SZ

Ingrid und Anton Kesselaar eröffnen Gasthaus „Zum Bahnhof“
„Lambrie“ mit neuen Gesichtern hinter der Theke

Ingrid und Anton Kesselaar aus Holland geben den Arfeldern ihre „Lambrie“ zurück. Als neue Besitzer übernehmen sie die Bewirtschaftung von Gästen und schenken unter anderem frisch gezapftes Bier aus.
  • Ingrid und Anton Kesselaar aus Holland geben den Arfeldern ihre „Lambrie“ zurück. Als neue Besitzer übernehmen sie die Bewirtschaftung von Gästen und schenken unter anderem frisch gezapftes Bier aus.
  • Foto: ako
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

ako Arfeld. Das Außengeländer vor dem Gebäude war mit Luftballons geschmückt, die Tische im Innenraum liebevoll dekoriert, Kaffee und Kuchen standen bereit – und das Funkeln in den Augen von Ingrid Kesselaar war nicht zu übersehen: Über ein Jahr lang hatte sie mit ihrem Mann Anton auf diesen Tag hingearbeitet – nun, am Montagmittag, war es endlich so weit. Die neuen Besitzer des Arfelder Traditionsgasthauses „Zum Bahnhof“ öffneten offiziell ihre Türen für Gäste und luden zur symbolischen Schlüsselübergabe ein.„Jetzt ist der große Tag und wir sind froh, dass wir die ,Lambrie’ an die Arfelder zurückgeben können“, sagte Ingrid Kesselaar vor ihren zahlreichen geladenen Gästen.

ako Arfeld. Das Außengeländer vor dem Gebäude war mit Luftballons geschmückt, die Tische im Innenraum liebevoll dekoriert, Kaffee und Kuchen standen bereit – und das Funkeln in den Augen von Ingrid Kesselaar war nicht zu übersehen: Über ein Jahr lang hatte sie mit ihrem Mann Anton auf diesen Tag hingearbeitet – nun, am Montagmittag, war es endlich so weit. Die neuen Besitzer des Arfelder Traditionsgasthauses „Zum Bahnhof“ öffneten offiziell ihre Türen für Gäste und luden zur symbolischen Schlüsselübergabe ein.„Jetzt ist der große Tag und wir sind froh, dass wir die ,Lambrie’ an die Arfelder zurückgeben können“, sagte Ingrid Kesselaar vor ihren zahlreichen geladenen Gästen. In ihrer kurzen Begrüßungsansprache bedankte sich die neue Inhaberin bei allen, die sie bei der Erfüllung ihres Traumes unterstützt hatten. Danach übergab Erika Gernand – sie bewirtschaftete den Gasthof zuvor jahrelang mit ihren beiden Töchtern – in einem symbolischen Akt den Schlüssel an ihre aus Holland stammende Nachfolgerin.

Umfangreiche Vorbereitungen

„Ein Montag ist ein ungewöhnlicher Eröffnungstag“, gab Ingrid Kesselaar zu. Eigentlich hatten sie und ihr Mann geplant, den Gasthof „Zum Bahnhof“ schon am 19. September wieder zu eröffnen. Doch die neue Theke ist erst am 2. Oktober geliefert worden. Deshalb entschied sich das Ehepaar auch „erst vor zwei Wochen“ dazu, am 19. Oktober zu eröffnen. Folglich hatte Ingrid Kesselaar vor allem in den vergangenen Tagen „viel zu tun“. Umfangreiche Vorbereitungen wie beispielsweise das Erstellen von Bestelllisten, die Absprache mit Lieferanten oder die Vorbereitung von Speisen gehörten zu den Aufgaben der neuen Inhaberin.Im Hinblick auf den geplanten Eröffnungstag war es den Eheleuten besonders wichtig, dass es der „19.“ wird: „Der 19. ist für uns ein wichtiges Datum. Alles passiert am 19. Wir haben am 19. unseren Hund bekommen, unser letztes Haus gekauft. Und am 19. Mai 2019 haben wir geheiratet“, betonte die 53-Jährige. Trotzdem entschied sich das Ehepaar „erst vor zwei Wochen“ dazu, am 19. Oktober zu eröffnen.

