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Freibad rettet Bilanz noch halbwegs
Lockdown trifft Rothaarbad hart

Ein Bild wie aus einer anderen Welt – so gut gefüllt konnte das Rothaarbad in Bad Berleburg 2020 wegen der Corona-Pandemie nicht sein – entsprechend fällt die Bilanz unerfreulich aus.
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  • Ein Bild wie aus einer anderen Welt – so gut gefüllt konnte das Rothaarbad in Bad Berleburg 2020 wegen der Corona-Pandemie nicht sein – entsprechend fällt die Bilanz unerfreulich aus.
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bw Bad Berleburg. Welche Folgen die Corona-Pandemie hat, zeigt sich immer wieder in allen erdenklichen Bereichen. Für das Rothaarbad in Bad Berleburg liegen nun handfeste Zahlen für das Krisenjahr 2020 vor – und erwartungsgemäß fällt die Bilanz überaus durchwachsen aus. Wie könnte es natürlich auch anders sein, wenn das Hallenbad etwa den kompletten April 2020 geschlossen war und jetzt auch schon wieder seit Monaten kein Betrieb stattfinden darf?
Dabei hatte das Jahr 2020 noch gut angefangen, wie die Stadtverwaltung im Bericht für den Haupt- und Finanzausschuss ausführt.

bw Bad Berleburg. Welche Folgen die Corona-Pandemie hat, zeigt sich immer wieder in allen erdenklichen Bereichen. Für das Rothaarbad in Bad Berleburg liegen nun handfeste Zahlen für das Krisenjahr 2020 vor – und erwartungsgemäß fällt die Bilanz überaus durchwachsen aus. Wie könnte es natürlich auch anders sein, wenn das Hallenbad etwa den kompletten April 2020 geschlossen war und jetzt auch schon wieder seit Monaten kein Betrieb stattfinden darf?
Dabei hatte das Jahr 2020 noch gut angefangen, wie die Stadtverwaltung im Bericht für den Haupt- und Finanzausschuss ausführt. In den Monaten Januar und Februar wurden im vergangenen Jahr – auch dank neuer Angebote – Rekord-Besucherzahlen im Vergleich zu den Vorjahren erzielt und ein Besucherzuwachs gegenüber dem Vorjahr von fast 12 Prozent erreicht. So hätte es gerne weitergehen können, allerdings kam dann der erste Lockdown mit all seinen brutalen Auswirkungen: Der Betrieb im Berleburger Rothaarbad kam vollständig zum Erliegen.
Erst Ende Mai öffneten das Freibad und das Hallenbad wieder, Mitte Juni auch der Saunabereich. Aufgrund der Corona-Einschränkungen konnte allerdings nicht das gesamte Spektrum der Leistungen geboten werden. Die Besucherzahl ist deshalb mit den Vorjahren kaum zu vergleichen: Trotz aller Einschränkungen haben immer noch 45 813 Gäste das Berleburger Rothaarbad besucht. Diese Besucherzahl lag damit jedoch um 37 489 Besucher niedriger als der 2019 erzielte Rekord. Es ist ein Minus zum Vorjahr von 45,1 Prozent.

Hallenbad leidet am stärksten unter Corona

Das Berleburger Hallenbad war von den Corona-Einschränkungen am stärksten betroffen. Die Zahl der Besucher brach dort gegenüber dem Vorjahr um dramatische 12 369 ein und lag nach Saisonende bei weniger als 20 000 Badegästen. Die Freibadsaison verlief aber mit 10 504 Gästen (Vorjahreswert: 14 730) immerhin nur leicht unterdurchschnittlich. Ein ganz großes Lob äußert die Stadtverwaltung indes für die Gäste: „Abgesehen von Einzelfällen ist festzuhalten, dass die Besucher die Nutzungsbedingungen gut akzeptiert und eingehalten haben und der Einsatz von Ordnungsdiensten nicht erforderlich war.“
Abgesehen von Einzelfällen ist festzuhalten, dass die Besucher die Nutzungsbedingungen gut akzeptiert und eingehalten haben und der Einsatz von Ordnungsdiensten nicht erforderlich war.
Stadtverwaltung Bad Berleburg
zum Verhalten in der Corona-Krise
Natürlich wirkt sich der Einbruch auch auf die Einnahmen und Ausgaben des Rothaarbades aus. Die Erträge liegen insgesamt 123 731 Euro unter dem Vorjahreswert und sogar 153 310 Euro unter den geplanten Erträgen. Die Stadt hatte für das Jahr 2020 mit Erträgen in einer Höhe von 330 500 Euro kalkuliert. Allerdings sanken natürlich auch die Aufwendungen, sowohl beim Personal als auch beim Betrieb der gesamten Einrichtung. Die Aufwendungen konnten daher gegenüber dem Vorjahr um 108 067 Euro und gegenüber den Planungen um 106 249 Euro reduziert werden. So verschlechtert sich das Minus des Rothaarbades letztlich nur um 15 664 Euro – es hätte wohl noch schlechter laufen können. Die Erträge können letztlich jedoch auch nur noch 23,9 Prozent der gesamten Aufwendungen für das Rothaarbad abdecken, die sich auf insgesamt 882 500 Euro belaufen. Das ist der schlechteste Wert seit der Erstellung des Berleburger Leitbildes vor zehn Jahren.

Schließung für Verbesserungen genutzt

Die Phase der Schließung hat die Stadt freilich auch für weitere Verbesserungen nutzen können, um etwa die Sanierungsmaßnahmen am Variobecken, an den Lüftungsanlagen und an der Unterwasserbeleuchtung des Sportbeckens umzusetzen. Zudem wurde die Aufgusssauna modernisiert. Ein Großteil der Anlagen befindet sich momentan nicht in Betrieb, um unnötige Kosten zu vermeiden. Wie die Saison in diesem Jahr verlaufen wird, ist derzeit nicht abzusehen. Die Stadt hat indes die Hoffnung, zumindest in der Freibadsaison einen vergleichbaren Betrieb wie im vergangenen Jahr fahren zu können.

Ein Bild wie aus einer anderen Welt – so gut gefüllt konnte das Rothaarbad in Bad Berleburg 2020 wegen der Corona-Pandemie nicht sein – entsprechend fällt die Bilanz unerfreulich aus.
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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