Strafverfahren gegen 68-Jährigen eingeleitet
Maschinenpistolen, Pumpguns und 250 Kilo Munition gefunden

Die Polizei hat ein ganzes Arsenal an Waffen sichergestellt.
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Wunderthausen. Die Polizei rückte am Dienstagnachmittag mit massiven Kräften an – und mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss in der Tasche. Die Ermittler der Kreispolizeibehörde stellten das Wohnhaus eines 68-jährigen Mannes an der Hallenberger Straße in Wunderthausen auf den Kopf. Der Verdacht: Der Rentner soll Waffen in seinem Eigenheim horten, ohne die dafür notwendige Erlaubnis zu besitzen. Wie der richterliche Beschluss zustande kam und ob die Ermittler einen konkreten Tipp bekommen hatten, blieb am Dienstag noch unklar.

Waffen gefunden und sichergestellt

„Die Kollegen vor Ort haben Waffen gefunden und sichergestellt“, sagte Christoph Irle, stellv. Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein, am Donnerstagabend auf SZ-Anfrage. Am Mittwochmorgen hat die Polizei weitere Details bekanntgegeben. Bei der Durchsuchung sind demnach mehr als 30 Schuss- und Stichwaffen gefunden worden, darunter Maschinenpistolen und "Pumpguns". Neben den Waffen fanden die Beamten ca. 250 Kilogramm Munition. Die Waffen und die Munition stellte die Polizei sicher. Gegen den 68-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz eingeleitet.

Die Ermittler wurden fündig und stellten Waffen sicher.

Keine Festnahme

Eine Festnahme habe es aber nicht gegeben, so Christoph Irle, die Durchsuchung sei reibungslos über die Bühne gegangen. Der Sprecher ließ die Frage unbeantwortet, ob sich der 68-Jährige zu dem Verdacht gegen ihn geäußert habe oder nicht.

Spekulationen über Vorliebe für Waffen

In Wunderthausen blieb der groß angelegte Polizeieinsatz an einem Tag in den Sommerferien natürlich nicht unbeobachtet. Von Bewohnern wurde der 68-Jährige als „eigentlich unauffällig und zurückgezogen lebend“ beschrieben. Dass er allerdings eine Vorliebe für Waffen gehabt habe, „darüber wurde immer mal wieder spekuliert, er soll sich bei Reisen ins Ausland etwas eingedeckt haben“, erfuhr die Siegener Zeitung bei Recherchen vor Ort. In welchen Kreisen er sich möglicherweise aufgehalten habe, das wiederum wisse niemand. Bekannt sei auch, dass der Wunderthäuser in früheren Jahren schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein soll – allerdings wegen eines Verkehrsdeliktes. Dies soll jedoch derart gravierend gewesen sein, dass sich der damalige Arbeitgeber von dem 68-Jährigen getrennt haben soll.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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