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Eine Aktion der Diakonie
Mehr Aufwind für die Pflege

Das Evangelische Joahnneswerk fordert mehr Respekt und nicht nur Applaus für die Pflegekräfte in Deutschland. Am Tag der Pflege beteiligten sich in 250 Orten deutschlandweit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Aktion.
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  • Das Evangelische Joahnneswerk fordert mehr Respekt und nicht nur Applaus für die Pflegekräfte in Deutschland. Am Tag der Pflege beteiligten sich in 250 Orten deutschlandweit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Aktion.
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schn Bad Berleburg. „Pflege braucht Aufwind“, sagt die Diakonie und hat auch gleich eine gleichnamige Aktion ins Leben gerufen. Am Donnerstag stiegen am Bad Berleburger Haus am Sähling Ballons in den Wittgensteiner Himmel. Die gemeinsame Aktion der Diakonie Deutschland und des Deutschen Evangelischen Verbandes für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) soll Öffentlichkeit zu produzieren. Geredet wurde in jüngster Vergangenheit genug über den Pflegenotstand, es sollen endlich Taten folgen. Im Rahmen der Aktion haben Mitarbeitende der Diakonie an rund 250 Standorten lila Ballons in den Himmel steigen lassen – als eine Mahnung an die Politik, den vollmundigen Ankündigungen endlich Taten folgen zu lassen. Das war auch in Bad Berleburg der Fall.

schn Bad Berleburg. „Pflege braucht Aufwind“, sagt die Diakonie und hat auch gleich eine gleichnamige Aktion ins Leben gerufen. Am Donnerstag stiegen am Bad Berleburger Haus am Sähling Ballons in den Wittgensteiner Himmel. Die gemeinsame Aktion der Diakonie Deutschland und des Deutschen Evangelischen Verbandes für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) soll Öffentlichkeit zu produzieren. Geredet wurde in jüngster Vergangenheit genug über den Pflegenotstand, es sollen endlich Taten folgen. Im Rahmen der Aktion haben Mitarbeitende der Diakonie an rund 250 Standorten lila Ballons in den Himmel steigen lassen – als eine Mahnung an die Politik, den vollmundigen Ankündigungen endlich Taten folgen zu lassen. Das war auch in Bad Berleburg der Fall.

Erheblicher Mehraufwand beim Personal

Damit soll auf die Sorgen und Wünsche der Menschen in der Pflege sichtbar aufmerksam gemacht werden. Nach zwei Jahren Pandemie sind die Pflegenden ziemlich ausgelaugt, die Zeit hat in einer ohnehin angeschlagenen Branche weitere tiefe Spuren hinterlassen. Die Politik hat die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen ganz nach oben gestellt und so für einen erheblichen Mehraufwand beim Personal gesorgt. Dort haben sich alle der Herausforderung gestellt, auch wenn das die Kräfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr strapaziert hat. Zum „Tag der Pflege“ ließen die Auszubildenden des Diakonischen Werkes in Wittgenstein mit Helium gefüllte Luftballons mit ihren Wünschen und Forderungen steigen. „Vielleicht kommen ja auch positive Rückmeldungen zurück“, freute sich Kerstin Dickel, Hausleitung im Haus am Sähling in Bad Berleburg. Der Wind verlieh den Ballons und den Wünschen symbolisch Aufwind. Die Bilder sind noch nicht vergessen: Zu Beginn der Pandemie bekamen die Pflegekräfte viel Applaus, darüber hinaus ist es aber schnell still beim Thema „mehr Anerkennung“ geworden.

Lila Ballons mit #pflegebrauchtaufwind stiegen zum bundesweiten Aktionstag "Tag der Pflege" in den Wittgensteiner Himmel.
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Eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung

„Pflegekräfte verdienen unseren Respekt und unsere Anerkennung. Sie müssen vor Überlastung geschützt und entlastet werden. Dazu sind insbesondere eine bessere Personalausstattung und eine gute Bezahlung erforderlich. Verlässliche freie Zeiten und Wochenenden sowie Urlaube ohne Unterbrechung und Notdienste sind ein wirksamer Schutz vor Überlastung und tragen dazu bei, dass Pflegekräfte in ihrem Beruf bleiben oder auch wieder einsteigen. Es gibt immer mehr pflegebedürftige Menschen und immer weniger Menschen, die professionell pflegen wollen. Die Politik muss jetzt handeln, denn wir sitzen auf einem demografischen Pulverfass“, zitiert die Diakonie Deutschland Maria Loheide, Vorstand für Sozialpolitik.

Die beiden Verbände halten eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung für längst überfällig. Notwendig sind aus ihrer Sicht Maßnahmen, die kurzfristig spürbare Verbesserungen im Pflegealltag bewirken und die Weichen für notwendige Reformschritte stellen. Für die Initiatoren besteht eine solche Reform aus einer besseren Personalausstattung und guten Löhnen. In Wittgenstein hat die Pflege schon einen echten Aufwind erlebt. Kerstin Dickel verriet, dass im Zuge der Pandemie die Nachfrage nach Lehrstellen in der Pflege wieder gestiegen sei. „Wir sehen aktuell deutlich mehr Bewerbungen. Das ist gut und zeigt, dass wir Interesse wecken können“, machte Kerstin Dickel deutlich.

Das Evangelische Joahnneswerk fordert mehr Respekt und nicht nur Applaus für die Pflegekräfte in Deutschland. Am Tag der Pflege beteiligten sich in 250 Orten deutschlandweit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Aktion.
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Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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