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Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks
Kosmetikerin Viktoria Giebler im Bundesfinale

Gesichtsbehandlungen, Massagen, Waxing oder Maniküre: Vor allem die Vielschichtigkeit ist es, die die junge Bad Berleburgerin an ihrem Beruf als Kosmetikerin fasziniert.
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  • Gesichtsbehandlungen, Massagen, Waxing oder Maniküre: Vor allem die Vielschichtigkeit ist es, die die junge Bad Berleburgerin an ihrem Beruf als Kosmetikerin fasziniert.
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ll Bad Berleburg. Ein Beruf mit Mehrwert sollte es sein – so viel war für Viktoria Giebler von Anfang an klar. Dass in ihrem Fall aber nun im übertragenen Sinne sogar ein Beruf mit „Meerwert“ daraus geworden ist, freut die gebürtige Bad Berleburgerin umso mehr. Denn seit Montag arbeitet sie als Kosmetikerin im 5-Sterne-Superior-Hotel „Fährhaus“ auf Sylt – direkt am Wattenmeer. „Ich bin jung, unabhängig und entdecke gerne neue Orte, deshalb ist das hier jetzt genau der richtige Schritt für mich“, freut sich die 20-Jährige im Gespräch mit der SZ über die Möglichkeit, seit Juni dieses Jahres dort arbeiten zu dürfen, wo andere Urlaub machen.
Ich finde es schade, dass Kosmetikerinnen gleich immer das Klischee des Püppchens angedichtet wird.

ll Bad Berleburg. Ein Beruf mit Mehrwert sollte es sein – so viel war für Viktoria Giebler von Anfang an klar. Dass in ihrem Fall aber nun im übertragenen Sinne sogar ein Beruf mit „Meerwert“ daraus geworden ist, freut die gebürtige Bad Berleburgerin umso mehr. Denn seit Montag arbeitet sie als Kosmetikerin im 5-Sterne-Superior-Hotel „Fährhaus“ auf Sylt – direkt am Wattenmeer. „Ich bin jung, unabhängig und entdecke gerne neue Orte, deshalb ist das hier jetzt genau der richtige Schritt für mich“, freut sich die 20-Jährige im Gespräch mit der SZ über die Möglichkeit, seit Juni dieses Jahres dort arbeiten zu dürfen, wo andere Urlaub machen.

Ich finde es schade, dass Kosmetikerinnen gleich immer das Klischee des Püppchens angedichtet wird.
Viktoria Giebler
Landessiegerin im Leistungswettbewerb

Überhaupt schwimmt Viktoria Giebler momentan – um im Bild zu bleiben – auf einer regelrechten Welle des Erfolgs. Beim alljährlich durchgeführten Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks („PLW – Profis leisten was“) hat sie mit ihrer Abschlussprüfung nicht nur den 1. Platz auf Kammerebene in Südwestfalen erzielt, sondern sich in der Kategorie „Kosmetik“ auch auf Landesebene durchgesetzt. Damit tritt die Wittgensteinerin, die ihre dreijährige Ausbildung bei der Oversum Hotel GmbH in Winterberg absolviert hat, nun sogar im großen Finale auf Bundesebene an. Wobei „antreten“ in diesem Fall nicht wirklich zutrifft. Denn einen praktischen Teil beziehungsweise aktive Aufgaben, die es vor Ort zu lösen gilt, gibt es 2021 Corona-bedingt nicht. So wurden die Sieger auf Kammer- und Landesebene ausschließlich anhand der Ergebnisse ihrer praktischen Prüfungsbereiche der Abschluss- und Gesellenprüfung ermittelt.

