti bleibt man im Herzen"

„In den letzten Jahren war ich leider nicht mehr ganz so regelmäßig in der Heimat, aber ich komme immer wieder gerne zurück, weil ich die wunderschöne Landschaft sehr liebe und an Siegen-Wittgenstein schätze, dass die Menschen das Herz am rechten Fleck haben, ehrlich und gerade heraus sind“, erklärte Konstantin Achinger. „Witti bleibt man im Herzen.“
Die Jusos Siegen-Wittgenstein zeigten sich erfreut über die Wahl. Der Verband werde „von einem klugen Überzeugungstäter geführt, der unbeirrbar für die Ziele der Jusos streitet und seine Heimat nicht vergessen hat“. Klar ist: Sowohl die Jusos NRW als auch die Junge Union NRW stehen unter Leitung von Vorsitzenden aus dem Kreisgebiet. Die jungen Christdemokraten hatten erst kürzlich Johannes Winkel aus Kreuztal an ihre Spitze gewählt.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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