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Sechs Monate auf Bewährung
Lebensbedrohlicher Tritt gegen den Kopf

Zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilte das Amtsgericht Bad Berleburg am Freitag einen 24-jährigen Mann.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

howe Bad Berleburg. Zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilte das Amtsgericht Bad Berleburg am Freitag einen 24-jährigen Mann. Der hatte vor einer Kneipe in Bad Laasphe einem am Boden liegenden 21-Jährigen mit dem Fuß derart gegen den Kopf getreten, dass dieser mit dem Rettungswagen in die Marburger Universitätsklinik gebracht werden musste. Gottlob ging die Sache weitgehend glimpflich aus, drei Tage musste der 21-Jährige zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Inzwischen ist er wieder vollständig genesen.

Angeklagt war der 24-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung, sogar mit dem Hinweis auf eine „lebensgefährdende Behandlung“ - und zwar gemeinschaftlich.

howe Bad Berleburg. Zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilte das Amtsgericht Bad Berleburg am Freitag einen 24-jährigen Mann. Der hatte vor einer Kneipe in Bad Laasphe einem am Boden liegenden 21-Jährigen mit dem Fuß derart gegen den Kopf getreten, dass dieser mit dem Rettungswagen in die Marburger Universitätsklinik gebracht werden musste. Gottlob ging die Sache weitgehend glimpflich aus, drei Tage musste der 21-Jährige zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Inzwischen ist er wieder vollständig genesen.

Angeklagt war der 24-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung, sogar mit dem Hinweis auf eine „lebensgefährdende Behandlung“ - und zwar gemeinschaftlich. Denn an besagtem Abend soll ein 20-jähriger Kumpel das spätere Opfer zunächst auf den Boden geschubst haben. Während zwei Zeugen im Vorfeld der Verhandlung den Schubser bestätigten, beteuerte der 20-Jährige zunächst seine Unschuld. Mit dem Geschädigten habe er sich gegen Mitternacht unterhalten, später habe er lediglich gesehen, wie dieser auf dem Boden gelegen habe.

Beruflich in besonderer Situation

Verteidigerin Gabriele Roch-Blöcher spielte während der Verhandlung mit offenen Karten. Ihr Mandant sei beruflich in einer besonderen Situation, insofern wäre eine Verurteilung mit einer enormen Härte verbunden. Judith Hippenstiel bot an, das Verfahren durchaus einstellen zu können, wenn denn der Mandant die Einlassung überdenke. Sollte tatsächlich ein Schubser erfolgt sein, könne die eine einfache Körperverletzung darstellen – und schon gar nicht eine gemeinschaftliche Tat.

Nach kurzer Rücksprache lenkte der 20-Jährige ein. „er sagt, er kann es nicht mehr genau sagen.“ Durch den Alkoholpegel könne es durchaus sein, dass er den Geschädigten geschubst habe. „Der ganze Abend war sehr nebulös“, ergänzte die Rechtsanwältin. Das Gericht stellte das Verfahren gegen den 20-Jährigen gegen eine 600-Euro-Zahlung ein.

Gegen Kopf getreten

Der 24-Jährige, der den Tritt gegen den Kopf ausgeführt haben soll, zeigte sich geständig. In der Kneipe sei es zu Auseinandersetzungen gekommen, dabei habe ihm ein junger Mann aus Biedenkopf ein Glas ins Gesicht geworfen. „Da bin ich ausgerastet.“ Hinausgestürmt sei er und habe im Vorbeilaufen dem am Boden liegenden 21-Jährigen gegen den Kopf getreten. „Ich hatte gar nichts mit ihm zu tun. Ich bin da einfach nur ausgerastet.“ Er habe sich entschuldigt. Was der Angeklagte auch berichtete: „An dem Abend war jeder aggressiv. Es sind sogar Leute durch ganz Laasphe gejagt worden.“

Richter Torsten Hoffmann verurteilte den Beschuldigten wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung. Zugleich muss der 24-Jährige 2000 Euro an den Förderverein Brücke Siegen zahlen.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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