Marktplatz doch Parkplatz?

Bad Berleburger SPD wundert sich und kritisiert Bürgermeister Bernd Fuhrmann

sz Bad Berleburg. Dass der Bad Berleburger Marktplatz schon lange kein Parkplatz mehr ist, weiß die örtliche SPD. Die Sozialdemokraten kritisieren in ihrem Pressebericht die Verwaltungsarbeit von Bürgermeister Bernd Fuhrmann: Bereits seit seiner Neugestaltung in den 1980er Jahren gelte für das damals aufwändig mit Natursteinpflaster, Bepflanzungen und Brunnen ausgestattete zentrale Schmuckstück Bad Berleburgs ein eingeschränktes Halteverbot. Spätestens nach etwa drei Minuten für Aus- oder Einsteigen also müssten Pkw den Marktplatz eigentlich wieder verlassen.

Dies sei zwar nach wie vor auch überwiegender Wunsch der Bürger, doch insbesondere an Wochenenden und bei Veranstaltungen fänden einzelne auf dem Marktplatz geparkte Fahrzeuge dann doch rasch Nachahmer bei Gästen aber auch Einheimischen: »Keine Autos auf dem Marktplatz? Na klar, aber ich will doch nur mal kurz ins Bürgerhaus.« So oder so ähnlich lauteten sicher überwiegend die offen oder insgeheim formulierten Entschuldigungen. Die Durchsetzung des Halteverbotes auf dem Marktplatz sei daher auch in den vergangenen Jahren für die Berleburger Bürgermeister und Verwaltungschefs kein leichtes Unterfangen, galt es doch, mit dem nötigen Fingerspitzengefühl in der Ahndung von Verstößen ein schleichendes Zuparken des Marktplatzes zu verhindern.

»Dies scheint jedoch seit geraumer Zeit der Verwaltung unter ihrem neuen Amtschef nicht mehr zu gelingen. Immer mehr verkommt Bad Berleburgs Marktplatz zur profanen Stellfläche. Mehrfach bereits wurde daher Bürgermeister Fuhrmann in den politischen Gremien der Stadt aufgefordert, dem zunehmenden Missbrauch des Marktplatzes als Parkplatz entgegenzuwirken, so unter anderem auch von Ortsvorsteher Hermann Kaiser (CDU), der in einer Ratssitzung im März diesen Jahres unmissverständlich ein härteres Durchgreifen des Bürgermeisters gefordert hatte«, erklärt die SPD. Ein solches Durchgreifen, sicher nicht zwingend verbunden mit uneingeschränkter Popularitätssteigerung, scheine man jedoch zu scheuen. Und auch die Erarbeitung von praxistauglichen Alternativen gelinge offenbar der von Fuhrmann geführten Verwaltung immer weniger. Zwar sperrten inzwischen drei einsame Poller mit Kette ganze zehn Meter Zufahrt auf dem Marktplatz, ein wirkliches Hindernis seien diese Neuanschaffungen der Stadtverwaltung jedoch nicht, wie die Bilder der letzten Wochenenden leider eindrucksvoll belegten.

Bei aller offensichtlichen Orientierung auf publikumswirksame Veranstaltungen, die handwerklich solide und kreative Verwaltungsarbeit dürfe darunter nicht leiden, so jedenfalls die Überzeugung der Bad Berleburger SPD.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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