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Kommunalwahl in Bad Berleburg
Marion Linde will Bürgermeisterin werden

Horst-Günter und Marion Linde formulierten ehrgeizige Wahlziele für die UWG Bad Berleburg.
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vö Bad Berleburg. Pattsituation im Rennen um das Bürgermeisteramt in Bad Berleburg: Bei der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, stellen sich je zwei Männer und zwei Frauen zur Wahl – zumindest ist das der Stand vom Freitag. Nach Amtsinhaber Bernd Fuhrmann (unterstützt von CDU, SPD und FDP), Oliver Junker-Matthes (Einzelkandidat) und Andrea Heuer (Die Linke) hat am Freitag auch Marion Linde ihren Hut in den Ring geworfen.
Die 54-jährige gelernte Technische Zeichnerin und Buchhändlerin aus Berghausen ist die Kandidatin der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Bad Berleburg (die Siegener Zeitung berichtete). Sie sei bereits 2014 schon einmal gefragt worden, verriet die Mitarbeiterin eines Bad Berleburger Sanitätshauses am Freitag beim Pressetermin im Landgasthof Laibach.

Bad Berleburg. Pattsituation im Rennen um das Bürgermeisteramt in Bad Berleburg: Bei der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, stellen sich je zwei Männer und zwei Frauen zur Wahl – zumindest ist das der Stand vom Freitag. Nach Amtsinhaber Bernd Fuhrmann (unterstützt von CDU, SPD und FDP), Oliver Junker-Matthes (Einzelkandidat) und Andrea Heuer (Die Linke) hat am Freitag auch Marion Linde ihren Hut in den Ring geworfen.
Die 54-jährige gelernte Technische Zeichnerin und Buchhändlerin aus Berghausen ist die Kandidatin der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Bad Berleburg (die Siegener Zeitung berichtete). Sie sei bereits 2014 schon einmal gefragt worden, verriet die Mitarbeiterin eines Bad Berleburger Sanitätshauses am Freitag beim Pressetermin im Landgasthof Laibach. Allerdings: „Damals war ich eigentlich gerade erst nach Bad Berleburg gezogen, das wäre zu früh gewesen.“ Jetzt sei aber genau der richtige Zeitpunkt gekommen: „Ich bin eine Macherin, ich habe Gesellschaft schon immer mitgestaltet – und das möchte ich gerne als Bürgermeisterin tun. Ich bin voller Tatendrang und überzeugt davon, dass die Menschen in Bad Berleburg auch so denken.“ Ihr persönlicher Ansatz sei es, Menschen nicht zu überreden, sondern zu überzeugen.
Sie sehe in Bad Berleburg ein riesiges Potenzial. Ihr Ehemann Horst-Günter Linde, seit vielen Jahren Vorsitzender der UWG-Fraktion im Bad Berleburger Stadtrat, erinnerte daran, dass die Wählergemeinschaft 2009 mit Thomas Müsse an den Start gegangen sei, dafür aber 2014 auf einen eigenen Kandidaten verzichtet habe. Dass sich seine Frau jetzt zur Wahl stelle, sei allein aus einem Grund folgerichtig: „Es ist eine glatte Enttäuschung, dass die SPD keinen eigenen Kandidaten hat. Das geht eigentlich gar nicht.“ Marion Linde ist fest davon überzeugt, dass der ein oder andere SPD-Wähler mit dieser Entscheidung nicht einverstanden sei und eine Alternative suche. Und die möchte die Mutter von zwei Kindern, die zudem ein Enkelkind hat, auch bieten. Bad Berleburg sei eine Stadt mit riesigem Potenzial: Die Unternehmen hier seien international erfolgreich, die Landschaft sei einmalig: „Diese tolle Heimat ist es wert, sie zu schützen und zu fördern.“ Natürlich habe das Corona-Virus erheblichen Einfluss auf alle Kommunen, so die Berghäuserin, die im Vereinssport wichtige Erfahrungen gesammelt hat: „Aber es ist unsere Aufgabe, den finanziellen Spielraum zu erhalten.“
Als oberstes Ziel formulierte Marion Linde beim Pressetermin den Erhalt des Gesundheitsstandortes Bad Berleburg. Hier habe es in jüngster Vergangenheit viel Bewegung gegeben, „leider nicht nur in die positive Richtung“. Weil es nach „Corona“ einen Boom in Richtung grüne Erholung gebe, sei Bad Berleburg gut beraten, seine Marke touristisch auszubauen. Und nicht zuletzt bestehe in Bad Berleburg großer Bedarf in Sachen Einzelhandel. Zunehmend stünden Ladenlokale leer, das sei aus ihrer Sicht „ein leiser Abschied“. Sie könne auch nicht ansatzweise verstehen, warum CDU und SPD diese Thematik nicht besetzten. All diese Themen gelte es natürlich zu vernetzen. „In Bad Berleburg wird zwar eingeladen, aber eine persönliche Ansprache gibt es nicht. Ich wünsche mir mehr Wertschätzung.“
Die erste politische Amtshandlung für den Fall, dass Marion Linde zur Bürgermeisterin gewählt wird? Sie wisse, so die Frau, die für die UWG im Ausschuss für Jugend, Bildung, Sport und Soziales sitzt, dass dies nur mit Unterstützung aller Fraktionen im Rat möglich sei – dennoch: „Die Sanierung des Kapplersteins in Aue verträgt keinen Aufschub mehr.“ Dies sei keine populistische Forderung, sondern absolut realistisch – und zwar ohne Erhebung von KAG-Gebühren. Zur leistungsfähigen Infrastruktur einer Kommune gehöre ein intaktes Straßennetz.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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