Machbarkeitsstudie: klares Ja zur Wisentansiedlung

Kreis organisiert Tagung im Berleburger Bürgerhaus

Bad Berleburg. Der Kreis Siegen-Wittgenstein mit Landrat Paul Breuer an der Spitze forciert die Bemühungen um die Wiederansiedlung der Wisente im Rothaargebirge. »Naturprojekt Wisente – Chancen und Perspektiven für den Tourismus in Wittgenstein« ist die Einladung einer Tagung überschrieben, die am Donnerstag, 16. November, von 15 bis 18 Uhr im Bad Berleburger Bürgerhaus am Markt stattfindet. Rund 25 Exemplare der Wildrinder sollten in den fürstlichen Wäldern von Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg eine neue Heimat finden, »für eine spürbare Belebung des Tourismus in der Region sorgen«, heißt es einleitend.

Im Rahmen der Tagung möchte die Kreisverwaltung über den aktuellen Stand der Planung informieren. Mit von der Partie sind mehrere Referenten. Uwe Lindner, Leiter des Projektbüros Wisente, stellt die Ergebnisse der mit Spannung erwarteten Machbarkeitsstudie vor und erläutert Details der geplanten Ansiedlung. Edgar Reisinger vom Verein »Taurus Naturentwicklung« spricht über die Frage »Naturschutz - Regionalentwicklung - ein Erfolgsmodell?« Seine These laute »Auf die Mischung kommt es an!« Mit den »Chancen touristischer Leistungsträger durch die Wisentansiedlung« beschäftigt sich Heike Hollwitz vom Deutschen Tourismusverband im Bad Berleburger Bürgerhaus. Außerdem referiert Michael Sänger vom Wandermagazin zum Thema »Wandern mit Mehrwert, Naturerlebnis – Lust am Abenteuer«. Die Veranstaltung am kommenden Donnerstag richtet sich an interessierte Bürger, besonders aber an Hoteliers und Gastronomen, Einzelhändler, Kommunalpolitiker und in der Forstwirtschaft Tätige. Wie die Siegener Zeitung erfuhr, liegt die Machbarkeitsstudie – zumindest in großen Teilen – vor. Fazit des Papiers: Es gibt keine gravierenden Gründe, die eine Wiederansiedlung der Wisente unmöglich machen. Die Studie berücksichtigt durchaus die Einwände von Seiten einiger Land- und Forstwirte, sieht die Problematik möglicher Schäden durch den Entschädigungsfonds allerdings als erledigt an. Die Machbarkeitsstudie soll nach SZ-Informationen noch im November an die Entscheidungsträger weitergeleitet werden.

Markus Fliege, Pressesprecher des NRW-Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sagte auf SZ-Anfrage, dass ein Antrag auf Wiederansiedlung der Wisente bislang noch nicht vorliege. Entscheidungsträger seien die Obere Jagdbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen und die Bezirksregierung Arnsberg, wobei das Umweltministerium in die Entscheidungsfindung eingebunden werde. »In welchem Umfang Beratungsbedarf besteht und wann eine Entscheidung getroffen werden kann, hängst natürlich vom Inhalt des Antrages und der Argumentationslinie ab«, erläuterte Markus Fliege abschließend.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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