Kosmetikerin Viktoria Giebler im Bundesfinale: Per Post informiert

Viktoria Giebler hat von ihrem Glück deshalb auch lediglich per Post erfahren. In zwei unterschiedlichen Briefen sei ihr mitgeteilt worden, dass sie den Wettbewerb zunächst auf Kammer- und anschließend auf Landesebene gewonnen habe. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und mich dementsprechend natürlich auch riesig darüber gefreut“, so die junge Dame. Dass allerdings rein die Abschlussnote (sie hat mit 98 Punkten die „1“ minimal verfehlt) ausschlaggebend ist und eben keine zusätzliche praktische Aufgabe wie etwa ein Make-up oder Nageldesign gefordert wird, beurteilt die Bad Berleburgerin mit gemischten Gefühlen: „Ich bin zwiegespalten: Einerseits hätte ich mich gerne mit anderen im direkten Wettbewerb gemessen, andererseits kann ich mir so die lange und aufwändige Anfahrt von Sylt sparen.“

Abschied mit Wehmut: Auf ihre Ausbildungszeit im Oversum Winterberg blickt Viktoria Giebler gerne zurück. „Vor allem meiner Ausbildungsleiterin Svenja und Herrn Heider als Hoteldirektor bin ich sehr dankbar, da sie mich auch und gerade in Pandemiezeiten immer unterstützt haben“, so die 20-Jährige.
  • Abschied mit Wehmut: Auf ihre Ausbildungszeit im Oversum Winterberg blickt Viktoria Giebler gerne zurück. „Vor allem meiner Ausbildungsleiterin Svenja und Herrn Heider als Hoteldirektor bin ich sehr dankbar, da sie mich auch und gerade in Pandemiezeiten immer unterstützt haben“, so die 20-Jährige.
  • Foto: Oversum Hotel GmbH
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Zehn Stunden sei sie zuletzt mit dem Zug gereist, um ihre Familie in der Wittgensteiner Heimat zu besuchen. Immerhin: Ganz alleine ist sie in ihrem aktuellen Domizil nicht – ihr Freund hat sie in den hohen Norden begleitet. Ihre Eltern und ihre vier Geschwister vermisse sie dennoch sehr, räumt die 20-Jährige freimütig ein. Gerade ihren Eltern ist sie besonders dankbar: „Die beiden haben mich letzten Endes durch alle Höhen und Tiefen gebracht und unterstützen mich bei all meinen Entscheidung.“ Auch ein Praktikum bei der Stadtparfümerie Acker in Bad Berleburg habe dazu beigetragen, den Berufswunsch „Kosmetikerin“ zu verfestigen, sodass die damals 17-Jährige schließlich ihre Ausbildung im Oversum Winterberg begann, die sie in diesem Jahr mit Bravour abschloss.

Kosmetikerin Viktoria Giebler im Bundesfinale: Spaß an Vielschichtigkeit

Dabei sei es vor allem die Vielschichtigkeit des Berufs, die ihr besonderen Spaß bereite, so Viktoria Giebler. „Ich finde es daher schade, dass Kosmetikerinnen gleich immer das Klischee des Püppchens angedichtet wird.“ Schließlich sei das Berufsbild viel breitgefächerter und reiche von kosmetischer Fußpflege, über Massagen, Gesichtsbehandlungen und Körperanwendungen bis hin zu Waxing und Maniküre und erfordere zudem medizinische Fachkenntnis. Auch der gesamte Bereich „Wellness“ nehme heutzutage einen hohen Stellenwert ein. Ihr Tipp: „Achtet wieder mehr auf euch. Nehmt eine Auszeit vom Alltag, und gönnt euch Wellness. Es entspannt psychisch und physisch, wenn man den Ballast und Stress des Alltags abschmeißen und einfach nur die Seele baumeln lassen kann.“

Für ihren eigene Zukunft hat die 20-Jährige schon eine konkrete Idee: „Ich möchte gerne mal auf einem Schiff arbeiten. Das war schon vor Corona mein Ziel, durch die Pandemie aber bisher nicht möglich.“ Ihr Berufsweg wird also weiter einer mit Mehrwert bzw. „Meerwert“ sein.

Gesichtsbehandlungen, Massagen, Waxing oder Maniküre: Vor allem die Vielschichtigkeit ist es, die die junge Bad Berleburgerin an ihrem Beruf als Kosmetikerin fasziniert.
Abschied mit Wehmut: Auf ihre Ausbildungszeit im Oversum Winterberg blickt Viktoria Giebler gerne zurück. „Vor allem meiner Ausbildungsleiterin Svenja und Herrn Heider als Hoteldirektor bin ich sehr dankbar, da sie mich auch und gerade in Pandemiezeiten immer unterstützt haben“, so die 20-Jährige.
Autor:

Lars Lenneper

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