Küchenmitarbeiter müssen um Arbeitsstellen bangen

Helios schließt Planungsphase ab / Einigungsstelle gesucht

howe Bad Berleburg. Die fünf konventionellen Speiseküchen der Bad Berleburger Kliniken werden auf eine zentrale Küche reduziert. Die Helios Kliniken GmbH, seit geraumer Zeit mit der Restrukturierung der Wittgensteiner Kliniken betraut, haben ihrer Planungsphase gestern abgeschlossen. Damit dürften große Teile der 50 Vollzeitstellen im Küchenbereich vor einer möglichen Kündigung stehen. Das Konzept sieht vor, eine zentrale Einheit einzurichten, die nach den Gesichtspunkten einer modernen Speiseversorgung ausgebaut wird. Die Erhöhung des Anteils der Grundbestandteile der Speisen erfolgt künftig durch High-Convenience-Zulieferer. Dagegen sollen die Speiseraumkonzepte in der Rehabilitation beibehalten werden, ebenso nicht verändert wird das Tablettsystem im Kreiskrankenhaus.

Ein Helios-Sprecher erklärte im SZ-Gespräch, hinsichtlich der Logistik solle die Zusammenführung in einen Bereich erfolgen, der die Koordinierung übernehme. Insgesamt richte man sich auf ein einheitliches Konzept für die Speisen- und Sachgüterversorgung aus, dazu zähle auch ein Zentrallager. Nachdem sich der Betriebsrat an der aktiven Planungsphase nicht beteiligt hatte, erklärte Helios gestern Nachmittag diese für beendet. Ursprünglich hätten die aktuellen Themen in Arbeitsgemeinschaften mit dem Betriebsrat gemeinsam inhaltlich erarbeitet werden sollen, so der Helios-Sprecher. Der Betriebsrat habe seine Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften jedoch abgelehnt. Helios-Pressesprecher Tobias Pott sprach gestern von einer »konstruktiven Atmosphäre«, in der die abschließenden Gespräche mit dem Betriebsrat stattgefunden hätten. Der nächste Schritt sei nun die so genannte Einigungsstelle. Hier werde nun ein neutraler Richter gesucht und verhandelt, wie das Konzept umgesetzt werden könne.

Ein Betriebsratsmitglied brachte am Abend auf SZ-Anfrage sein Erstaunen über die Küchenthematik zum Ausdruck. Diese sei in der fast dreistündigen Sitzung überhaupt nicht angesprochen worden. Thema sei die Einigungsstelle gewesen, die im Übrigen vom Betriebsrat unbedingt gewollt sei. Der Informant zur SZ: »Da haben wir jemand Neutrales, dann hört auch die Mauschelei auf.«

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