"Positive Zeichen" für Kulturhalle Wittgenstein
Licht am Ende des Tunnels

Seit dem Beginn der Corona-Krise im März 2020 gab es in der Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar keine große Veranstaltung mehr.
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  • Seit dem Beginn der Corona-Krise im März 2020 gab es in der Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar keine große Veranstaltung mehr.
  • Foto: Christian Völkel
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

ako Dotzlar. Keine Konzerte, keine Tanzabende, keine Familienfeiern – und auch kein Flohmarkt: Seit März 2020 hat es keine größere Veranstaltung mehr in der Kulturhalle Wittgenstein gegeben. Der Verein für Kultur- und Heimatpflege, der das Gebäude im Bad Berleburger Dorf Dotzlar verwaltet, blickt auf ein „schwieriges“ Jahr zurück: „Der Zusammenhalt innerhalb des Dorfes hat uns durch die Pandemie getragen. Wir haben versucht, uns mit der Situation zu arrangieren“, sagte Thorsten Schneider gegenüber der Siegener Zeitung.

"Der Zusammenhalt innerhalb des Dorfes hat uns durch die Pandemie getragen."
Thorsten Schneider
1. Vorsitzender

Mit Anbeginn der Corona-Krise Mitte März 2020 brach das Geschäft nahezu komplett ein. Wirtschaftlich seien die Einnahmen fast vollständig weggefallen, so der 1. Vorsitzende. Allerdings zahlten die Mitgliedsvereine, die dem Dachverein angehören, weiterhin ihre Beiträge, sodass die laufenden Kosten gedeckt werden konnten. Die Gewerbesteuer, deren Höhe abhängig von den Erträgen ist, sei in „moderatem Rahmen“ gezahlt worden, berichtete Thorsten Schneider. Weil es keine Veranstaltungen gab, wurden die Lohnkosten für die zwei Mitarbeiterinnen, die sich um die Sauberkeit in der Halle kümmern, heruntergefahren: „Es gab nur noch ab und zu eine Standardreinigung.“

Mit Hilfe durch die Pandemie

Generell musste der Verein für Kultur- und Heimatpflege während der Corona-Krise auf die eigenen Ersparnisse zurückgreifen: „Wir sind ein wirtschaftlich orientierter Verein, deswegen haben wir uns in den vergangenen Jahren auch wirtschaftliche Reserven aufgebaut“, betonte Thorsten Schneider. Trotzdem hatten die Verantwortlichen auch staatliche Hilfen wie zum Beispiel die sogenannte November-Hilfe beantragt – diese sei auch bewilligt worden.

Positiv: Weil sich auf dem Dach der 38 mal 19 Meter langen Halle eine Photovoltaik-Anlage befindet, kann der Energieverbrauch größtenteils aus eigener Kraft gedeckt werden: „Was Strom angeht, sind wir autark.“ Und obwohl die Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar wegen des grassierenden Coronavirus bis zuletzt nicht genutzt werden durfte, gab sich der Vorsitzende für die kommenden Monate durchaus zuversichtlich.

Aussichten stimmen positiv

Denn dank der gegenwärtig niedrigen Inzidenzen ist auch wieder ein Betrieb möglich. Dazu gehört zum Beispiel auch der Schul- und Hallensport, der unter der Berücksichtigung von vorgegebenen Hygiene-Regeln seit Kurzem wieder angelaufen ist. Außerdem hätten einige Vereine bereits geplant, die Halle im August zu mieten, um dann ihre Jahreshauptversammlungen durchzuführen. Für das kommende Jahr liegen des Weiteren bereits Anfragen vor: „Die Veranstaltungen, die 2022 fest geplant sind, finden nach jetzigem Stand auch statt“, sagte Thorsten Schneider. Schade sei, dass das Tambourcorps zwar in der Kulturhalle proben dürfe, die Teilnehmer aber einen negativen Corona-Test benötigten.

Trotz der vielen „positiven Zeichen“ werfe die neue Corona-Variante Delta, die vor allem in Großbritannien um sich greift, allerdings auch neue Fragezeichen auf – man müsse das Geschehen genau beobachten, so der 1. Vorsitzende.

Seit dem Beginn der Corona-Krise im März 2020 gab es in der Kulturhalle Wittgenstein in Dotzlar keine große Veranstaltung mehr.
Thorsten Schneider, 1. Vorsitzender des Vereins für Kultur- und Heimatpflege Dotzlar.
Autor:

Alexander Kollek

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