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Einige Wittgensteiner Unternehmen zahlen Beschäftigten Corona-Bonus
Leistung der Mitarbeiter honorieren

Mit dem Bonus können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter für die Corona-bedingten Zusatzbelastungen entschädigen. Einige Wittgensteiner Betriebe zahlten einen solchen Bonus oder stockten alternativ das Kurzarbeitergeld auf.
  • Mit dem Bonus können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter für die Corona-bedingten Zusatzbelastungen entschädigen. Einige Wittgensteiner Betriebe zahlten einen solchen Bonus oder stockten alternativ das Kurzarbeitergeld auf.
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

ako Bad Berleburg/Bad Laasphe/Erndtebrück. Mehraufwand und großes Engagement werden belohnt: Die Corona-Pandemie hat viele Unternehmen vor enorme Herausforderungen gestellt. Während Abstandsregeln und strikte Hygienemaßnahmen die Arbeitsabläufe in vielen Betrieben erschweren, haben andere Firmen mit den Hürden des Homeoffice – wie zum Beispiel lange Kommunikationswege oder langsame Datenübertragung – zu kämpfen. Arbeitgeber können deshalb ihre Mitarbeiter für die Corona-bedingten Zusatzbelastungen mit einer steuerfreien Sonderzahlung entschädigen. Bis zu 1500 Euro Corona-Prämie sind möglich. Der Bonus wird auch von Unternehmen in der Region gezahlt, wie die SZ nun von Firmen auf eine kürzlich gestellte Anfrage erfuhr.

ako Bad Berleburg/Bad Laasphe/Erndtebrück. Mehraufwand und großes Engagement werden belohnt: Die Corona-Pandemie hat viele Unternehmen vor enorme Herausforderungen gestellt. Während Abstandsregeln und strikte Hygienemaßnahmen die Arbeitsabläufe in vielen Betrieben erschweren, haben andere Firmen mit den Hürden des Homeoffice – wie zum Beispiel lange Kommunikationswege oder langsame Datenübertragung – zu kämpfen. Arbeitgeber können deshalb ihre Mitarbeiter für die Corona-bedingten Zusatzbelastungen mit einer steuerfreien Sonderzahlung entschädigen. Bis zu 1500 Euro Corona-Prämie sind möglich. Der Bonus wird auch von Unternehmen in der Region gezahlt, wie die SZ nun von Firmen auf eine kürzlich gestellte Anfrage erfuhr.

Besonderer Einsatz, großes Engagement

Demnach erklärten einige der befragten Wittgensteiner Unternehmen – von denen die meisten nicht namentlich genannt werden möchten –, den außergewöhnlichen Einsatz und das große Engagement ihrer Beschäftigten in Krisen-Zeiten mit dem Corona-Bonus zu honorieren. Viele der befragten Betriebe haben die Prämie dabei bereits an alle ihre Mitarbeiter – unabhängig von der Position und dem Beschäftigungsfeld – ausgezahlt. Wie hoch die Zahlung ausfiel, darüber machten die Verantwortlichen keine Angaben. Sie verwiesen auf „betriebsinterne Angelegenheiten“ oder erklärten, diese Information nicht der Öffentlichkeit preisgeben zu wollen. Einige der befragten Unternehmen äußerten sich zu der Anfrage nicht.

Staatliches Kurzarbeitergeld aufgestockt

Eine Wittgensteiner Firma, die keine Corona-Prämie zahlt, stockte dafür alternativ das staatliche Kurzarbeitergeld auf. Mit Beginn der Kurzarbeit im April 2020 bekamen kinderlose Mitarbeiter 80 statt 60 Prozent bzw. Mitarbeiter mit Kindern 87 statt 67 Prozent ihres Netto-Gehalts ausgezahlt. Mit Besserung der Auftragslage habe das Unternehmen das Kurzarbeitergeld dann ein zweites Mal auf 90 bzw. 97 Prozent aufstocken können. Seit Oktober gingen die meisten Mitarbeiter wieder ihrer regelmäßigen Arbeitszeit nach.

Corona-Prämie noch bis 30. Juni möglich

Die Sonderzahlung von Arbeitgebern an Arbeitnehmer für besondere Leistungen in der Corona-Krise kann in allen Branchen gezahlt werden. Einige Unternehmen wollen mit der Prämie auch die höheren privaten Kosten ihrer Mitarbeiter, die beispielsweise im Homeoffice anfallen (Strom, Heizung, Büromaterial), ausgleichen. Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern die Corona-Prämie noch bis zum 30. Juni gewähren. Das sieht das Jahressteuergesetz 2020 vor, dass die Bundesregierung vor Kurzem beschlossen hatte. Ursprünglich sollte die Frist zum 31. Dezember auslaufen. Die entsprechende Gesetzesänderung verlängert den Zeitraum, in dem der Bonus vereinbart und gezahlt werden kann. Eine doppelte Auszahlung in 2020 und 2021 ist aber nicht möglich. Der Höchstbetrag muss zudem nicht ausgeschöpft werden.

Nicht jeder kann sich die Zahlung leisten

Die Prämie kann allen Mitarbeitern gezahlt werden. Folglich können Vollzeitkräfte, Teilzeitkräfte oder Minijobber gleichermaßen den Bonus erhalten. Die Sonderzahlung bleibt bis zu einer Höhe von 1500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei. Es handelt sich um einen Freibetrag, nicht um eine Freigrenze. Zahlt der Arbeitgeber jedoch mehr als 1500 Euro, so muss der Mehrbetrag versteuert und sozialversichert werden.
Klar ist aber auch, dass nicht jeder Arbeitgeber bzw. jedes Unternehmen die Corona-Prämie zahlen kann. Viele Wirtschaftsbranchen wie zum Beispiel die Gastronomie oder die Event-Veranstalter mussten wegen der Pandemie große Einbußen hinnehmen – einige von ihnen kämpfen auch um ihre Existenz.

Autor:

Alexander Kollek

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