SZ

Kulturgemeinde präsentierte Theater
Michel spielte seine Streiche im Berleburger Bürgerhaus

Ein Blick ins schwedische Wohnzimmer: Michel macht Quatsch und will es Klein-Ida in die Schuhe schieben.  Foto: Sarah Benscheidt
  • Ein Blick ins schwedische Wohnzimmer: Michel macht Quatsch und will es Klein-Ida in die Schuhe schieben. Foto: Sarah Benscheidt
  • hochgeladen von Sarah Benscheidt (Redakteurin)

sabe Bad Berleburg. Vor aufgeregten Kinderaugen flitzte der Lausbub mit dem strohblondem Haar über die Bühne im großen Saal des neuen Bürgerhauses in Bad Berleburg – dicht gefolgt von seinem Vater. „Miiiiichel...“ schallte es durch den Raum und wurde von einem vergnügten Lachen der kleinen und so zahlreich erschienenen Zuschauer begleitet. Im Rahmen der Wiedereröffnung des Bad Berleburger Bürgerhauses präsentierte die Kulturgemeinde den Kinderbuchklassiker „Michel aus Lönneberga“. Mama und Papa mit Nachwuchs, alternativ die Großeltern mit ihren Enkelchen – alle wollten ihn sehen den Lieblingsrotzbengel von Astrid Lindgren, der, wie sie einmal meinte, „die Welt in Ordnung bringt“.

sabe Bad Berleburg. Vor aufgeregten Kinderaugen flitzte der Lausbub mit dem strohblondem Haar über die Bühne im großen Saal des neuen Bürgerhauses in Bad Berleburg – dicht gefolgt von seinem Vater. „Miiiiichel...“ schallte es durch den Raum und wurde von einem vergnügten Lachen der kleinen und so zahlreich erschienenen Zuschauer begleitet. Im Rahmen der Wiedereröffnung des Bad Berleburger Bürgerhauses präsentierte die Kulturgemeinde den Kinderbuchklassiker „Michel aus Lönneberga“. Mama und Papa mit Nachwuchs, alternativ die Großeltern mit ihren Enkelchen – alle wollten ihn sehen den Lieblingsrotzbengel von Astrid Lindgren, der, wie sie einmal meinte, „die Welt in Ordnung bringt“. Zumindest brachte er die Welt im schwedischen Katthult und die der Erwachsenen, die vor lauter Ordnung aus allen Nähten platzt, mächtig durcheinander: Vorhang auf für Michel, den liebenswertesten Spitzbub in ganz Lönneberga oder ganz Småland oder ganz Schweden oder vielleicht sogar auf der ganzen Welt!

Die Sache mit der Suppenschüssel...

Gebannt verfolgten so die Mädchen und Jungen, wie Michel (Marc-Christopher Theis) seinen Kopf in die wertvolle Suppenschüssel steckte und sich nicht mehr befreien konnte, wie er Schwester Ida (Oda Bergkemper) am Fahnenmast hochzog oder wie Magd Lina (Lara Gesell) vor Zahnweh fast umkam und wie Michels Streiche ein ums andere Mal im Tischlerschuppen endeten, wo er dann nach bekannter Manier an seinen Schnitzfiguren aus Holz arbeitete. Die Inszenierung, die mit den Figuren der Eltern Alma und Anton (Sabine Neudeck und Ulrich Göke) und Knecht Alfred (Georg Raisch) nicht nur vollständig wurde, sondern die jungen Zuschauer auch gekonnt an die schwedische Musterversion zu erinnern wusste, verstand es dabei bravurös, mit kindgerechter Einfachheit zu überzeugen, ließ allerdings auch oft Platz für herzerwärmende Lebensweisheiten und vor allen Dingen viel Raum für Humor.

Ein Blick hinter die Kulissen

Dabei störte der offene Bühnenwechsel von „Theater auf Tour“ (bei dem im übrigen jeder Handgriff saß) in keinem Fall, ließ viel eher noch Raum für Blicke hinter die Kulissen und angeregte Fragen: „Mama, sind das echte Schauspieler?“, raunte es durch die eine Sitzreihe. „Wird das alles von Erwachsenen gespielt?“, durch die nächste. Gekonnte Mimik, klare Stimmen, perfekte Kulissen und Requisiten formten sich dabei zu einer Schauspielkunst, die für das Publikum (auch für die Erwachsenen) das Stück zu einem kurzweiligen werden ließ, ja es vermochte, viele Kinder sogar aktiv mitzunehmen in die Welt von Michel, Ida und Lina – die so sehr überzeugte, dass mancher junge Zuschauer die Augen gar nicht mehr von der Bühne nehmen wollte und mit neckischem Blick, gewandt an den ebenso jungen Sitznachbarn, meinte: „Jetzt pass mal auf, was der Michel wieder macht...“

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

6 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige
Die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo.

SZ+ informiert schnell und gut
Mit dem Frühlings-Abo drei Monate sparen

Der Frühling hat - kalendarisch- begonnen und die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo. Verlässliche Informationen trotz unruhiger Corona-LageIn diesem einmal mehr besonderen Jahr sehnen sich viele Menschen noch mehr nach den ersten Frühlingsboten. Ist doch mit den steigenden Temperaturen, den kräftiger werdenden Sonnenstrahlen und dem Aufblühen der Natur im zweiten Jahr der Corona-Pandemie noch mehr Hoffnung verbunden als...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen