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Derzeit nur "Gebäudeerhaltungs- und Vermietungsverein"
Kyffhäuser ringen um Ideen

Der Festplatz am Sengelsberg ist herrlich gelegen – und entsprechend stark nachgefragt. Im Hintergrund befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft das neue Museum am Rothaarsteig des Heimatvereins.
  • Der Festplatz am Sengelsberg ist herrlich gelegen – und entsprechend stark nachgefragt. Im Hintergrund befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft das neue Museum am Rothaarsteig des Heimatvereins.
  • Foto: Martin Völkel
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

vö/wisi Bad Berleburg. Was ist ein gefragtes Veranstaltungsgelände in einer Zeit wert, in der keine Veranstaltungen stattfinden dürfen? Mit dieser Fragestellung sehen sich die Mitglieder der Kyffhäuser Kameradschaft Berleburg konfrontiert, die in den vergangenen Jahren viel Geld und Arbeitsleistung in den Festplatz am Sengelsberg investiert haben. Planungssicherheit fehlt, Einnahmen bleiben aus – es ist eine Zeit der Ungewissheit.
Die Devise: AbwartenUnd dies, obwohl sich die Kameradschaft eigentlich in einer glänzenden Ausgangsposition befindet: In unmittelbarer Nachbarschaft entwickelt der Heimatverein „Landwirtschaft und Brauchtum“ ein wegweisendes Museum am Rothaarsteig, zudem hat der Jugendförderverein eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer Halle in Auftrag gegeben.

vö/wisi Bad Berleburg. Was ist ein gefragtes Veranstaltungsgelände in einer Zeit wert, in der keine Veranstaltungen stattfinden dürfen? Mit dieser Fragestellung sehen sich die Mitglieder der Kyffhäuser Kameradschaft Berleburg konfrontiert, die in den vergangenen Jahren viel Geld und Arbeitsleistung in den Festplatz am Sengelsberg investiert haben. Planungssicherheit fehlt, Einnahmen bleiben aus – es ist eine Zeit der Ungewissheit.

Die Devise: Abwarten

Und dies, obwohl sich die Kameradschaft eigentlich in einer glänzenden Ausgangsposition befindet: In unmittelbarer Nachbarschaft entwickelt der Heimatverein „Landwirtschaft und Brauchtum“ ein wegweisendes Museum am Rothaarsteig, zudem hat der Jugendförderverein eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer Halle in Auftrag gegeben. Was daraus insgesamt entsteht? Das werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.

Stefan Linde bleibt Vorsitzender

Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung der Kyffhäuser Kameradschaft wurden einige neue Ämter besetzt. Nachdem Stefan Linde, der 1. Vorsitzende des Vereins, das vergangene Jahr mit den wichtigsten Daten zusammengefasst hatte, wurde er wiedergewählt. Steve Dußat, Schriftführer des Vereins, bleibt ebenfalls auf seinem Posten. „Er hat die Dinge sehr gut geregelt und es gemacht“, hörte man aus den Reihen der anwesenden Mitglieder des Vereins. „Dies ging nur, weil die Zusammenarbeit im Vorstand hervorragend funktioniert. Wir kommunizieren praktisch täglich“, fügte Steve Dußat hinzu. Von einer über Jahre überaus engagierten Vorstandsfrau musste sich die Kameradschaft allerdings verabschieden. Ingelore Afflerbach, die als Platzwartin und Kassiererin zugleich im Verein tätig war, verstarb in diesem Jahr. Stefan Linde übernahm deshalb ihre Ämter zumindest übergangsweise.
„Drei Posten sind auf Dauer aber einfach zu viel. Es wäre für mich eine Entlastung, wenn sich jemand finden würde“, erklärte der 1. Vorsitzende. Bis zur nächsten Jahreshauptversammlung will er die beiden zusätzlichen Ämter jedoch weiterhin führen, damit niemand in der derzeit schwierigen Situation eingearbeitet werden muss. Als Hilfe, die umgehend greifen wird, stellte sich Christian Womelsdorf zur Verfügung, der als zukünftiger Kassierer schon ausgewählt wurde. Heiko Göbel wird sich mit Stefan Linde die Arbeit des Platzwartes teilen. Zukünftig soll Heiko Göbel dieses Amt dann allein führen. Auch neu gewählt wurden die beiden Beisitzer Dirk Weller und Denny Noll.

Keine neuen Mitglieder

Geehrt an diesem Abend wurden Klaus Schlüter Bodenstein für 25 Jahre, Hermann Krämer, Aleksandar Bikar und Walter Göbel für 40 Jahre und Werner Rath für 60 Jahre Mitgliedschaft. Als Stefan Linde nach Anregungen und Wünschen der Mitgliedern fragte, kamen einige Punkte zur Sprache. Ein großes Thema dabei war, dass der Verein keine neuen Mitglieder mehr bekomme, die Zahl sei seit Jahren kontinuierlich rückläufig. „Früher war Herzblut dabei. Wir hatten schon mal mehr Mitglieder. Das ist verloren gegangen“, sagte Aleksandar Bikar.

150-Jahr-Feier fällt 2021 aus

Auch am Abend der Jahreshauptversammlung waren nur 17 der 77 Mitglieder anwesend. Stefan Linde nahm es mit der nötigen Portion Humor: „Das einzige, was wir bieten können, ist ehrenamtliche Arbeit und ich glaube, dass jeder zu Hause auch schon genug zu tun hat.“ Aus personeller und organisatorischer Sicht soll im kommenden Jahr aufgrund der Corona-Pandemie auch keine 150-Jahr-Feier stattfinden. Dennoch hofft die Kyffhäuser Kameradschaft auf neue Vereinsmitglieder und möchte sich in Zukunft auch vermehrt um eine größere Reichweite und die Gewinnung von Mitgliedern kümmern. „Zurzeit sind wir nur ein Gebäudeerhaltung- und Vermietungsverein. Daran muss etwas geändert werden“, formulierte Stefan Linde die klare Zielsetzung.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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