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Renaturierung der Elsoff
Mehr Raum für Fische im Wasser

Die Stadt Hatzfeld arbeitet aktuell intensiv daran, den ökologischen Zustand der Elsoff zu verbessern. Dabei geht es auch um die zur Verbesserung Längsdurchgängigkeit für Fische und sonstige aquatische Organismen.
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  • Die Stadt Hatzfeld arbeitet aktuell intensiv daran, den ökologischen Zustand der Elsoff zu verbessern. Dabei geht es auch um die zur Verbesserung Längsdurchgängigkeit für Fische und sonstige aquatische Organismen.
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sz/vö Beddelhausen/Hatzfeld. Zielsetzung der verbindlich gültigen europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) ist das Erreichen bzw. der Erhalt eines guten Zustandes des Grundwassers und der oberirdischen Gewässer. Die Verbesserung der Durchgängigkeit und die Förderung der eigendynamischen Gewässerentwicklung bilden wichtige Bestandteile zur Umsetzung der Richtlinie. Daran orientieren sich die Kommunen, die die Maßnahmen letztlich umsetzen müssen – in der Regel mit Unterstützung des Landes. Erklärtes Ziel der Wittgensteiner Nachbarkommune Hatzfeld ist es, einen guten ökologischen Zustand der Gewässer zu erreichen. Und was ist draus geworden?

sz/vö Beddelhausen/Hatzfeld. Zielsetzung der verbindlich gültigen europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) ist das Erreichen bzw. der Erhalt eines guten Zustandes des Grundwassers und der oberirdischen Gewässer. Die Verbesserung der Durchgängigkeit und die Förderung der eigendynamischen Gewässerentwicklung bilden wichtige Bestandteile zur Umsetzung der Richtlinie. Daran orientieren sich die Kommunen, die die Maßnahmen letztlich umsetzen müssen – in der Regel mit Unterstützung des Landes. Erklärtes Ziel der Wittgensteiner Nachbarkommune Hatzfeld ist es, einen guten ökologischen Zustand der Gewässer zu erreichen. Und was ist draus geworden?

Im Auftrag der Stadt Hatzfeld werden derzeit Abschnitte des Lindenhöfer Baches und der Elsoff, die ihren Ursprung im Wittgensteiner Land hat und Namensgeberin des Elsofftals ist, naturnah umgestaltet. Zur Finanzierung der Maßnahmen hat die Stadt Hatzfeld einen öffentlich-rechtlichen Vertrag mit dem Land Hessen geschlossen. Das Land Hessen trägt die anfallenden Herstellungskosten einschließlich der Nebenkosten zu 100 Prozent bis zur maximalen Höhe von 350 000 Euro. Auf Grundlage der Entwurfsplanung hat das Regierungspräsidium Kassel die Plangenehmigungen zur Renaturierung und Verbesserung der Gewässerstrukturen und der Durchgängigkeit des Lindenhöfer Baches und der Elsoff erteilt. Den Zuschlag für die Bauarbeiten hat das Arfelder Bauunternehmen Jüngst nach öffentlicher Ausschreibung erhalten.

Nach der Entwurfs- und Ausführungsplanung sind Maßnahmen zur Verbesserung der Längsdurchgängigkeit des Lindenhöfer Baches und der Elsoff für Fische und sonstige aquatische Organismen zur Umsetzung Bestandteil der derzeit in der Umsetzung befindlichen Baumaßnahmen. Am Lindenhöfer Bach ist vorgesehen, einen Wegedurchlass zu erneuern und insgesamt vier Querbauwerke sowie an der Elsoff zwischen zwei Querbauwerke umzugestalten. Die Maßnahmen haben einen Umfang von rund 140 000 Euro.

Die Bauarbeiten im Bereich der Elsoff konzentrieren sich im vergebenen Abschnitt auf eine Verbesserung der Gewässersohlenstrukturen. Zu diesem Zweck werden wechselseitig große Blocksteine im Abstand von rund vier Metern im Stahlpiloten auf der gepflasterten Bachsohle fixiert. Einzelne Kiesdepots werden als Spender von Initialsubstrat eingebracht. Die Blocksteine sollen die Ablagerung von Geschiebe auf der glatten Gewässersohle begünstigen, die Strömungsdiversität fördern und die Bildung eines höheren Wasserposters induzieren. Ziel ist es laut Pressemitteilung der Stadt Hatzfeld, die Habitatqualität der Elsoff zu fördern und das Gewässer auch in Zeiten geringen Abflusses für Fische passierbar zu machen.

Im Bereich der ehemaligen Trinkwassergewinnungsanlage wurde die Gewässerstruktur des Elsoff-Abschnitts durch das Anlegen eines dauerhaft durchströmten Nebengerinnes erhöht. Zur Erinnerung: Die Stadt Hatzfeld bezieht mittlerweile ihr gesamtes Trinkwasser aus dem Bad Berleburger Leitungsnetz.

Im Rahmen des erteilten Auftrags sind vier Maßnahmenstandorte im Bereich des Lindenhöfer Baches in der Umsetzung vorgesehen. Der Abschnitt zwischen dem Ende eines Durchlasses unter dem Bahndamm (Radweg) und der Einmündung in die Eder wird in der Art eines Riegel-Becken-Passes umgestaltet. Bei dieser Maßnahme war es erforderlich, den anstehenden Schieferfels zu bearbeiten, um Scharten für Niedrigwasserabflüsse zu brechen. Die Riegel wurden aus schweren Steinblöcken konstruiert, da sie bei Hochwasserführung der Eder sie starken Strömungsangriffen ausgesetzt sind. Die Riegel wurden so angeordnet, dass diese kurze Rückstaubereiche induzieren, die als „Ruhebecken“ für aufsteigende Fische und aquatische Wirbellose wirken.

Die Stadt Hatzfeld arbeitet aktuell intensiv daran, den ökologischen Zustand der Elsoff zu verbessern. Dabei geht es auch um die zur Verbesserung Längsdurchgängigkeit für Fische und sonstige aquatische Organismen.
Die Stadt Hatzfeld arbeitet aktuell intensiv daran, den ökologischen Zustand der Elsoff zu verbessern. Dabei geht es auch um die zur Verbesserung Längsdurchgängigkeit für Fische und sonstige aquatische Organismen.
Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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