Wie weniger Reisen die Welt verändern
Mach-mit-Mittwoch in Bad Berleburg

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Der Leiter der Stadtwerke, Achim Vorbau (3.v.l.) sowie die Projektkoordinatorin der Klimapartnerschaft in Morogoro, Safia Kingwai (4.v.r.), beim Besuch in Tansania.
  • Ein Bild aus vergangenen Tagen: Der Leiter der Stadtwerke, Achim Vorbau (3.v.l.) sowie die Projektkoordinatorin der Klimapartnerschaft in Morogoro, Safia Kingwai (4.v.r.), beim Besuch in Tansania.
  • Foto: Stadt Bad Berleburg (Archiv)
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sz Bad Berleburg. Die Stadt Bad Berleburg setzt den Mach-mit-Mittwoch fort. Immer mittwochs stellt die Stadt der Dörfer ein spezielles Thema ganz ins Zeichen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Das Ziel: die Welt gemeinsam ein Stück weit fairer, zukunftssicherer und nachhaltiger gestalten. Deshalb gibt es ab sofort an jedem Mittwoch neue Anregungen, um die Welt und das Leben auf diesem Planeten ein bisschen besser zu machen.

Projekt: Kommunale Entwicklungspolitik

Im fünften Teil geht es um die Klimapartnerschaft zwischen Bad Berleburg und dem Distrikt Morogoro in Tansania. Klimaschutz ist im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bad Berleburg ein wesentlicher Baustein – und dies gilt deshalb auch für das Projekt „Kommunale Entwicklungspolitik“ (KePol) der Stadt der Dörfer. Das geschieht aber nicht im Alleingang, sondern zusammen mit den Klimapartnerinnen und -partnern aus dem Distrikt Morogoro in Tansania.

Dabei geht es darum, voneinander zu lernen – und damit auch Handlungsmuster auf Bad Berleburg und seine Ortschaften zu übertragen. Die Klimapartnerschaft befindet sich bereits in der zweiten Phase. Daher setzen die Beteiligten nun Ziele um, die in einem gemeinsamen Handlungskonzept in der ersten Projektphase eingegrenzt wurden. Durch Kleinprojekte in den Bereichen nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, nachhaltiges Wassermanagement und dem Erhalt der Biodiversität, soll langfristig auf Klimaveränderungen reagiert und das Klima besser geschützt werden.

Landwirtschaftliches Kleinprojekt in Tansania

So ist beispielsweise derzeit ein Kleinprojekt in Tansania geplant, bei dem Landwirte aus 20 Dorfverbünden einen zehntägigen Kurs an der Landwirtschaftsschule „Sustainable Agriculture Tanzania“ besuchen. Hier erlernen die Teilnehmenden Verfahren, wie sie ihr Land auf nachhaltig-ökologische Weise bewirtschaften und somit auch langfristig dem Problem der Bodendegradation und dem Verlust der Biodiversität entgegenwirken können.

Außerdem können langfristig neue Märkte und Einnahmequellen für die Betriebe erschlossen werden, denn mit den Kursen wird ihnen auch die ökologische Anbauweise von Cashewnüssen und Kardamom nähergebracht. Das Projekt, das gemeinsam von beiden Klimapartnern organisiert und koordiniert wird, soll noch dieses Jahr umgesetzt werden, derzeit befassen sich die Verantwortlichen mit der Antragsstellung. Zur Planung findet ein regelmäßiger Austausch und demnächst eine „digitale Entsendung“ statt.

Digitale Alternativen schützen das Klima

Aufgrund von Corona kann eine Reise nach Tansania oder ein Besuch in Bad Berleburg nicht erfolgen. Aus dieser Tatsache heraus ergeben sich allerdings neue Lösungsansätze für Reisen und Dienstreisen, die in den Alltag übertragbar sind – und die jeder umsetzen kann. Denn jede Reise – egal ob lokal, regional, überregional oder gar weltweit – hat Auswirkungen auf das Klima. Daher kann sich jeder Mensch hinterfragen, ob und unter welchen Umständen eine Reise tatsächlich notwendig ist. Durch digitale Alternativen lässt sich das Klima letztlich schützen – den Beweis hat das Jahr 2020 bereits weltweit geliefert. Durch den fast zum Erliegen gekommen Reiseverkehr hat sich die Natur sichtbar erholen können, die Pflanzen- und Tierwelt hat sich positiv gewandelt.

Die Pandemie als Impulsgeber für die Zukunft

Ob dieser Effekt nachhaltig ist, liegt letztlich an jedem einzelnen Menschen. Die digitale Zusammenarbeit innerhalb der Klimapartnerschaft ist daher eine Tugend, die aus der Not heraus entstanden ist – und auf diese Weise schon für sich genommen ein Beitrag zum Klimaschutz. Allein, gänzlich verzichtbar sind Reisen natürlich nicht – einerseits, um im speziellen Fall Ergebnisse auch tatsächlich sehen zu können, andererseits um soziale Kontakte und Freundschaften dauerhaft pflegen zu können. Es ist das richtige Maß, das jeder Mensch für (Dienst-)Reisen finden muss – auch über die Corona-Pandemie hinaus. Die Pandemie als solche kann dabei ein Impulsgeber für die Zukunft sein.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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