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(Fast) Alle Gottesdienste an Weihnachten abgesagt
Kreative Konzepte der Gemeinden hinfällig

Die Erndtebrücker Kirche bleibt zwar weiterhin zum Gebet offen, aber auch hier werden bis mindestens 10. Januar keine Gottesdienste mehr stattfinden. Der freiwillige Verzicht auf Empfehlung der Landeskirche gilt auch für Gottesdienste draußen.
  • Die Erndtebrücker Kirche bleibt zwar weiterhin zum Gebet offen, aber auch hier werden bis mindestens 10. Januar keine Gottesdienste mehr stattfinden. Der freiwillige Verzicht auf Empfehlung der Landeskirche gilt auch für Gottesdienste draußen.
  • Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

bw Bad Berleburg. Viele Gedanken hatten sich die Presbyterien der Gemeinden im Ev. Kirchenkreis Wittgenstein gemacht, um Konzepte für sichere Gottesdienste zu erarbeiten. Freiluft-Gottesdienste vor dem Berleburger Schloss oder rund um die Kirche in Erndtebrück auf dem Außengelände gehörten dazu, Gottesdienste in Kirchen mit den nötigen Abständen und einer stark begrenzten Teilnehmerzahl ebenfalls. All die kreativen Ideen, die in dem Prozess entstanden waren, sind jetzt leider hinfällig. Der Wittgensteiner Kirchenkreis folgt der Empfehlung der Westfälischen Landeskirche und verzichtet auf eine Durchführung von Gottesdiensten zumindest bis zum 10. Januar. So fallen die gewöhnlich sehr gut besuchten Gottesdienste an den Feiertagen aus.

bw Bad Berleburg. Viele Gedanken hatten sich die Presbyterien der Gemeinden im Ev. Kirchenkreis Wittgenstein gemacht, um Konzepte für sichere Gottesdienste zu erarbeiten. Freiluft-Gottesdienste vor dem Berleburger Schloss oder rund um die Kirche in Erndtebrück auf dem Außengelände gehörten dazu, Gottesdienste in Kirchen mit den nötigen Abständen und einer stark begrenzten Teilnehmerzahl ebenfalls. All die kreativen Ideen, die in dem Prozess entstanden waren, sind jetzt leider hinfällig. Der Wittgensteiner Kirchenkreis folgt der Empfehlung der Westfälischen Landeskirche und verzichtet auf eine Durchführung von Gottesdiensten zumindest bis zum 10. Januar. So fallen die gewöhnlich sehr gut besuchten Gottesdienste an den Feiertagen aus.

Kirche ist weiterhin für Menschen da

„Mir hat so das Herz geblutet“, gesteht Simone Conrad, Superintendentin des Ev. Kirchenkreises Wittgenstein, gerade angesichts der Kreativität, mit der ja die Presbyterien überaus verantwortungsbewusste Konzepte für die Weihnachtsgottesdienste erarbeitet hatten. „Die Konzepte stimmen, aber die Lage hat sich verändert. Bei fast 1000 Corona-Toten am Tag ist der Schritt notwendig – aus Verantwortung und Liebe zu den Menschen“, betont Simone Conrad. „Ja, es ist schwer und es tut mir unheimlich leid um die Arbeit, die sich viele Menschen gemacht haben.“ Gleichzeitig stellt die Superintendentin auch eines klar: Die Kirche sei weiterhin für die Menschen da, sie bietet Seelsorge an, wo sie gebraucht wird, gerade in dieser schweren Corona-Krise sei eines gewiss: „Kirche zieht sich nicht zurück! Wir lassen die Menschen jetzt nicht allein. Gott kommt!“ Viele Kirchen bleiben geöffnet für Gebete, außerdem werden die Gemeinden ihre vielen Online- und anderen kreativen Angebote beibehalten sowie nun noch einmal intensivieren.

Nachvollziehbare Empfehlung

Auch Kerstin Grünert, Gemeindepfarrerin in Erndtebrück, findet, dass die Konzepte für Weihnachten vom Presbyterium verantwortungsvoll ausgearbeitet und beschlossen worden seien: „Dass die Landeskirche jetzt so empfiehlt, ist nachzuvollziehen. Wir wollen unseren Teil zum Schutz der Gesundheit beitragen.“ Sie sei dankbar, dass das Presbyterium per Umlaufbeschluss am Dienstagabend so schnell entschieden habe. „Aber: Ein Schmerz bleibt trotzdem. Denn als Pfarrerin bin ich auch angetreten, um den Menschen in schwierigen Zeiten beizustehen und etwas bieten zu können. Wir sind trotzdem da – auch an Weihnachten. Nur eben anders.“

Presbyterien entscheiden

Endgültig entschieden werden musste über die Empfehlung der Landeskirche in den einzelnen Presbyterien der Gemeinden. In der Zwickmühle von kirchlichem Auftrag und der wahrgenommenen Verantwortung, fielen aber die bisherigen Voten eindeutig aus: Die Kirchengemeinden Arfeld, Bad Laasphe, Banfetal, Birkelbach, Dorlar-Eslohe, Erndtebrück, Feudingen, Girkhausen, Gleidorf, Raumland und Wingeshausen haben die landeskirchlichen Empfehlungen übernommen. Bad Berleburg, die Lukas-Kirchengemeinde im Elsoff- und Edertal sowie Winterberg waren am Mittwochmittag noch in der Entscheidungsfindung.

Kontakt zur Seelsorge aufnehmen

Die Gemeindebüros und das Haus der Kirche sind ab sofort bis in den Januar geschlossen und nur noch telefonisch erreichbar. Die Telefonnummern finden sich auf der Homepage des Wittgensteiner Kirchenkreises. Genau wie die Telefonnummern aller Pfarrer. Die Gemeindeglieder werden ermutigt, in den aktuell besonderen Tagen bei Bedarf auf diesem Weg auch in der Seelsorge Kontakt aufzunehmen.
Der Kath. Pastoralverbund in Wittgenstein mit den drei Gemeinden Bad Berleburg, Bad Laasphe sowie Erndtebrück hat bisher noch keine Entscheidung getroffen, die Gottesdienste abzusagen. So stehe bislang der Plan für die Feiertage, verrät Pater Ruben Pinheiro. Allerdings könne sich das noch ändern und der Pastoralverbund könnte sich ebenfalls noch dazu entschließen, die Gottesdienste abzusagen.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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