Tischreservierungen werden empfohlen

Rückblick: Ingrid und Anton Kesselaar entschieden sich im Jahr 2019 dazu, ihre Vorstellungen von einem eigenen Gasthof in den Bergen in die Tat umzusetzen. Über ein Kleinanzeigen-Portal wurde das Paar auf die Immobilie in Arfeld aufmerksam. Der Gasthof hatte die beiden direkt überzeugt. Im vergangenen August zogen die 53-Jährige und ihr 59 Jahre alter Mann dann aus der niederländischen Provinz Zeeland ins Wittgensteiner Land, genauer gesagt in die Privatwohnung, die sich oberhalb der Kneipe an der Arfelder Hauptstraße befindet. Während der Rest der Familie in Holland blieb, nahm das Ehepaar lediglich seinen Hund mit nach Deutschland.„Es ist schon ziemlich spannend, jetzt zu eröffnen“, sagte Ingrid Kesselaar mit Blick auf die Corona-Pandemie und die steigenden Infektionszahlen, die ihr zuerst „etwas Panik“ bereiteten – „aber noch dürfen sich zehn Personen an einen Tisch setzen.“ Trotzdem verfolge sie in der aktuellen Situation täglich aufmerksam die Nachrichten. Ihren Gästen rät sie, einen Tisch zu reservieren, was viele schon vor der Eröffnung getan hätten: „Jetzt sind zuerst die geladenen Gäste hier. Heute Abend um 18 Uhr geht es los mit den Reservierungen – und wir sind schon voll.“ Für die kommenden Tage haben sich zudem auch schon Vereine und Burschenschaften angemeldet, wie Ingrid Kesselaar betonte.

Ende soll sich nach Gästen richten

Sie will zusammen mit ihrem Mann nun täglich ab 11 Uhr – nur mittwochs ist Ruhetag – die Kneipe öffnen: „Das Ende wird sich dann nach den Gästen richten.“ Neben kalten Getränken und frisch gezapftem Bier bietet die neue Inhaberin auch eine erweiterte Speisekarte an, die nun vegetarische Gerichte beinhaltet: „Etwas Gesundes für Wanderer.“ Die Karte könne sich aber auch noch ändern.
Am Montag, dem Tag der Eröffnung, war das Ehepaar noch nicht für die Bewirtschaftung zuständig. „Antons Bruder ist da und kümmert sich heute darum, damit wir uns mit den Gästen unterhalten können“, erklärte Ingrid Kesselaar. Gemeinsam mit ihrem Mann und einer Angestellten wird sie aber ab Dienstag diese Aufgabe in dem gewohnt urigem Ambiente der Kneipe übernehmen.
Wie die SZ bereits berichtete, will das holländische Ehepaar die zum Gasthaus gehörende Garage – über 70 Quadratmeter – in eine Ferienwohnung umbauen. Den Bauantrag haben die beiden bereits gestellt: „In drei Monaten soll mit dem Bau begonnen werden“, sagte Ingrid Kesselaar.

Autor:

Alexander Kollek

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
ThemenweltenAnzeige

Tablet-Aktion der Siegener Zeitung
SZ-Abo abschließen und Tablet sichern

Mit einem Abo der Siegener Zeitung kommen Sie jetzt gleichzeitig auch an ein Tablet Ihrer Wahl. Immer und überall informiert mit dem E-Paper... lesen, wo ich will; ... über die Suchfunktion schnell finden, was mich interessiert; ... gleicher Inhalt in praktischer Form; ... mit Zoomfunktion. Jetzt exklusiv: die Tablet-Bundle-Aktion  Beinahe geschenkt: Erhalten Sie kostengünstig ein Tablet Ihrer Wahl bei Abschluss eines Abos der Siegener Zeitung. Möchten Sie Ihr neues Tablet gleich zum Lesen...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen